• Adventskalender,  Aktuell

    Brachzeiten…

    Wir sind mitten drin im Winter. Der erste Schnee hat sich wie eine Decke über Bäume, Pflanzen und Boden gelegt. Die Natur ruht. Sie sammelt Kräfte für das kommende Frühjahr. Manche Äcker liegen brach. Sie sind umgepflügt – aber unbebaut. Erholen soll sich der Boden. Brachliegen hat für den einen oder anderen auch einen negativen Klang. Was brach liegt, ist nutzlos, muss erst wieder aktiviert werden. Aber das ist ein Irrtum: unzählige kleine Lebewesen und Mikroorganismen sind emsig bei der Arbeit. Sie zerkleinern und zersetzen Rückstände und bilden so leicht lösbare Grundnahrungsstoffe für die künftigen jungen Pflanzen.

    Auch Menschen brauchen „Brachzeiten“- Zeiten der Ruhe, der Regeneration, Zeiten zum Atem holen und Kraft schöpfen. Es gibt Menschen in der gegenwärtigen Zeit der Corona- Pandemie mit ihren Einschränkungen solch eine Brachzeit. Es gibt wenig Ablenkung. Der Alltag ist für manchen verlangsamt. Wir sind in gewisser Weise auf uns selbst zurückgeworfen. Oft stellen sich dabei auch Unruhe, Zweifel, Angst und Unsicherheit, Einsamkeit und Leere ein. Damit will umgegangen werden. Der Blick nach draußen – auf die Natur – kann dabei hilfreich sein und gut tun. Dabei kann ich mein Augenmerk auf Hoffnungsvolles richten- auch wenn die Bäume noch kahl sind, so haben die Äste und Zweige bereits Knospen- Zeichen für das kommende neue Leben. Ich kann das Unscheinbare, Alltägliche betrachten und in den kleinen Dingen das Große und das Wunder des Lebens entdecken.

    Es bricht sich langsam, zart und vorsichtig die Bahn. In mir darf die Gewissheit Raum nehmen: nach jedem Winter kommt ein neuer Frühling. So kann ich von der Schöpfung – vom Wechsel der Jahreszeiten – lernen. Sie zeigt mir, wie Gelassenheit, Geduld und Vertrauen wachsen zwischen Angst und Zuversicht, zwischen Unsicherheit und Halt, im Spannungsfeld zwischen Scheitern und Gelingen. Ich darf entdecken, dass das Wesentliche im Leben nicht machbar ist. Es ist Geschenk.

    Dorothee Sölle (*1929- +2003), Theologin und Mystikerin, sagte „Wir brauchen eine neue Spiritualität, die den Rhythmus des Lebens kennt und akzeptiert. …Wir können uns selbst unterbrechen, um diesen Rhythmus wahrzunehmen und uns in ihm einzustimmen. Er ist vor uns da und nach uns da.“ (in: Mystik des Todes)

    In den Brachzeiten des Lebens darf ich Gottes Verheißung trauen, dass er neues Leben schafft. Zeichen und Botschaften dieses neuen Lebens kann ich suchen – im Lauschen auf den Vogelgesang, im Spüren der wärmenden Sonnenstrahlen, im Wahrnehmen der länger werdenden Tage….

    Evelin Hasler lädt in ihrem Gedicht „Brachzeit“ ein, sie zu schätzen und zu genießen:

    Vom Winter lernen/

    der Stille vertrauen!

    Der Sprengkraft des Unsichtbaren

    und dem Sammeln in den Kammern/

    während der Brachzeit./

    Vom Winter wieder lernen/

    Sich überschneien zu lassen/

    ohne Furcht.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfüllte Winterzeit! Ute Thalmann

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    Die Sternsingeraktion 2021

    Hier geht es zur Offiziellen Webseite und zum diesjährigen Projekt:

    Was ist eigendlich Sternsingen?!

    Das Stern- bzw. Dreikönigssingen zählt zu den ältesten katholischen Bräuchen. Es geht auf die biblischen Sterndeuter zurück, die aus dem Morgenland kamen, um dem Jesuskind zu huldigen und es mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu beschenken. Diese Geschenke sind als Symbole zu verstehen. Gold steht für Reichtum und Macht, Weihrauch verweist auf die Göttlichkeit des Neugeborenen. Myrrhe ist ein Zeichen dafür, das Jesus später am Kreuz sterben wird, da es zur Einbalsamierung Toter verwendet wurde.
    In der späteren Geschichte des Christentums wurden die Sterndeuter als Könige bezeichnet.

    Die ersten Sternsinger waren vermutlich Schüler im Hochmittelalter, die im Winter an Bischofssitzen und Klöstern um Spenden für sich und ihre Mitschüler baten.
    Ab 1955 ließen der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und das Päpstliche Missionswerk den Brauch neu aufleben. Seitdem ziehen normalerweise jedes Jahr in den Tagen nach Weihnachten Kinder und Jugendliche als Könige verkleidet von Haus zu Haus. Bis zum Dreikönigstag am 6. Januar verkünden sie singend Christi Geburt und schreiben mit geweihter Kreide den lateinischen Segen C+M+B („Christus Mansionem Benedicat“) auf die Haustüren. Die deutsche Übersetzung lautet „Christus segne dieses Haus“.
    Unter dem Motto: „Segen bringen, Segen sein“ oder „Kinder helfen Kindern“ bitten die Sternsinger um Spenden zur Unterstützung von Hilfsprojekten für Kinder und Jugendliche weltweit. In jedem Jahr steht dabei ein Land besonders im Fokus, diesmal ist es die Ukraine. Dort müssen viele Kinder von ihren Eltern getrennt leben, weil diese im Ausland arbeiten. Die Sternsinger nehmen diese Kinder in den Blick und unterstützen Projektpartner, die Kinder ohne oder mit eingeschränkter elterlicher Fürsorge schützen und stärken.

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    Andacht zu Neujahr 2021

    Schriftwort: Lukas 6,36 (Jahreslosung)

    Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

    Liebe Schwestern und Brüder!

    Zu Beginn des neuen Jahres 2021 vernehmen wir die Worte: Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

    Mein erster Impuls ist: Das hört sich gut an. Zumindest für mich, der ich das alte Wort „barmherzig“ noch verstehen kann, das nur noch im „innerkirchlichen Dienstgebrauch“ verwendet wird. Außenstehenden müsste ich es übersetzen. Aber das ist nicht leicht. „Verständnisvoll“ könnte passen, „geduldig“ ebenso, „gütig“ und „freundlich“, „aufmunternd“ und „nachsichtig“ – und noch viel mehr. Und doch trifft keines den ganzen Sinn des Wortes „barmherzig“.

