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    Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis, 3.Juli 2022

    Text: Johannes 7,37 (Lehrtext der Herrnhuter Losung für den 9. Juli 2022)

    Jesus spricht: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!

    Gedanken zum Text:

    „Durststrecken“ gibt es viele im Leben – das kann jeder bestätigen, der nicht mit einem „goldenen Löffel im Mund“ geboren wurde. Doch auch die „materiell Bessergestellten“ sind nicht davor gefeit. Wir alle kennen Zeiten, in denen die Seele austrocknen kann, weil die Arbeit immer mehr wird oder die Sorgen um die Zukunft ständig wachsen und der Durst nach guten Nachrichten, nach Entlastungen und Friedensbotschaften schon so lange nicht mehr gestillt werden konnte. Wem die Seele ausdörrt, der lebt in der Gefahr, dass ihm das Herz versteinert. Was Menschen mit versteinerten Herzen anrichten können, wenn sie über Waffen oder Energieträger verfügen, das erleben wir gerade in längst vergessenem Ausmaß. Es ist aber weder ehrlich noch angebracht, mit dem Finger nur auf „die da oben“ zu zeigen. Denn die Dürre der Seelen und Herzen begegnet uns im alltäglichen Leben mehr als uns lieb sein kann –
    und Vorsicht! Sie ist mindestens genauso ansteckend wie das Coronavirus. Wer durstig ist, hat meistens auch keine guten Abwehrkräfte, weil der Körper sehr empfindlich auf den Flüssigkeitsmangel reagiert. Mit der Seele verhält es sich entsprechend. So wundert es nicht, dass der Markt überschwemmt wird von Angeboten zur Stillung des Seelendurstes. Vieles soll Wunder wirken, manches ist klebrig und süß,
    anderes ist so schnell durchschaut, dass es schnell langweilig wird. Ob das alles den Durst
    der Seele wirklich stillen kann – nach innerem Frieden, nach Geborgenheit, nach Gerechtigkeit? Durst in diesem Sinne haben zurzeit wohl alle, die auch nur ein bisschen nachdenken über das Leben. Aber auf die Idee, mit ihrem Durst zu Jesus zu gehen, kommen zumindest in unseren Breiten nur wenige. Woran das wohl liegen mag, fragen sich die Experten und finden die verschiedensten Gründe. Vielleicht liegt das ja
    aber auch daran, wie Menschen Kirche und Gemeinde heute erleben. Denn gleich im nächsten Satz nach unserem sagt Jesus im Johannesevangelium: Wer an MICH glaubt, von dem werden Ströme quellfrischen Wassers ausgehen. (Johannes 7,38, Übersetzung Jörg Zink).
    Das kann uns einerseits zu denken geben und andererseits aber auch Mut machen, Gemeindeleben auch unter den gegenwärtigen Herausforderungen einladend zu gestalten.

    Gedanken zum Bild:
    Der Burgsee in Bad Salzungen mit Wasserfontäne und Blick auf die Stadtkirche, das Wasser
    gekräuselt vom frischen Wind – wohl dem, der an diesen heißen Tagen an solch einem kühleren Plätzchen verweilen kann. Kaum zu glauben, dass die Felder und Wälder schon in der näheren Umgebung seit vielen Wochen nach Wasser schrien, hätten sie eine Stimme. „Dürre – Sommer“ ist das passende Wort, der dritte
    nun schon seit 2019 und 2020. Erinnert das nicht an die „sieben fetten und die sieben dürren Jahre“ der Josefsgeschichte im 1. Buch Mose? Natürlich nicht 1:1, denn an fetten Jahren waren es bei uns deutlich mehr als sieben.
    Hoffen wir, dass es nicht entsprechend viele dürre Jahre werden! Schließlich stecken wir mitten drin im „Klimawandel“, wie die Daten und Fakten belegen. Dieser Klimawandel ist nicht der erste und wird nicht der letzte sein.
    Wer überleben will, muss sich anpassen, wie die Erd- und Menschheitsgeschichte zeigt – muss bereit sein, geprägte und lieb gewordene Lebensgewohnheiten und Lebensweisen infrage zu stellen, zu verändern oder gar aufzugeben und sehr viel dazu zu lernen. Werden wir das wollen und können, wo wir doch am liebsten alles zerreden, nur um uns nicht ändern zu müssen? Zumal: Einen „Masterplan“, mit dem
    alle Sorgen vom Tisch wären, gibt es dafür nicht. Den kann kein Politiker und kein Welterklärer aus der Tasche ziehen. Alle entsprechenden Versuche sind krachend gescheitert oder endeten in Katastrophen. Also hilft nur noch beten?! – Das ist überhaupt die beste Idee!
    Denn schließlich geht es um die Zukunft – und die ist nun einmal Gottes Reich. Da kann ER alles richten und wir fast nichts, wenn wir ehrlich sind. Das macht Hoffnung und lässt uns „gottgetrost“ leben, wie es einer der Reformatoren schon vor 500 Jahren treffend ausdrückte.

