Andachten | Texte

  • Andacht für Sonntag Invocavit, 21. Februar 2021, 1. Sonntag der Passionszeit
    Vor einem Jahr hätte sich wohl kaum jemand vorstellen können, dass die Pandemie auch jetzt noch bestimmend ist für unseren Alltag. Doch es ist wahr: Auch in der Passionszeit 2021 erleben wir weiter Einschränkungen und das Virus ist weiterhin eine Gefahr. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind ebenso in besonderem Maße geboten wie Geduld und Unterstützung für die von der Krise besonders hart Betroffenen – und ebenso auch geistliche Stärkung, die Halt und Orientierung geben kann, weil sie erinnert, dass Jesus gerade auch die schweren und harten Wege unseres Lebens mitgeht. Deshalb möchte ich mit Ihnen an den Sonntagen und in den Wochen der Passionszeit nachdenken über die Stationen SEINES Leidensweges. Den „Kreuzweg“, wie er auch genannt wird, begehen wir in der Regel am Karfreitag in sieben oder auch vierzehn Stationen, zeitlich recht eng gefasst. In diesem besonderen Jahr lade ich Sie ein, sich mehr Zeit zu nehmen und den Gedanken vielleicht noch intensiver nachzuspüren. Wir beginnen mit der ersten Station:
  • Andacht für Sonntag Estomihi, 14. Februar 2021
    Bei dir, Herr, habe ich Zuflucht gefunden. Lass mich nie in Schande geraten! Erweise mir deine Treue und rette mich!
  • Andacht zur Woche vom 7. – 13. Februar 2021
    In welcher Zeit leben wir eigentlich? Diese Frage stellt für gewöhnlich jemand, der nach der Uhrzeit fragt. Aber sie passt auch für das Kirchenjahr. Denn dann hieße die Antwort: Augenblicklich leben wir in einer Zwischenzeit – zwischen Weihnachten und Fastenzeit. Eigentlich haben wir jetzt die Hochsaison für Karnevalisten – außer in diesem Corona – Jahr. Da ist es durch die Pandemie gezwungenermaßen viel stiller in dieser Zeit. Nun sagen viele, dass man Gottes Stimme viel leichter hören kann in der Stille. Wenn nichts ablenkt, wenn niemand dazwischen plärrt, sei ER besser zu verstehen. Das ist in der Regel wohl auch so. Ruhe und Einkehr, Stille und Lauschen gehören zusammen. Es gibt klösterliche Gemeinschaften, die sich das Schweigen und die Stille zur regel gemacht haben und auch zu Schweigewochen einladen. Wer das einmal erlebt hat, ist in der Regel tief beeindruckt.
  • Andacht zum Sonntag Sexagesimae, 7. Februar 2021
    Eine große Volksmenge versammelte sich um Jesus und aus allen Orten strömten die Leute zu IHM. Da erzählte ER ihnen ein Gleichnis: Ein Bauer ging aufs Feld, um seine Saat auszusäen. Während er die Körner auswarf, fiel ein Teil davon auf den Weg. Die Körner wurden zertreten und die Vögel pickten sie auf. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden. Die Körner gingen auf und vertrockneten sofort wieder, weil sie keine Feuchtigkeit hatten. Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln. Die Disteln gingen mit auf und erstickten die junge Saat. Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden. Die Körner gingen auf und brachten sofort hundertfache Frucht. Dann rief Jesus noch: Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören. (Übersetzung Basis Bibel)
  • Andacht zur Woche vom 1. – 6. Februar 2021
    Das Jahr schreitet voran. Der Januar liegt bereits hinter uns und endlich wird es wieder merklich heller. Die Tage werden länger und tatsächlich: Wenn die Sonne einmal scheint, dann wärmen ihre Strahlen schon ein wenig. Ihr Licht weckt die Sehnsucht auf den Frühling, gerade in unserer sorgenvollen Zeit. Gut, wenn zum stärker werdenden Licht auch ein stärkendes, verheißungsvolles Wort hinzukommt wie der Monatsspruch aus dem Lukasevangelium. Es spricht unsere Sehnsucht an, dass unser Leben einen Sinn haben möge und dass jede und jeder einen Platz habe im Leben und darüber hinaus. Und dabei ist es völlig zweitrangig, was einer kann oder was eine leistet oder wie sich jemand die Welt versucht zu erklären. Denn Jesus Christus sagt die Worte „Freut euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.“ zu seinen Jüngern. ER sagte sie zu jenem bunt zusammengewürfelten Trupp von Menschen, die ER auf den Weg des Glaubens gerufen hatte. Die zu ihm kamen mit den unterschiedlichsten Begabungen und zahlreichen Ecken und Kanten, mit ihren Hoffnungen, ihren Ansichten, Erwartungen und Zweifeln.