    Ich bleibe dabei: Das hört sich gut an als Leitwort für das neue Jahr, auch wenn es schwer zu fassen ist. Denn unser Zusammenleben könnte ruhig ein wenig mehr Barmherzigkeit vertragen, meinen Sie nicht auch? Vielleicht würde die ja helfen gegen die vielen verdeckten Spannungen, die durch die Krise immer offener zutage treten?

    Aber wenn schon das Wort „barmherzig“ nicht mehr zu finden ist im allgemeinen Sprachgebrauch, wie sieht es dann mit der Umsetzung aus im alltäglichen Leben? In dem es mehr als genug Minenfelder gibt – und es wäre ein Wunder, wenn wir im neuen Jahr nicht auch wieder hinein stolperten! Wie sagt schon ein altes Sprichwort: „Es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Barmherzig sein, wenn der andere nicht aufhört zu sticheln – auf Arbeit, in der Schule, im Mehrfamilienhaus, über den Zaun? Oder wenn der andere mir krass die Vorfahrt nimmt? Wie soll das gehen?

    Oder in den Gemeinden? Barmherzig sein, wenn einige auf Traditionen pochen und andere sie nur als unnötigen Ballast betrachten? Oder in den Familien? Barmherzig sein, wenn jeder nur seinen Stiefel macht? Klar, das ist nur eine kleine Auswahl der allgegenwärtigen Minenfelder, die hinter der nächsten Ecke schon wieder auf uns warten. Die Frage ist: Wie kommen wir da durch? Ist die Barmherzigkeit ein guter Wegweiser? Ist es nicht besser, sich zu wehren? Klüger und cleverer zu sein als die, die einem das Leben schwer machen, die so komisch sind, so dämlich, so völlig hinterm Mond oder so durchtrieben, eben ganz anders als wir selbst? So funktioniert doch die Welt: Der Schlaueste hat die besten Chancen, oder?

    Ist die Schlauheit also ein besserer Wegweiser durchs Minenfeld? Bestimmt nicht. Denn ich kann schlau sein wie ich will – es braucht bloß ein Reizwort zu fallen oder mir diese oder jener über den Weg zu laufen – schon fällt das Visier und ich reagiere nach einem bestimmten Muster. Und das geschieht so schnell, dass es mir weder bewusst wird noch dass ich gar darüber nachdenken würde. Da bin ich kein Einzelfall. Jede und jeder von uns trägt solche Reaktionsmuster in sich, geprägt in der frühen Kindheit oder sogar geerbt von den Vorfahren. Diese Muster aktivieren wir entsprechend der Situation – und schon fliegt uns im Minenfeld wieder einmal alles um die Ohren und wir haben eine ganze weile mit der Schadensbegrenzung zu tun.

    Da könnte man doch glatt denken: Um wie vieles einfacher wäre das Leben, wenn alle gleich tickten, denn Gleiches gesellt sich doch gern mit Gleichem, oder? Dann würde das Zusammenleben endlich stressfrei und angenehm. Ob das klappt? Zum einen bleibt das eine Fantasie, denn die anderen sind eben anders und werden es auch bleiben. Und zum anderen: Dann hätten auch alle anderen die gleichen „Aufreger“ und die gleichen „Antworten“ darauf – ob das entspannter wäre, denke ich nicht. Im Material für eine Friedensdekade vor einigen Jahren fand ich mal einen sehr nachdenkenswerten Spruch, der hieß: Lieber Gott, DU weißt, dass einer von meiner Sorte genug ist.“

    Wir müssen lernen, miteinander auszukommen und miteinander umzugehen. Dabei sagt die Erfahrung: Das ist anstrengend! Sich auf andere Menschen einzustellen, bedeutet immer wieder anstrengende Arbeit. Viel bequemer ist es, sie in Schubladen einzusortieren und nur mit denen zu reden, die meine Ansichten und meine Meinung teilen. Aber dann wird das nichts mit der Barmherzigkeit. Dann bleibt sie ein Fremdwort.

    Lassen wir uns aber auf die Anstrengung ein, kann sie sogar zu einem Ergebnis führen, das wir so noch nicht erlebt haben. Es ist ein weiter Weg bis dorthin, für den ein kurzes Jahr wohl kaum ausreichen wird. Aber er lohnt sich.

    Er beginnt wie jeder Weg mit dem ersten Schritt – nicht ins Ungewisse, sondern auf uns selbst zu. Diesen ersten Schritt gehen wir nämlich nicht selbst. Diesen ersten Schritt geht Gott – auf uns zu in SEINER Barmherzigkeit und Liebe. ER schenkt uns das Leben und die Möglichkeit, es zu gestalten, unsere Gaben und natürlich auch unsere Grenzen. Und ER traut uns zu, dass wir das Beste daraus machen können. Das ist die Voraussetzung, die Grundlage. Sonst kämen wir keinen Schritt voran und blieben hängen an unseren Stereotypen und Vorurteilen. Denn wir können ja nur lieben und andere barmherzig aushalten, wenn wir uns selbst als geliebt und angenommen erfahren können. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, sagt der barmherzige Gott zu jeder und jedem von uns. „Liebe deinen Nächsten und dich selbst“, dürfen wir hören. Denn am Anfang des Weges und bei jedem Schritt den du gehst, reicht dir der HERR die Hand, damit du dich so annehmen kannst, wie du bist und dir zutraust, dich auf den Weg zu machen. Denn eines ist gewiss: Mag der andere dir auch das Leben auf welche Art auch immer schwer machen – er hat niemals die Chance, dir die Liebe Gottes zu rauben. Was auch geschieht, keine Macht der Welt kann uns trennen von der Liebe Gottes.

    Und mit Gottes Hilfe trauen wir uns, den zweiten Schritt zu gehen: Auch wieder auf uns zu. Denn wir müssen auch auf uns selbst hören lernen. Ja, Sie haben richtig gelesen, liebe Schwestern und Brüder. Mir selbst zuhören lernen: Wie rede ich? Was denke ich in den Situationen, die mich aufregen? Was kommt wann in mir zum Klingen, in welchen Klangfarben oder Geräuschen? Und welchen Akkord wähle ich als Antwort aus? Denn das ist die Erkenntnis aus dem Zuhören: Ich kann auswählen! Ich muss nicht immer mit den gleichen Stimmen und Tönen reagieren. Ich kann die Stimmen meines inneren Orchesters dirigieren, den Einsatz geben und immer neue Varianten ausprobieren. Das überrascht mich selbst und die anderen und befreit ungemein. Ich werde freier, entspannter, möglicherweise sogar barmherziger…

    nach dem zweiten fällt der dritte Schritt schon viel leichter: Nach dem Hören kommt das Sehen, das Hinsehen lernen. Und jetzt erst kommt der andere in den Blick. Weit verbreitet ist der Spruch: „Wir glauben nur, was wir sehen.“ Aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt: „Wir sehen in der Regel nur das, was wir von vorneherein schon glauben.“ Glauben Sie nicht? Dann fragen wir Jesus.