    Gebet:
    HERR unser Gott, in DEINEM Sohn und durch
    DEINEN Geist bist DU der Grund unserer
    Hoffnung, dass unser Leben einen viel weiteren
    Horizont hat als den unserer alltäglichen Erfah-
    rungen.


    HERR, unser Gott, wir bitten DICH : Gehe uns
    nach, wenn wir DICH aus dem Auge verlieren,
    weil Sorgen und Kummer unseren Blick trü-
    ben. Fang uns auf, wenn wir stolpern auf unse-
    ren Lebenswegen und zu fallen drohen.

    HERR, unser Gott, wir bitten für alle Men-
    schen auf DEINER Welt, deren Heimat durch
    Krieg zerstört wird, die vertrieben werden oder
    fliehen müssen, die ausgebeutet und entrechtet
    werden, um wenige immer reicher zu machen.

    HERR, unser Gott, gib ihnen und uns Zeichen
    DEINER Nähe in Menschen, die bereit sind auf
    unterschiedliche Weise zu helfen, in Menschen,
    die sich unermüdlich für ein friedliches Zusam-
    menleben einsetzen, auch wenn sie dafür von
    den Kriegstreibern und ihren Helfershelfern
    verachtet oder gar verfolgt werden.

    HERR, unser Gott, wir bitten für alle Men-
    schen auf DEINER Welt, die die Orientierung
    verlieren im Geplärr der Stimmen, die auf sie
    einreden, die nur noch nach einfachen Lösun-
    gen suchen. Stille ihren Durst durch DEINE
    vergebende Liebe und lass sie Klarheit in DIR
    finden.


    HERR, unser Gott, wir bitten DICH um DEI-
    NEN tröstenden Geist für alle Traurigen, für
    alle Einsamen und Kranken, für alle, die vor
    Kummer nicht ein noch aus wissen. Schenke
    ihnen neue Hoffnung, die sie tragen kann.

    HERR, unser Gott, wir bitten DICH um DEI-
    NEN klärenden Geist für unsere geplagte Erde,
    die immer noch ausgebeutet und verseucht
    wird, um Luxus und Konsum bis zur Ver-
    schwendung zu treiben. Bewahre Himmel und
    Erde vor unserer Gier und unserem Leichtsinn
    und hilf, dass auch wir dazu beitragen, DEINE
    Schöpfung zu bewahren.

    Erbarmender Gott, erhöre uns.

    Amen.

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    Andacht zum Sonntag Misericordias Domini(Sonntag vom Guten Hirten) 1. 5. 2022

    Text: Sacharja 8,17 (Losung 29. April 2022)
    Keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide;
    denn das alles hasse ICH, spricht der HERR

