Adventskalender

Türchen 9 | 9. Dezember 2020


In diesem Türchen:

& Spielen! Ein sinnliches Ratespiel !
Eine Anleitung! Adventsdüfte und Gewürze!

Eine Adventsandacht und ein
Hinweis auf den Adventskalender on Tour!


Adventsdüfte und Gewürze (Ein sinnliches Ratespiel)

Adventsdüfte und Gewürze

Die sieben Gewürze des Lebkuchens

(Ein sinnliches Ratespiel)

Du brauchst:

8 leere Joghurtbecker

Butterbrotpapier und Gummiringe

Aniskörner

1 Vanillestange

30 g Nelken

Einige Stangen Zimt

Kardamompulver

Muskatblüte

Orangeatwürfel oder frische Schalen einer Orange

Pfeffer

Und so wird’s gemacht:

Die Becher jeweils mit einer Zutat befüllen.

Butterbrotpapier in Kreise schneiden.

Kleine Löcher in den Butterbrotpapierscheiben stechen.

Mit Gummiringen das Butterbrotpapier auf den Bechern befestigen.

Becher aufstellen. Jeder Mitspieler macht eine Riechprobe.

Dann wird zusammengetragen, welche „Düfte“ erraten wurden.

Danke an Ute Thalmann


Adventsandacht

Andacht zur zweiten Advents – Woche 2020 und „Türchen“ des „Adventskalenders on Tour“ (www.im-glauben-vereint.de) für Mittwoch, den 9. Dezember 2020

Schriftwort: Lukas 21,28 b (Wochenspruch)

Christus spricht: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!

Gedanken zum Schriftwort:

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht! Wie klingen diese Worte Jesu in unseren Ohren im Advent des Pandemiejahres? Hören wir sie anders als bisher? Ehrlich: Da dachten wir doch: Klingt ganz nett, aber wovon sollen wir eigentlich erlöst werden? Uns ging´s doch gut. Wir waren uns sicher, dass das im Wesentlichen auch so bleiben würde. Wohlstand gesichert, medizinische Versorgung nahezu perfekt, persönliche Freiheit fast uneingeschränkt auslebbar – das sind unsere Erfahrungen, die inzwischen zu Ansprüchen geworden sind. Die dunklen Worte Jesu vom Ende der Zeit, die mit SEINER Aufforderung enden, die Köpfe zu heben, waren sehr weit weg von unserer Lebenserfahrung.

Die Entwicklung in diesem Jahr belehrt uns auf drastische Art eines besseren. Die lieb gewordenen Gewohnheiten sind plötzlich gefährliche Risiken für die eigene Gesundheit und die der anderen. Die Pandemie ist notwendigerweise Thema Nummer eins, beherrscht Gedanken und bedrückt die Gefühlslage. Fragen brechen auf: Wie geht es weiter? Was wird noch kommen? Und wird das Leben mal wieder so werden, wie wir es kannten, wenn das Schlimmste irgendwann vorbei ist? Alles Fragen ohne Antworten, Einfallstore für tiefgreifende Ängste und wildeste Spekulationen, weil wir Menschen nun einmal nicht wirklich in die Zukunft schauen können. Immer, wenn wir es versuchen, liegen wir daneben. Die Älteren unter uns erinnern sich bestimmt an die eigene Schulzeit, in der sie die marxistische Theorie von der „gesetzmäßigen Entwicklung“ der Gesellschaft hin zum Kommunismus lernen durften. Der Kommunismus sollte eine Art zukünftiges Paradies auf Erden sein. Und was ist die Wirklichkeit? Der Kommunismus hatte überhaupt keine Zukunft, weil jedes menschengemachte Paradies immer nur für wenige existiert – und nur so lange, bis sich die erheben, zu deren Lasten es errichtet wurde. Der einzige, der sicher sagen kann, was in der Zukunft wirklich geschehen wird, ist der HERR selbst. Und der sagt: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht! Das macht Mut und schenkt Kraft für die Gegenwart mit ihren Herausforderungen und Beschwernissen und hilft uns, die Spuren der Erlösung auch schon heute zu entdecken.

Dazu hilft zum Beispiel auch die kleine tägliche Besinnung mit Hilfe des „Adventskalenders on Tour“ in unserer Region, die am Mittwoch, dem 9.12. in der kleinen St. Veits Kapelle in Wernburg stattfindet.

Gedanken zum Bild:

Die inzwischen liebevoll restaurierte Kapelle St. Veit (lateinisch St. Vitus) liegt direkt an der Durchgangsstraße in Wernburg. Das Gebäude selbst stammt aus dem Mittelalter, aus der Zeit, als der Heilige Vitus oder Veit in der Frömmigkeit des Volkes sehr beliebt war. Da auch Kaiser Otto I. ihn verehrte, wurde er zum Reichsheiligen der Nation. Für viele hundert Kirchen wurde er zum Schutzpatron bestimmt. Die berühmteste davon dürfte der Veitsdom in Prag sein. Aber auch Kapellen wie die in Wernburg tragen seinen Namen. Denn die Legende des Heiligen Vitus erzählt, dass er schon als Kind Wunder tat und bis ins Erwachsenenalter alle Anschläge auf sein Leben durch Wunder überlebte. So wurde er zum Schutzheiligen der Kinder, aber auch der Kranken und half zu guten Ernten und allgemeinen Gedeihen. Kein Wunder also, dass sich die Menschen im unsicheren und beschwerlichen Leben des Mittelalters seines Beistandes vergewissern wollten. Für uns heute ist die Kapelle ein Zeugnis ihres Glaubens, dass menschliches Leben nicht ohne Gottes Beistand gelingen kann. Ob es dazu die Vermittlung eines Heiligen wie St. Veit braucht, mag Ansichtssache sein. Als Vorbild für einen unbeirrten Weg im Glauben trotz heftigster Bedrohungen und Einschüchterungen zählt er über alle Zeiten hinweg. Auch das zeigt für mich die kleine Kapelle mit seinem Namen am Straßenrand in Wernburg. Sie steht wie ein Fels in der Brandung der Gleichgültigkeit unserer Tage.

Gebet:

Ewiger Gott, Du kommst auf uns zu – so hast Du es uns verheißen. Wir hören DEINE Worte Deiner Zukunft mit uns.

Hilf uns HERR, dass DEINE Worte uns stark machen und zeigen, dass unser Leben mehr ist als unsere Erfahrungen, dass DEINE Welt weiter ist als unser Horizont.

HERR, hilf, dass wir die Angst vor der Zukunft verlieren, denn sie gehört allein DIR. Und DU sagst: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!

HERR, wir bitten DICH um Geduld und Vertrauen in DEINE Liebe, die für Gerechtigkeit sorgen wird am Ende der Zeit.

HERR, lehre uns, einander zu stärken, miteinander die Lasten zu tragen und die Freude des Lebens zu teilen. Hilf uns, damit anzufangen. DU wirst es vollenden.

Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen

Beten wir das Vaterunser.

Vater unser im Himmel

geheiligt werde Dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit

Amen

Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

AMEN

Vielen Dank an Pfarrer Jörg Reichmann / Pößneck