    Der erklärt es in einem einzigen Satz – in dem vom Splitter im Auge des anderen und dem Balken im eigenen Auge: An dem, was du schon in dir trägst (den Holzbalken), kannst du nicht wirklich vorbei sehen. Deshalb siehst du auch beim anderen nichts anderes als Holz (den Splitter). Und so wird der andere in unseren Augen plötzlich ein Holzkopf – und schon ist das Feindbild fertig, das den Menschen verdeckt, der uns gegenüber steht.

    Mit Feindbildern rede ich nicht. Vor denen muss ich mich schützen. Deshalb höre ich ihnen auch nicht zu. Denn ich weiß ja, was sie sagen. Da kann nichts Gutes kommen. Und schon ist meine Welt wieder ganz einfach, schwarz und weiß getrennt und ich bleibe in meinen Denkmustern gefangen. Wenn ich aber den Weg weitergehen will, bleibt mir nichts anderes übrig, als hinter dem Feindbild den Menschen zu sehen und ihm eine Chance geben, gehört zu werden. Zu hören und zu sehen, welche Gründe er haben mag für dieses oder jenes Verhalten. Denn auch er ist ein Mensch, ein Kind Gottes, so schwer mir das vielleicht auch fallen mag, in dieser Situation zu erkennen. Gelingt mir das, werde ich freier, friedlicher, vielleicht sogar barmherziger…

    Ich gehöre allein zu Gott – und nicht meinem Ärger oder den Sorgen des neuen Jahres. Darauf kommt es an. Wie sich das zeigt im Alltag? Vielleicht gebe ich nicht nur mir, sondern auch der anderen Person mehr Raum – gehe ihr vielleicht eine Weile aus dem Weg – oder zähle innerlich bis zehn, bevor ich antworte. Vielleicht noch besser: Vor der Antwort eine kurze Bitte an den HERRN: HERR hilf! – dann hat ER plötzlich Raum und öffnet meinen Blick – vielleicht auch für die Sicht des anderen, wer weiß?!

    Das ist auch im neuen Jahr eine gute Idee: Für die Menschen zu beten, die es uns schwer machen. Denn dann geben wir der Barmherzigkeit Gottes in unseren Gedanken und Gefühlen den weitesten Raum. Machen wir im Übrigen in jedem Gottesdienst, wenn wir das Vaterunser beten – den Satz mit der Schuld und den Schuldigern.

    Der Weg durch das neue Jahr liegt vor uns. Wird er für uns zum Weg hin zur Barmherzigkeit im Leben miteinander werden? Das schenke uns Gott, der Barmherzige. Darum bitten wir IHN von ganzem Herzen.

    Amen

    Gebet:

    Ewiger Gott, lass vom Glanz dessen, das DU geschaffen hast und schaffst, Licht fallen auf uns in dieser Zeit, in der wir nach Halt und Orientierung suchen, damit wir erkennen, dass DU allein die Zeit in DEINEN Händen hältst.

    HERR. DU weißt, wir lieben das Leben. DU hast es gegeben, wirmöchten es gestalten mit unseren Gaben, in unseren Grenzen. Bewahre uns davor, auf halbem Wege stecken zu bleiben oder uns zu verirren.

    HERR, stärke uns für den Weg zu DEINER Barmherzigkeit, in der wir alle leben können in unserer Verschiedenheit. Lass DEINEN Geist spürbar werden in unserem Tun und Reden.

    HERR, wir bitten DICH für die Glücklichen und die Gesunden, dass DU sie hältst und für die Ängstlichen und die Kranken, dass DU ihnen nahe bist und ihr Vertrauen in DEINE Liebe stärkst.

    HERR, wir bitten DICH für alle Menschen, die bis zur Erschöpfung und oft auch darüber hinaus in den Krankenhäusern und in der Pflege ihre Arbeit tun in dieser Krisenzeit. Schenke ihnen Kraft und lass sie in allen Herausforderungen ihren Dienst mit Freude tun können.

    HERR, wir bitten DICH für uns, für unsere Gemeinden, für unsere unheile Welt – sei uns gnädig und begleite uns in DEINER Barmherzigkeit durch das neue Jahr 2021.

    Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen

    Beten wir das Vaterunser.

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN

  • Adventskalender

    Türchen 24 | 24. Dezember 2020

    Das Krippenspiel als Video:

    Alternativ ist das Krippenspiel auch auf Youtube verfügbar
    Hier auf Youtube anschauen!

    (Höhere Auflösung)


    Hinweis:

    Die Christvespern fallen aufgrund der aktuellen Situation der Corona Pandemie aus. Die Kirche in Krölpa ist von 14 – 16 Uhr zum stillen Gebet geöffnet.
    Bitte beachten Sie die aktuellen Hygienemaßnahmen. Um 17 Uhr erklingt vom Kirchturm eine Weihnachtsmusik.
    Der KGV Krölpa – Öpitz wünscht allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.


    Der Weihnachtssegen als Video:


    Weihnachtsaktion 2020
    Licht anzünden – miteinander verbinden

    In Irland gibt es eine schöne Tradition: der Adventskranz besteht nicht wie bei uns aus vier Kerzen, sondern aus fünf. In der Mitte des Kranzes steht eine dickere weiße Kerze. Sie wird am Heiligen Abend entzündet (vielleicht mit dem Licht von Bethlehem/ Friedenslicht) und zeigt an, wo Christus, auch als ein unbekannter Gast willkommen ist. Manche kennen das aus alter Tradition, am Weihnachtstisch am Heiligen Abend bleibt ein Gedeck frei für diejenigen, die bei uns anklopfen. Vielleicht können wir diese Tradition, die auch von unseren jüdischen Glaubensgeschwistern am Passahfest geübt wird, miteinander weiter tragen.

    Wir können unsere Lichter leuchten lassen –und in diesen Tagen besonders auch für die Menschen, die einsam sind, für Kranke und Menschen, die sie umsorgen und pflegen, für alle, die in den Weihnachtstagen für uns Dienst tun.

    Also: am Heiligen Abend eine Kerze ins Fenster stellen!