  • Andacht zum Letzten Sonntag nach Epiphanias, 31. Januar 2021
    Wir haben euch ja angekündigt, dass unser HERR Jesus Christus machtvoll wiederkommen wird. Und dabei haben wir uns nicht auf ausgeklügelte, erfundene Geschichten gestützt. Sondern wir haben mit eigenen Augen SEINE wahre Größe gesehen. Von Gott, dem Vater, empfing ER SEINE Ehre und Herrlichkeit – aus der majestätischen Herrlichkeit Gottes kam eine Stimme zu IHM, die sagte: „Das ist MEIN geliebter Sohn, an IHM habe ICH Freude,.“ Diese Stimme haben wir selbst gehört. Sie kam vom Himmel her, als wir mit Jesus auf dem heiligen Berg waren. So gewinnen die prophetischen Worte für uns noch an Zuverlässigkeit. Und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet. Denn diese Worte sind wie ein Licht, das an einem finsteren Ort brennt – bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht. (Übersetzung Basis Bibel)
  • Andacht zur Woche vom 24. – 30. Januar 2021
    Pass auf und achte gut auf dein Leben! Vergiss die Ereignisse ja nicht, die du mit eigenen Augen gesehen hast! Behalte sie ganz fest in deinem Herzen dein ganzes Leben lang! (Übersetzung: Basis Bibel)
  • Andacht zum 3. Sonntag nach Epiphanias, 24. Januar 2021
    Ein schönes Bild, das uns der Spruch für die Woche vor Augen stellt. Der Traum aller Missionare! Aber es will leider so gar nicht in unsere Zeit passen. Denn zum einen dürften wir sie ja gar nicht alle auf einmal reinlassen, die Menschen aus den verschiedenen Regionen. Die Teilnehmerzahl bei Gottesdiensten ist auf 25 beschränkt und sich am Tisch des HERRN zu versammeln wäre im Angesicht der Pandemie auch keine wirklich gute Idee.
  • Andacht zum 2. Sonntag nach Epiphanias, 17. Januar 2021
    Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.
  • Andacht zur Woche vom 10.-16.1. 2021 (erste Woche der ökumenischen Gebetswochen in unserer Region)
    Wenn eure Kinder später fragen, wozu all die Weisungen, Gebote und Rechtsbestimmungen gut sind, die ihr vom HERRN, eurem Gott, bekommen habt, dann gebt ihnen zur Antwort: »Als Sklaven mussten wir dem König von Ägypten dienen, doch der Herr befreite uns mit seinem starken Arm. ER hat uns befohlen, IHN, unseren Gott, ernst zu nehmen und alle diese Gebote zu befolgen, damit es uns gut geht und ER uns am Leben erhalten kann, wie das heute tatsächlich der Fall ist. Unser Tun findet beim HERRN Anerkennung, wenn wir alles genau befolgen, was ER, unser Gott, uns befohlen hat.«
  • Andacht zu Epiphanias (Heilige Drei Könige – 6. Januar 2021)
    am Mittwoch ist der „Dreikönigstag“, im evangelischen Festkalender „Epiphanias“ genannt, griechisch für „Erscheinung des HERRN“. Für die katholischen Mitchristen ist dieser Tag ein hoher Feiertag. Erst recht für die orthodoxen Kirchen, die nach ihrer Tradition jetzt erst die Geburt Christi feiern. In der evangelischen Kirche steht dieser Festtag leider im Schatten. Die jahrhundertelange Tradition der Abgrenzung der Konfessionen voneinander hat hier sehr deutlich ihre Spuren hinterlassen.