    Gedanken zum Text:
    Zeiten wie unsere Gegenwart machen nachdenklich, oder? Viel mehr jedenfalls als die un-
    beschwerten Jahre vor der Pandemie und erst recht vor dem Krieg. Die alt Gewordenen wer-
    den schmerzhaft erinnert an bedrohliche oder schreckliche Erfahrungen ihrer Kindertage. Die
    Jüngeren und Jungen sind verunsichert, weil ihnen die Situation völlig fremd ist, in der sie
    sich unvermittelt wiederfinden. Die meisten fragen sich immer wieder, warum es dazu kom-
    men konnte und weshalb wir Menschen scheinbar überhaupt nichts aus unserer Geschichte
    lernen wollen. Gerade das letzte Jahrhundert müsste uns doch gelehrt haben, dass es zum
    Krieg viele Alternativen gibt, zum Frieden dagegen keine. Es scheint Teil unseres menschli-
    chen Wesens zu sein, dass wir das immer wieder vergessen. Dann wird in guten Zeiten der
    Friede einfach zur Selbstverständlichkeit und in schwierigen Zeiten versprechen wir uns Sicher-
    heit durch Waffen und Aufrüstung, koste es, was es wolle. Das betrifft übrigens längst nicht
    nur die „große“ Politik. Im täglichen Zusammenleben geht es genauso zu. Von eskalieren-
    den Nachbarschaftsstreitigkeiten lesen wir in der Zeitung, die das Amtsgericht beschäftigen
    oder wie vor Jahren mit Gewalt enden. Da gibt es zerstrittene Familien, in denen Geschwister
    kein gutes Wort mehr füreinander haben oder Eltern und Kinder einander nicht mehr kennen
    wollen. Jeder große Krieg hat auch kleine Brüder. Alle zusammen fangen im Herzen und im
    Kopf an – meistens dann, wenn es den Leuten zu gut geht oder in einer echten Krise, wie wir
    sie gerade erleben. Worauf es da besonders ankommt, wenn wir den Frieden wahren wollen,
    sagt uns der HERR durch SEINEN Propheten Sacharja aus der Krisenzeit des Wiederaufbaus
    nach der babylonischen Gefangenschaft: Keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen sei-
    nen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse ICH, spricht der HERR.
    Unfriede beginnt schon lange vor dem ersten Schlag mit Worten oder Taten. Aber Gott sei
    Dank gibt es immer neben dem Plan A wie „Angriff“ auch den Plan B wie „Barmherzig-
    keit“. Der HERR sagt klar, welcher in SEINEM Sinne ist.

    Gedanken zum Bild:
    Von Ostern her kommend führt unser Weg weiter durch die Zeit. Der zweite Sonntag nach
    dem Fest trägt den schönen Namen „Misericordias Domini“ – „Die Barmherzigkeit des
    HERRN“. Besser bekannt ist er als „Sonntag vom guten Hirten“. Menschen erfuhren seit ur-
    alten Zeiten die Barmherzigkeit Gottes, fühlten sich durch IHN beschützt und geborgen. Da lag
    es nahe, dieser Erfahrung ein Bild aus ihrer Lebenswelt zu geben: Das des guten Hirten, der
    alles tut, damit es seinen Tieren gut geht, der sie auf dem richtigen Weg führt. Die Christen
    der ersten Generationen nahmen dieses Bild auf und übertrugen es auf Christus. Denn auch
    sie erlebten IHN als den guten Hirten, der sie sicher durch die oft unsicheren Wege und Täler ihres Lebens führte. Was es heißt, auf unsicheren Wegen unterwegs zu sein, hatten wir in den
    letzten dreißig Jahren schon fast vergessen.
    Wenn es Probleme gab, dann waren sie im Vergleich zu heute alle regelbar oder persönlicher
    Natur. Aber jetzt sind wir uns überhaupt nicht mehr sicher, wo die Reise hingehen wird mit
    uns. Wie weit wird es der Kriegstreiber noch treiben? Wie unverschämt werden die Wuche-
    rer und Kriegsgewinnler noch an den Preisschrauben drehen? Was wird sein, wenn dieser
    Krieg zu Ende ist? Darauf kann niemand eine sichere Antwort geben. Gott sei Dank können
    wir uns orientieren am guten Hirten und auf SEINEM Weg bleiben. ER nimmt uns die
    Furcht und führt uns in SEINE Zukunft, die ER verheißen hat

    Gebet:
    HERR, unser Gott, wir danken DIR, dass DU
    uns nahe bist in DEINEM auferstandenen Sohn
    Jesus Christus, dem guten Hirten. Du gehst mit
    uns auf den unsicheren Wegen unserer Zeit.
    Hilf uns, DIR zu vertrauen, auch wenn so vie-
    les auf uns einstürmt und uns belastet.


    HERR, unser Gott, DU guter Hirte, schenke
    den Verblendeten und Machtbesessenen Ein-
    sicht und Vernunft, dass dieser unselige Krieg
    bald ein Ende finden kann.