    Bitte beachten Sie den Brandschutz (Gardinen/ Vorhänge zurückziehen, feuerfeste Unterlage benutzen, die Kerze nicht unbeachtet brennen lassen…)! Denn auch die Kameraden von der FFW haben ein Weihnachtsfest mit ihren Familien verdient.

    Ute Thalmann, Pastorin


    Die Weihnachtsbriefe der Gemeinden

    Hier finden Sie den Weihnachtsbrief der Evangelischen Gemeinde – Krölpa/Öpitz

    Von Pastorin Ute Thalmann

    Der Weihnachtsbrief der Evangelischen Gemeinde Pößneck, “Weihnachtsbrief 2020 für Christen in und um Pößneck” Ist hier zu finden.

    Von Pfarrer Jörg Reichmann


    Hier finden Sie den Kinder-Weihnachtsbrief der Evangelischen Gemeinde in Pößneck

    Von Maren Sell

    Der Weihnachtsbrief der Kath. Gemeinde Pößneck/Ranis

    Von Pfarrer Joachim Wietrzniok


    Andacht zu Weihnachten 2020

    Andacht zu Weihnachten 2020 von Pfarrer Jörg Reichmann Pößneck.


    Advents- und Weihnachtserzählungen

    Aufzeichnung aus der Evangelischen Kirche in Krölpa


    Weihnachtsansprache des Krölpaer Bürgermeisters

    Lauscht hier der Weihnachtsansprache des Krölpaer Bürgermeisters:



    Spiele und Spaß für die Weihnachtstage!

    Hier haben wir Euch ein paar Spiele für lange Weihnachtsabende zusammengestellt, die Ihr am besten als Familie spielen könnt. Viel Spaß!






  • Adventskalender

    Türchen 23 | 23. Dezember 2020


    Hinweis:

    Heute kann um 10:00 Uhr auf dem Markt in Pößneck und von 18:30 – 19:00 Uhr am Portal der Stadtkirche das Friedenslicht mitgenommen werden.
    Bitte bringt eine Laterne und einen MNS mit und vor Ort bitte auf ausreichend Abstand achten.


    In diesem Türchen:

    & spielen – Ein Spiel für lange Abende…

    Eine Andacht zur vierten Adventswoche!


    & spielen… Ein Spiel…

    Spiele in der Adventszeit


    Das Spiel heißt: Und sie hatten keine Plätzchen in der Herberge

    Anzahl der Personen: ab 8 Personen ( gerade momentan, gehen bestimmt auch mit weniger)
    Alter: ab 8 Jahren
    Spieldauer: ca. 5-10 Minuten
    Charakter: witzig-spannend, kniffelig, starker Wettbewerb
    Material: für jeden Mitspieler ein „trockenes“ (also richtig trockenes)
    Plätzchen

    „Und sie hatten keine Plätzchen in der Herberge.“ Das war damals. Heute haben wir so viele Plätzchen und Süßigkeiten, dass sie uns manchmal schon zum Halse raushängen. Manche pfeifen auch auf Plätzchen und essen nur Salziges.

    Wir wollen heute pfeifen und Plätzchen essen, und das geht so:
    Zwei gleichstarke Gruppen sitzen sich gegenüber. Jeder Mitspieler bekommt ein trockenes (!!! aber richtig trockenes !!!) Plätzchen in die Hand. Die ersten beiden jeder Gruppe essen ihr Plätzchen auf (kauen, nicht das Plätzchen in einem runterschlucken !!!) und versuchen anschließend zu pfeifen. Der erste, der einen Pfeifton rausbekommen hat – das ist bei so trockenen Plätzchen gar nicht so einfach -, dessen Gruppe kann den zweiten Spieler „ins Rennen schicken“. Dieser steckt sich sein Plätzchen in dne Mund, kaut, schluckt und pfeift. Nach seinem Pfeiton darf der nächste Spieler weitermachen.

    Welche Gruppe ist wohl als erste fertig?

    Vielen Dank an Astrid Geisler


    Andacht zur vierten Advents – Woche 2020

    Schriftwort: Text: Philipper 4, 4-5b (Wochen -spruch)

    Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

    Liebe Leserinnen und Leser!
    Brauchen wir eine Aufforderung zur Freude? In diesen Tagen vor dem Fest 2020, das ein ganz anderes sein wird als alle Weihnachtsfeste, die wir bisher kannten? Was nützt es uns, dass uns jemand aufruft, uns zu freuen, wenn uns ganz anderes zumute ist? Empfinden wir diesen Aufruf dann nicht als unangebracht, ärgerlich und höhnisch? Nun, dem wäre so, wenn ihn ein Mensch von sich gegeben hätte, der das nur mal eben so dahin gesagt hätte. Nach dem Motto:

    Kopf hoch, lach einfach weg, was dich bedrückt!
    Nimm das Leben nicht so schwer, freu dich trotzdem!

    Aber dieser Ausspruch stammt von Paulus, dem Apostel. Als er diese Worte an seine Freunde in Philippi schrieb, saß er selbst in Rom im Gefängnis und wartete auf sein Urteil – Ausgang ungewiss, aber sehr wahrscheinlich würde er das Tageslicht nie wieder sehen, vielleicht sogar zum Tode verurteilt. Hören wir noch einmal genau hin, was er sagt: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“

    Er sagt nicht, lasst Dich nicht so hängen, sondern weist auf seinen, unseren Grund für die Freude hin: Jesus Christus, den Herrn. Freude trotz großen Leidens hat diesen einen Grund:

    Was auch kommen mag, ich gehöre zu Jesus Christus. ER allein ist der, der mir Kraft und Mut schenkt, meinen Weg durch die Zeit zu gehen.

    Der HERR kennt meine Sorgen und Nöte und hört meine Bitten. Das für sich erfahren zu dürfen, ist eine Gnade, ist Advent, der zunächst ganz still und im Hören beginnt.
    Langsam wächst aus dem Hören die Freude, getragen vom Vertrauen in Gottes Liebe und dem Geschenk SEINER Hoffnung. Diese Freude ist ganz anders als die aufgesetzte Heiterkeit und das wenig geistreiche, künstliche Lachen, mit dem manche gute Laune zu verbreiten versuchen.
    Das hält der Wirklichkeit nicht stand und bleibt sofort im Halse stecken, wenn es ersnt wird.
    Das kann der Freude, von der Paulus schreibt, nicht passieren. Im Gegenteil: Sie kann den Menschen das tragen helfen, was sie bedrückt.
    Denn da ist Christus, der mitträgt, der zu uns steht und der auch dann noch einen Weg weiß, wenn unsere Kraft zu Ende geht. In diesem Vertrauen
    gehen wir unseren Weg durch die Krise und werden staunen, welche frohen Momente uns der HERR gerade auch in diesem Jahr schenken möchte.