  • Andacht zum 4. Adventssonntag
    Du aber, HERR, regierst für immer, jetzt und in allen künftigen Generationen wird man DICH ehren. DU sollst dich aufmachen und DICH der Stadt Zion voll Erbarmen zuwenden, denn es ist an der Zeit, ihr gnädig zu sein. Ja, der Zeitpunkt dafür ist gekommen.
  • Andacht zum 3 . Adventssonntag
    Heute feiern wir den dritten Advent und spätestens jetzt beginnt der Endspurt auf Weihnachten. Da ändert auch die Pandemie kaum etwas daran. Sie macht das Ganze nur deutlich anstrengender als es so schon immer war. In der Familie ist jetzt viel zu planen, zu entscheiden, um das Fest oder besser: die Reihe der Festtage so gut es geht vorzubereiten.
  • Andacht zum 2. Adventssonntag 2020
    Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.
  • Advent 2020 – still – erwartungsvoll und ganz anders
    Der 1. Advent steht vor der Tür – und er wird ganz anders als üblich. Das traditionelle Adventmärktchen, in diesem Jahr das 14. musste schweren Herzens abgesagt werden, das Konzert mit „Vocalitas Krölpa“ ebenfalls. Von alters her ist die Adventszeit im Grunde eine stille Zeit, früher war sie sogar Fastenzeit. Da wurde bewusst verzichtet. Vom Martinstag an bis zum Weihnachtsfest haben die Menschen keine großen Festessen veranstaltet. Die Martinsgans war wohl der letzte Braten vor dem Fest. Jetzt scheint es ähnlich. Früher – und ich erinnere mich noch an meine Kindheit – hat man in den Familien „Dämmerstunden“ gehalten, da wurden Kerzen entzündet und man hat bei einem Tee Geschichten erzählt oder vorgelesen. Manchmal saßen wir mit den Großeltern zusammen und haben Strümpfe oder anderes gestrickt oder etwas gebastelt, kleine Geschenke für das Weihnachtsfest. Ich liebte diese Zeit, denn da hatten auch die Eltern Zeit für uns Kinder. Manchmal haben wir auch ältere Leute im Dorf besucht, ihnen von den selbstgemachten Plätzchen mitgebracht, an solchen Nachmittagen wurde auch miteinander gesungen. Es war eine heimelige Zeit- voller Erwartungen. In den Familien wurde vieles vorbereitet in dieser Zeit, Plätzchen und Stollen wurden gebacken und Päckchen gepackt. Oft gingen wir in diesen Tagen auch im Wald spazieren, wo wir Moos und Wurzeln, aber auch Tannenzapfen und Zweige sammelten. Es war ganz selbstverständlich, dass wir die Adventskränze und Gestecke selbst herstellten. Statt der Weihnachtshits aus dem Radio gab es damals noch Schallplatten mit Weihnachtsliedern. Die Adventzeit in diesem Jahr wird ähnlich still werden. Es ist eine Zeit, die wir aber bewusst gestalten können. Anders als die Jahre zuvor, dafür aufmerksamer und achtsamer. Advent (von lat. adventus) heißt Ankunft. Eine erwartungsvolle Zeit in der Gläubige mit der Ankunft Christi eine gerechte Ordnung, das Ende von Krieg und Leid herbeisehnen. Advent lädt mich ein, genau hinzuschauen auf mich und diese Welt, zu warten und zu lauschen, ob sich irgendetwas tut, zu suchen und auf den Weg machen, der Sehnsucht zu folgen und zu staunen, wie sich nicht nur in den Zeichen und Symbolen Himmel und Erde miteinander verbinden. Eine gesegnet Adventszeit wünscht Ute Thalmann!