    HERR, unser Gott, DU treuer Hirte, nimm von
    uns unsere Angst vor den zerstörerischen
    Mächten dieser Welt, die uns lähmen will oder
    zur Gleichgültigkeit verführt. Lass uns aus der
    Kraft DEINER Liebe auch in unserem Umfeld
    reden und handeln für den Frieden und die Mit-
    menschlichkeit. Im Land und in unseren Häu-
    sern schenke Verständnis und Geduld.


    HERR, unser Gott, DU guter Hirte, steh allen
    bei, die an der Last ihres Lebens zu schleppen
    haben, denen Krankheit oder Trauer die Tage
    verdunkeln, die Gewalt und Krieg erleben
    mussten. Lass sie Menschen finden, die ihnen
    die Freude am Leben wiederzufinden helfen.


    HERR, unser Gott, DU treuer Hirte, stärke alle
    Kräfte in Russland und in der Ukraine und
    auch in allen vergessenen Kriegen dieser ge-
    schundenen Welt, die Frieden suchen. Lass
    DEIN Wort laut werden, das Türen füreinander
    öffnet, die wir gar nicht für möglich halten, da-
    mit Versöhnung geschehen kann und Feinde zu
    Freunden werden.

    Erbarmender Gott, lass DEIN Licht des Lebens
    leuchten, dass es hell werde um uns und durch
    uns im Vertrauen auf DEINE Liebe.
    Amen
    Beten wir das Vaterunser:
    Vater unser im Himmel
    geheiligt werde Dein Name
    Dein Reich komme
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf
    Erden
    Unser tägliches Brot gib uns heute
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir
    vergeben unseren Schuldigern
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern er-
    löse uns von dem Bösen
    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die
    Herrlichkeit in Ewigkeit.
    Amen
    Es segne uns der allmächtige und barmherzige
    Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    AMEN

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    Terminhinweis:

    Die Ev. Kirchengemeinde Friedebach erinnert mit zwei Veranstaltungen an die Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1071:

    Zeit: Samstag, 7.08.21 – 19 Uhr „Friedebach und Bemerkenswertes der Uhlstädter Heide“

    Geschichte(n) in Wort und Bild

    m. H.Ahnert, Uhlstädt u.a.

    Ort: Kirche Friedebach

  • Impulse, Andachten, Gebete zur Weihnachtszeit,  Uncategorized

    Andacht zur ersten Advents – Woche 2020

    Schriftwort: Jesaja 58,7 (Monatsspruch Dezember)

    Gott spricht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entziehe dich nicht deinem Fleisch und Blut!

    Gedanken zum Schriftwort:

    Die Stimme des Propheten schallte in den Ohren seiner Zuhörer. Er stand auf dem Markt des Ghettos in der Nähe von Babylon, dieser Siedlung, die ihnen als Verbannten durch die Sieger zugewiesen worden war. „Entschuldigung, haben wir nicht andere Sorgen?“, werden sich wohl die meisten abgewandt haben. „Wir müssen selber sehen, wie wir durchkommen, jeder für sich, durch diese schwere Zeit.“ Vergleiche sind immer schwierig, besonders geschichtliche. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Prophet auch heute eine sehr ähnliche Antwort auf seine Worte erhalten würde. Wer selbst keine Sorgen hat, der kann freilich freigiebig sein – oder könnte es wenigstens sein, wenn er wollte. Aber uns brummt doch im Moment doch eher der Kopf, oder?

    Aber genau deshalb erhebt der Prophet doch seine Stimme! Denn wenn es eng wird, wenn bedrohliche Ereignisse wie eine Seuche oder die Nachwirkungen eines Krieges das gewohnte Leben aus der Bahn werfen, gibt es nur einen sinnvollen Weg, die Krise zu meistern: Zusammenhalten – und das ganz konkret bei den Grundbedürfnissen des Lebens. Füreinander da zu sein, hilft allen weiter. Das gilt in unserer globalisierten Weltordnung nicht nur für uns hier im Lande, sondern auch für unsere Mitmenschen in den armen und ärmsten Regionen der Welt. Im Advent starten jährlich die Hilfsaktionen „Brot für die Welt“ und „Adveniat“, deren langfristige Projekte den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie brauchen unsere Unterstützung!