    Freude drückt sich immer aus in fröhlichen Farben, in leuchtenden Bildern. Das ist bei der Freude im HERRN nicht anders, wie der Schmuckgiebel unter dem kleinen Dachreiter der Wernburger St. Veits Kapelle eindrücklich zeigt. Die liebevollen Restaurationsarbeiten, die noch nicht abgeschlossen werden konnten, brachten farbenfrohe mittelalterliche Verzierungen und sogar zwei Fresken mit figürlichen Darstellungen zum Vorschein. Nicht nur die großen Dome und Münster waren im Mittelalter auch von außen prachtvoll anzusehen. Auch eine ganz kleine Kapelle am Wegesrand wie St. Veit wurde mit viel Liebe zum Detail außen und innen
    zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen künstlerisch gestaltet. In Wernburg kann man noch im Original teilhaben an der Freude der Menschen, die diese Kapelle gestalten ließen.
    An den meisten anderen Orten unserer Gegend wurden die mittelalterlichen Kirchen in der Barockzeit völlig verändert oder sogar abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt. In zahlreichen Dörfern baute man in dieser Zeit nach dem dreißigjährigen Krieg auch erstmals eine
    eigene Kirche.
    Ich erkläre mir diesen „Bau – Boom“ etwa zwischen den Jahren 1675 und 1740 nicht zuletzt mit der Freude im HERRN, die dankbar macht.
    Dankbar für den überstandenen, jahrzehntelangen Krieg, nach dem die Wirtschaft und das Leben wieder auf die Füße kamen, die Menschen
    weniger Angst zu haben brauchten und gelöster in die Zukunft schauen konnten. In allem hatten sie die Bewahrung durch Gottes Liebe erfahren
    – und das wollten sie auch zeigen mit dem Bau ihrer Kirchen, so wie Jahrhunderte vorher die Erbauer der St. Veits Kapelle in Wernburg.
    Und ich frage mich, wie wir unseren Dank dem HERRN erweisen werden, wenn ER uns auch durch die gegenwärtige Krise geführt haben
    wird. Kirchgebäude haben wir ja inzwischen schon fast zu viele. Aber es gibt ja zum Glück auch ungezählte andere Möglichkeiten….

    Gebet:
    Ewiger Gott, Du bist der Grund unserer Lebensfreude.
    Wir danken DIR für die Freude, die wir aneinander haben, in der Gemeinschaft, die wir erfahren.
    HERR, erinnere uns immer wieder daran, dankbar zu sein und zu bleiben, uns an den kleinen Dingen des Lebens zu freuen und anderen mit
    ganzem Herzen Freude zu bereiten.
    HERR, wir bitten DICH für alle Menschen, dass sie DEINE Liebe und Treue erfahren können, für die Kinder, die in diesen Tagen voller Erwartung
    sind und sich aus vollem Herzen auf das Fest freuen.
    HERR, wir bitten DICH für alle Menschen, die bis zur Erschöpfung und oft auch darüber hinaus in den Krankenhäusern und in der Pflege ihre
    Arbeit tun in dieser Krisenzeit. Schenke ihnen Kraft und lass sie in allen Herausforderungen ihren Dienst mit Freude tun können.
    HERR, wir bitten DICH für alle, die gefangen sind in Sorgen und Zweifeln, die trauern um einen lieben Menschen. Wecke in ihnen neu den Mut und die Freude am Leben.
    HERR, komme DU mit DEINEM Heil in unsere unheile Welt und schenke uns ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest.
    Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen

    Beten wir das Vaterunser.

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige
    Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    AMEN

    Foto: J.Reichmann

    Vielen Dank an Pfarrer Jörg Reichmann Pößneck

  • Adventskalender

    Türchen 22 | 22. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Das Esel – Lied… Ein tolles Lied nicht nur für Kinder…

    Eine Geschichte über das Schenken…


    Das Esel Lied!

    Heute präsentieren wir Euch ein etwas anderes Weihnachtslied, nicht nur für Kinder …

    Vielen Dank an Astrid Geißler


    Eine Geschichte über das Schenken!

    Was schenken Sie sich zu Weihnachten? Die Frage erhält in dieser Zeit ein größeres Gewicht. Statt einander Dinge zu schenken, kann ich mir gut vorstellen, dass einige in diesem Jahr neue Wege gehen wollen: dass sie einander jetzt Nähe und Zeit schenken würden, wenn sie es könnten. Sich treffen, beieinander sein, miteinander feiern, essen und trinken, singen und spielen ohne Angst, ohne Abstandsregelungen- wer sehnt sich nicht danach? Wir haben in den vergangenen Monaten erfahren, wie wichtig das für`s Leben ist und wie schmerzlich wir vermissen, leibhaftig, ungezwungen und einander lebendig begegnen zu können.

    Und dennoch: Wie kaum sonst im Jahr spielen Geschenke an Weihnachten eine große Rolle. Woher kommt das eigentlich? Christen und gläubige Menschen sehen die Ursache darin, dass Gott seinen Sohn als Geschenk für uns Menschen gab. Aus der Freude darüber beschenken sich Menschen. Andere sehen diesen Brauch darin begründet, dass die drei Weisen aus dem Morgenland dem neugeborenen Jesuskind Geschenke brachten.

    Ursprünglich aber war das Weihnachtsfest nicht mit Geschenken verbunden. Früher gab es die am Nikolaustag (6.Dezember) zur Erinnerung daran, dass Nikolaus mit seinen Gaben, Bedürftigen und Notleidenden helfen oder auch Menschen eine Freude bereite wollte. Martin Luther hat diesen Brauch auf das Weihnachtsfest verlegt.

    Seither beschenken Menschen einander an Weihnachten. Manche tun es aus Routine und Tradition, oder weil sie etwas bekommen oder auch erwarten, manche aus Dankbarkeit, andere aus geschäftlichen Gründen oder um sich einen besonderen Einfluss zu sichern. Schenken kann ich aus vielerlei Impulsen heraus. Der Beschenkte weiß sich beachtet und spürt, dass er gemocht wird, dass andere an ihn denken. Auch das ist ein möglicher Grund, mit einem Geschenk einem Menschen zu sagen, dass er wichtig und wertvoll ist. Wer aber nicht nur geben, sondern schenken will, beschäftigt sich natürlich mit dem, den er beschenken möchte. Was könnte zu ihr passen? Was könnte ihm gefallen? Fragen, die schwer in den letzten noch verbleibenden Tagen bis zum Fest bis ins Letzte auszuloten sind. Was allerdings wichtig bei allem ist, das sagt ein Sprichwort aus Afrika: Das Herz ist es, das schenkt. Die Hände geben nur her. Lassen wir unser Herz sprechen, wenn wir einander eine Freude bereiten wollen in diesen Tagen.