  • Andacht zur vierten Woche im November 2020
    Gott spricht: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
  • Wort zum Sonntag: Letzter Sonntag im Kirchenjahr – Ewigkeitssonntag, 22.11.20
    Wie leben? Bleibt alles anders? So das Motto der derzeitig laufenden Themenwoche. Fragen, die Menschen bewegen: Wann wird sie aufhören – die Pandemie? Gibt es überhaupt Lichtblicke? Die Nachrichten und Meldungen machen nur wenig Hoffnung. Menschen sind enttäuscht, entmutigt und nicht wenige traurig. Besonders die, die die Einschränkungen am eigenen Leib erfahren, die ihr Einkünfte und ihre Arbeit verloren haben, aber auch die, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen derzeit wieder keine Besuche empfangen dürfen und die, die sich so hoffnungsvoll auf ein Abflauen der Infektionen im Herbst eingestellt hatten und denen es Ansporn zum Durchhalten war.
  • Andacht zum Ewigkeitssonntag
    Als Gott dem Abraham SEIN Versprechen gab, schwor er bei sich selbst. Denn ER konnte ja bei niemand Größerem schwören. ER versprach: „Ich will dich mit MEINEM Segen segnen und dir zahlreiche Nachkommen geben.“ So wartete Abraham geduldig und erhielt die versprochene Gabe.
  • Andacht zum Buß – und Bettag, 18. November 2020,
    Was soll mir die Menge eurer Opfer?, spricht der HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes von Mastkälbern und habe kein Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke.
  • Andacht zum Reformationstag 31.10.2020
    Höre, Israel, der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.
  • Novembergedanken:
    Novembergedanken: Grau ist er – kalt – Regen und Wind treiben die letzten Blätter vor sich her. November – nicht geliebt – weil er an Abschied erinnert: das Kirchenjahr neigt sich dem Ende entgegen, das Jahr auch.
  • Erntedank 2020
    Da die Menschen nichts zu essen hatten,rief Jesus die Jünger zu sich.Er sagte zu ihnen:2»Die Volksmenge tut mir leid.Sie sind nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen.3Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke,werden sie unterwegs zusammenbrechen –denn einige sind von weit her gekommen.«4Seine Jünger antworteten ihm: »Wo soll in dieser einsamen Gegend das Brot herkommen,um diese Leute satt zu machen?«5Und er fragte sie:»Wie viele Brote habt ihr?« Sie antworteten:»Sieben.«
  • „Fahre hinaus, wo es tief ist…“
    Gedanken zum nächsten Sonntag: 12.07.20
  • Andacht zum 2. Sonntag nach Trinitatis, 21. Juni 2020
    Jesus spricht: „Kommt her zu mir, die ihr müde seid und ermattet von der übermäßigen Last! Aufatmen sollt ihr und frei sein. Fügt euch dem Willen Gottes, wie ich mich ihm füge. Ich herrsche nicht über euch, sondern gehe mit euch den unteren Weg. Ihr werdet den Frieden finden. Was ich euch zumute, ist nicht hart, und was ihr tragen sollt, nicht schwer.“ (Übersetzung: Jörg Zink)
  • Andacht zum 1. Sonntag nach Trinitatis
    Mit dem 1. Sonntag nach Trinitatis beginnt im Kirchenjahr nach evangelischer Tradition die so genannte „Zeit ohne Feste“, die erst mit dem Ewigkeitssonntag endet. Diese lange Frist bis dahin (23 Sonntage in diesem Jahr) wird dadurch strukturiert, dass jedem Sonntag ein eigener inhaltlicher Schwerpunkt zugeordnet ist. Der 1. Sonntag dieser Reihe fordert uns als Christen auf, Gottes Wort nicht nur zu hören, sondern es auch zu leben.