    Joachim Ringelnatz hat es in seinen Versen auf den Punkt gebracht:

    Schenke groß oder klein,
    aber immer gediegen.
    Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
    sei dein Gewissen rein.

    Schenke herzlich und frei.
    Schenke dabei,
    was in dir wohnt
    an Meinung, Geschmack und Humor,
    so dass die eigne Freude zuvor
    dich reichlich belohnt.

    Schenke mit Geist ohne List.
    Sei eingedenk,
    dass dein Geschenk-
    Du selber bist.

    Vielen Dank an Ute Thalmann


  • Adventskalender

    Türchen 21 | 21. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Heute basteln wir einen Papierstern. Viel Spaß beim Nachmachen…

    Eine Adventsandacht aus Ranis zum 21.12.2020. Erfahrt mehr über die Geschichte unserer Weihnachtsbräuche…


    Wir basteln einen Weihnachtsstern!

    Heute basteln wir wieder einmal einen tollen Weihnachtsstern…

    Vielen Dank an Lina Heintz


    Adventsandacht aus Ranis

    1. Adventswoche 21. Dezember in Ranis

      Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet die vierte Kerze brennt!
      Gott selber wird kommen, er zögert nicht. Auf auf ihr Herzen und werdet licht!

      Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr.

      Heute steht für uns der Weihnachtsbaum ganz im Mittelpunkt, was wäre dennWeihnachten ohne diesen besonderen Schmuck in unseren Stuben. Für mich ist er ein Zeichen, dass mit Jesus und seiner Geburt der Weg zu Gott und sein Reich offen ist, wie in dem Weinhachtslied ” Lobt Gott ihr Christen alle gleich in seinem höchsten Thron”. Dort lese ich in der letzten Strophe: “Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis!” Im ersten Mosebuch wird beschrieben, wie Adam und Ava nach dem Sündenfall aus dem Paradies gejagt werden und dieser Ort seitdem verschlossen ist. Sie hatten davor vom Baum der Erkenntnis gegessen und wußten seitdem von Gut und Böse. Dafür ist der Apfel ein Symbol geworden. Aber Jesus hat alles Böse der Welt mit seinem Leben und Sterben überwunden und der Cherub, der Bewacher, steht nicht mehr vor der Himmelstür .Und deshalb dürfen wir zu Gott kommen, und deshalb dürfen wir ins Weihnachtszimmer zum Christbaum. Und da hängen dann auch rote Äpfel als Zeichen für das Leben. Für das neue Leben steht die Farbe rot.

      Allerdings gibt es den Weihnachtsbaum als Zeichen erst seit 1539. Er wurde in Straßburg erstmal urkundlich erwähnt, durchgesetzt hat sich der Weihnachtsbaum in unserem Land erst vor etwa 200 Jahren. Ein wichtiger Schmuck sind die roten Kugeln. Sie sollen an die großzügigen Geschenke der Weisen aus dem Morgenland erinnern. In den Gaben sollen sich die Geber selbst darbringen. Und so erinnern uns die bunten Kugeln daran, dass unser Dank an Gott nicht in irgendwelchen Luxusgütern bestehen soll, sondern darin, dass wir unser Leben und uns selbst in seinen Dienst stellen. Da geht es vor allem um Echtheit und Einfachheit. Im Stall in Bethlehem war es auch einfach und schlicht. Jesus kam nicht in einem prächtigen Palast auf die Erde, sondern in Bethlehem in einer Futterkrippe. So erinnern uns die Strohsterne am Baum an den Stern über Bethlehem und das Stroh in der Krippe.
      An manchem Weihnachtsbaum hängen auch Ketten aus Papier oder Stroh. Dieser Brauch stammt aus Toledo.

      In einer der Kirchen der einstigen spanischen Hauptstadt sind noch heute Ketten zu sehen, mit denen einst aufrechte Christen angekettet waren. Wenn die Christen losgekauft wurden, hängten sie zum Zeichen des Dankes ihre Ketten in der Kirche auf. Wir können heute sagen, dass Jesus uns von den Ketten der Sünde befreit hat.

      Und wenn wir dann zu Weihnachten die bunten Kerzen am Baum entzündet haben werden, wird es uns warm ums Herz, grad jetzt in dieser dunklen Jahreszeit mit Corona. Kerzen erzeugen warmes und intensives Licht, das Kraft, Frieden und Besinnung schenkt. Und die Kerzen sind ein Symbol für Christus, der mit seiner Geburt die Finsternisse der Welt erhellt, der neues Leben schenkt.

      Er hat sich aufgeopfert mit seinem Leben und Sterben für uns Menschen und zu unserem Heil ist er von Gott zu uns gekommen. Das ist Grund zur Freude und zum Gotteslob.

      So stimme ich ein in das Lied:

      1 “Lobt Gott ihr Christen allegleich in seinem höchsten Thron,
      der heut schleußt auf sein Himmelreich und schenkt uns seine Sohn.
      2 Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein,
      er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein.
      5 Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein!
      Wie könnt es doch sein freundlicher, das herze Jesulein!
      6 Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradies,
      der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis!”

      Gebet:

      Guter Gott, danke für alle Zeichen und Symbole für das Weihnachtsfest, sie helfen uns auf das Wichtigste zu
      schauen, denn sie sind Sinnzeichen für Dein Kommen in unsere Welt. Und diese Welt ist oft dunkel und
      schlicht. Bitte Gott, lass uns ein Licht leuchten durch Jesus Christus und seine Geburt in Bethlehem. Amen.

      Weihnachtssegen:
      Der Segen der Krippe – Gottes Schöpfung ringsherum.
      Der Segen der Hirten – Männer Gottes mitten im Leben.
      Der Segen der Engel – frohe Botschaft für alle Menschen.
      Und der Welt Frieden sei mit dir jetzt und alle Zeit!


      Vielen Dank an Ursula Wolf


  • Adventskalender

    Türchen 20 | 20. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Weihnachtskarte selbst gemacht…

    Weihnachtsbrief 2020 – KGV Krölpa-Öpitz


    Hinweis:

    Heute Abend findet ein Adventsgottesdienst “…denn sie hatten keinen Raum” u.a. mit Heinrich Bedford-Strohm online statt!

    Also So, 20.12., um 19 Uhr
    Hier kann man sich zur Teilnahme anmelden… (klicken)


    Macht Euren Lieben eine Freude – Weihnachtskarten selbst gemacht!

    In Zeiten moderner Technik ist das Karten Schreiben etwas aus der Mode gekommen- aber warum nicht, wenn Weihnachten in diesem Jahr anders wird, auch anders grüßen. Ich erinnere mich an meine Studienzeiten- da haben wir die Weihnachtskarten an einem Strick aufgehängt und hatten sie – und natürlich auch die Menschen, die sie geschrieben hatten, im Blick. Es hat nicht nur das Zimmer geschmückt, sondern uns auch Freude gebracht, weil wir sie immer wieder angesehen haben. Da gab es auch Karten darunter, die waren selbst gebastelt.

    Eine Möglichkeit, eine Karte selbst zu basteln, stelle ich jetzt vor:

    Das ist nötig:

    1 Postkarte ( die gibt es im 10-er Pack in den Postfilialen) oder fester Karton in der Größe einer Postkarte

    1 Kaffeesieb aus Metall

    1 Flachpinsel (min 1cm breit) oder alte Zahnbürste

    Wasserfarben (Temperafarben oder Farbkasten)

    verschiedene Motive: Scherenschnittengel/ Krippe,

    Sterne, getrocknete Blumen, Efeu – und Stechpalmenblätter

    etwas Folie zum Abdecken des Tisches oder alte Zeitungen

    So wird’s gemacht:

    1.Legen Sie die Motive auf die Karte!

    2. Geben Sie dickflüssige Farbe auf das Sieb!

    3. Übertragen Sie die Farbe/n (es können auch mehrere verschiedene Farben sein)

    mit dem Pinsel oder der Zahnbürste auf die Karte.

    4. Lassen Sie alles gut trocknen.

    … und dann schnell geschrieben und ab zur Post… damit es noch Weihnachten ankommt.

    Übrigens:

    Auch Worte können Geschenke sein: Überlegen und formulieren Sie, was sie auf die selbstgebastelten Karten schreiben werden.


    Weihnachtsbrief 2020 – KGV Krölpa-Öpitz

    Liebe Gemeindemitglieder*innen,

    liebe Freunde unserer Kirchen, in diesem Jahr erleben wir miteinander viele Veränderungen und der erneute Lockdown lässt in manchem wieder Ängste und Sorgen aufkommen im Blick auf die eigene Gesundheit, aber auch auf das Auskommen und die Zukunft.
    Unter uns gibt es Menschen, die immens herausgefordert sind durch die äußeren Umstände. Die Älteren leiden unter Einsamkeit, die sich durch die Einschränkung der Kontakte ergibt.

    Mitten in dieser Zeit feiern wir Weihnachten – für manche Familie das Fest im Jahr, das mit vielen Sehnsüchten und Wünschen, nicht nur nach Harmonie, Verständnis und Frieden, sondern auch mit der Vorstellung von Sich -Nahe – Sein verbunden ist. Wir spüren alle, auch nach dieser Adventzeit, die so anders war, als wir es gewohnt waren, dass auch das Weihnachtsfest in diesem Jahr ein anderes sein wird. Familien organisieren sich neu, versuchen verantwortlich, achtsam und rücksichtsvoll – auch gegenüber der älteren Generation zu sein, obgleich es für die meisten dazugehört, sich in der Familie, wenn auch nicht immer spannungsfrei, zu treffen und miteinander zu feiern.

    Wie in anderen Kirchengemeinden wird es auch bei uns die vertrauten Christvespern mit Krippenspiel in diesem Jahr nicht geben. Wir nehmen Rücksicht auf Menschen, die gefährdet sind und auch auf Menschen, die in dieser Zeit für unser Wohlergehen arbeiten und bereits an die Grenzen ihrer Kräfte kommen.

    Die Weihnachtsgeschichte (Lukasevangelium Kapitel 2,1ff) aber kann uns Hilfe und Begleitung in dieser Zeit sein. Noch bevor Maria und Josef sich auf den Weg nach Bethlehem machen, erfährt Maria, dass sie schwanger ist. Ihr wird angesagt: „Fürchte dich nicht!“ Hab keine Angst vor der neuen Situation und vor den Veränderungen, die es geben wird! – Das sagt ihr und auch uns heute ein Bote von Gott zu. „Der Herr ist mit dir!“ Selbst, wenn es uns vielleicht manchmal vorkommt, als seien wir von allen verlassen – gilt dies auch uns: „Lass dich nicht entmutigen, Gott wird begleiten, selbst in schwieriger Situation!“ In solchem Vertrauen machten sich auch Maria und Josef auf den Weg. Und sie kamen schließlich in Bethlehem an und fanden, nachdem sie mehrmals abgewiesen wurden, dann doch ein Nachtquartier in einem Stall. Mitten in der Nacht wurde dort Jesus geboren, dessen Name schon sagt: Gott hilft. Abseits von allem Trubel, von Geschenkebergen, gutem Essen und dem, was wir vielleicht noch mit Weihnachten verbinden, kommt er zur Welt, ohne Verwandtschaft und Freunde in der Ärmlichkeit eines Stalles. Unfertig und provisorisch war es, ungewohnt und fremd, eben alles andere als strahlend und vollkommen. Und mitunter werden wir dem auch gewahr unterwegs in unserem Leben: diesem ärmlichen Stall. Gerade dort aber will uns Gott nahe kommen, teilt er in Jesus unser Leben. Darum feiern wir Weihnachten.


    Menschen nehmen es wahr, wenden sich ihm zu, wagen zu vertrauen. Und sie erfahren, wie Licht aufstrahlt in ihrer Nacht, wie es plötzlich hell wird, wie Hoffnung und Zuversicht wächst, selbst dort, wo es vielleicht unvorstellbar war. Hirten waren die ersten, die es entdeckten und spürten, die sich aufmachten, um das Kind in der Krippe zu finden. Und tatsächlich- sie wurden fündig und von Freude erfüllt.


    „Gott wohnt dort, wo man ihn einlässt.“ So lautet ein geflügeltes Wort von Martin Buber. Und so möchte ich Sie einladen, sich für das Wunder der Weihnacht in diesem Jahr besonders zu öffnen – beiliegend zu diesem Brief ist ein Leporello – darauf finden Sie die Weihnachtsgeschichte, ein Bild mit Betrachtung und einige bekannte Weihnachtslieder, die Sie über einen QR – Code (mittels einer App, die Sie auf Ihr Smartphone laden können) hören und miteinander singen können. Feiern Sie so miteinander die Geburt Christi daheim, ohne Angst vor Ansteckung oder Gefährdung und im vertrauten Kreis Ihrer Lieben. Probieren Sie es aus und wagen Sie neue Schritte. „Fürchtet euch nicht!“- sagt der Bote uns zu. Es ist nicht schlimm, wenn sie zaghaft sind. Viele Menschen werden das mit Ihnen tun, werden sich öffnen für das Wunder der Heiligen Nacht. Bereits der Kirchenlieddichter und Mystiker Angelus Silesius (+1677) erkannte: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, so bleibst noch ewiglich verloren.“ Weihnachten hat etwas mit unserem Inneren zu tun. Weniger mit dem äußeren Schein. Mögen wir uns öffnen dafür, dass Gott auch in dieser Zeit erfahrbar wird – Mensch wird und mit uns dieses Leben teilt.


    Unsere Kirchen sind am 24.12.20 nachmittags zur persönlichen Andacht geöffnet. Die Gottesdienste an Weihnachtstagen finden wie im Gemeindebrief ausgeschrieben, statt. Auf unserer ökumenischen Webseite http:im-glauben-vereint.de können Sie u.a. ein Krippenspiel des Kinderkreises Krölpa und Segenswünsche der Region ansehen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest- bleiben Sie gesund und behütet!

    Ihre Pastorin Ute Thalmann
    im Namen der Gemeindekirchenräte


  • Adventskalender

    Türchen 19 | 19. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Bastelt doch einmal ein tolles Schneemannglas…

    Gedanken zum bevorstehenden 4. Advent…


    Schneemannglas basteln!

    Ihr benötigt – Material:
    • Glas
    • Teelicht
    • Kunstschnee und Flüssigleim oder
    weiße Farbe und Pinsel
    • Wackelaugen und Filz (oder
    Buntpapier)

    Und so geht`s:
    ➢ Glas mit Flüssigleim bestreichen und Kunstschnee darüber streuen
    (alternativ kann das Glas auch mit weißer Farbe angemalt werden)
    ➢ Schneemannglas mit Augen (Wackelaugen oder Buntpapier) und einer Nase aus Filz oder
    Buntpapier verzieren
    ➢ Teelicht in das Glas stellen
    ➢ Fertig

    Vielen Dank an Maren Sell


    Gedanken zum bevorstehenden 4. Advent…

    Wege zur Weihnachtsfreude

    Wir lesen und hören auf das Gebet einer Frau, auf Maria,
    die Gott in ihrem Leben auf wunderbare Weise erfahren hat,
    eine Frau, die er bestärkt und begleitet hat
    selbst in einer völlig neuen, unvorstellbaren Situation:

    Eine Ermutigung an uns, mit ihm und seinen verwandelnden Wirken auch in diesen Tagen zu rechnen:

    Da sagte Maria:

    Ich lobe den Herrn aus tiefsten Herzen. Alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter.

    Denn er wendet sich mir zu, obwohl ich nur eine unbedeutende Dienerin bin.

    Sieh doch:

    Von jetzt an werden mich alle Generationen glückselig preisen.
    Denn Gott, der mächtig ist, handelt wunderbar an mir.

    Sein Name ist heilig.

    Er ist barmherzig zu denen, die ihn ehren und ihm vertrauen- von Generation zu Generation.

    Er hebt seinen starken Arm und fegt die Überheblichen hinweg.

    Er stürzt die Machthaber vom Thron und hebt die Unbedeutenden empor.

    Er füllt den Hungernden die Hände mit guten Gaben und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.

    Er erinnert sich an seine Barmherzigkeit und kommt seinem Diener Israel zu Hilfe.

    So hat er es unseren Vätern versprochen: Abraham und seinen Nachkommen für alle Zeiten!“

    (Basisbibel: Lk. 1,46-55)

    Angelus Silesius (* 25.12.1624 – + 9.07.1677), Arzt, Philosoph und Mystiker – mit bürgerlichen Namen: Johannes Scheffler fragt in seiner Schrift: Cherubinischer Wandersmann (1657) – Christen auf ihre innerliche Haltung – auch im Blick auf die Nöte seiner Zeit an:

    Der Himmel senkt sich, er kommt und wird zur Erden.
    Wann steigt die Erd empor und wird zum Himmel werden?

    Wird Christus tausend Mal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, so bleibst noch ewiglich verloren.

    Erweitere dein Herz, so gehet Gott darein:

    Du sollst sein Himmelreich, er will dein König sein.
    Weihnachten fängt in mir und in Ihnen an, wenn ich- und Sie sich dafür öffnen.

    Ich wünsche Ihnen besinnliche Tage bis zum Fest!

    Ute Thalmann, Pastorin


  • Adventskalender

    Türchen 18 | 18. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Ein etwas anderes Weihnachtsrätsel für Kleine und Große!

    Und noch ein Rätsel für die ganze Familie :-)!


    Ein etwas anderes Weihnachtsrätsel…

    Ein etwas anderes Weihnachtsrätsel für Kleine und Große

    Das Geschenk ( von Sonja Matthes) – gefunden in: Weihnachten: Spielen und Erzählen

    Ein alter Mann wohnte am See. Ein alter anderer Mann wohnte am Waldrand. Im Herbst wurde der Mann am See schwer krank. Da kam der Mann vom Wald und besuchte ihn und brachte ihm jedes Mal ein kostbares Geschenk. Der Mann am See freute sich darüber. Bald wurde er wieder gesund. Zur Weihnachtszeit traf`s den Mann am Waldrand. Krank lag er in seiner Hütte. Jetzt war es umgekehrt. Wenn auch langsamen Schrittes, so kam doch jeden Tag der Mann vom See und besuchte den kranken alten Mann. Täglich brachte er ein Geschenk mit. Und es war genau dasselbe, dass sein Freund ihm im Herbst gegeben hatte. Schließlich konnte auch der Mann am Waldrand das Bett wieder verlassen. Und die beiden Männer gingen hinaus, wanderten geruhsam ein Stück Wegs durch den Wald oder am Ufer des Sees. Beide empfanden tiefe Freude über das Geschenk.

    Was war`s , was sie sich gegenseitig brachten? Sie hatten es in keinem Geschäft gekauft. Man kann es gar nicht kaufen. Es wird auch nicht eingehüllt in buntes Seidenpapier. Die beiden Männer trugen es nicht bei sich, wenn sie sich besuchten, sondern in sich. So konnten sie es nicht verlieren. Es war ein so großes Geschenk, dass kein Stück Papier der Welt ausgereicht hätte, es darin einzuschlagen.

    Was war`s?

    Vielen Dank an Ute Thalmann


    Familienrätsel zum Advent

    Vielen Dank an Astrid Geisler