    Foto: J. Reichmann

    Gedanken zum Bild:

    Auf den ersten Blick sieht man nur einen kahlen Baum, zwischen Herbst und Winter. Ein Symbol der Vergänglichkeit, passend zur getrübten Stimmung in diesen Tagen. Aber es ist wie immer im Leben: Man muss genauer hinschauen. Und plötzlich erkennt man, dass der kahle Baum voller Früchte hängt, den so genannten „Nasen“ des Ahorns. Im Frühjahr wird er sie weit um sich herum verstreuen und für Nachwuchs sorgen. Im Moment ruhen alle Lebensfunktionen, aber der Ausblick in die Zukunft ist schon möglich. Das Leben siegt, daran gibt es keinen Zweifel, auch wenn Beschwernisse drücken und Ängste verunsichern. Ein Baum als Symbol der Hoffnung, genau wie die Kerzen, die wir im Advent nach und nach entzünden.

    Gebet:

    Ewiger Gott, Du kommst uns näher im Advent. Lass uns Deine Nähe spüren in unserer Zeit und unserer Welt.

    HERR, es ist Zeit, dass Du kommst mit Deinen klaren Worten zu uns Menschen. Ratlos sind wir, ungewiss in unserm Denken und Handeln, erfinden unsere eigenen Wahrheiten.

    Ewiger Gott, es ist Zeit, dass Du kommst mit Deiner Liebe zu uns Menschen. Misstrauisch begegnen wir einander, verbergen voreinander unser gute Gesicht.

    HERR, es ist Zeit, dass DU kommst mit Deiner Hoffnung zu uns Menschen. Bitter und scharf sind unsere Worte, die Zuversicht geht uns verloren.

    Ewiger Gott, wir fürchten uns – Du öffnest die Tür. Wir geraten auf Irrwege – Du gehst uns nach. Wir schaffen nicht, was wir schaffen wollen – Du nimmst uns an, so wie wir sind.

    HERR, es ist Zeit, dass Du kommst! Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen

    Beten wir das Vaterunser.

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN

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    Andacht zur Woche nach Trinitatis

    Von Pfarrer Reichmann Pfarrer (ev.) Pößneck

    7. – 13. 6. 2020

    Schriftwort: 5. Mose 11, 13 + 14

    Gott spricht: Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich euch heute gebiete, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Wein und dein Öl.

    Gedanken zum Schriftwort:

    Das 5. Buch Mose steht eher im Schatten unserer Wahrnehmung der biblischen Bücher. Zu Unrecht, wie die Gestalter der diesjährigen Bibelwoche richtig feststellten. Denn in diesem Buch ist in den Reden des alt gewordenen Mose an das Volk Israel alles auf den Punkt gebracht, worum es im Glauben an den EWIGEN geht – über alle Zeiten hinweg. Die dramatische Lebenserfahrung der Israeliten spiegelt sich in diesem Buch besonders deutlich. Die Verfasser der erhaltenen Form dieses biblischen Buches gehörten zu jenen Menschen, die in der babylonischen Gefangenschaft alle Traditionen des Glaubens Israels sammelten. Ihr Fazit aus Lebenserfahrung und Thorastudium: Wer sein Leben an Gottes Geboten ausrichtet, dem steht der EWIGE bei, ist ihm nahe und eröffnet ihm neue Lebensmöglichkeiten. Das kann so außergewöhnlich sein wie in der ewig andauernden Krise der Gefangenschaft in Babylon, die nicht im Untergang des Volkes Israel endete. Das kann aber auch so wenig spektakulär wie ein gleichmäßiger Landregen sein, der zur rechten Zeit fällt. Sicher, die urtümliche Vorstellung, dass der EWIGE für jeden Regenschauer verantwortlich sei, mag für viele abwegig sein. Wissen wir doch einerseits inzwischen viel mehr über die meteorologischen Zusammenhänge – und andererseits macht der Volksglaube aus mir nicht erklärlichen Gründen eher den Petrus für das Wetter verantwortlich. Was aber bleibt: Leben gelingt am besten, wenn die Menschen sich in ihrem Verhalten untereinander an Gottes Gebote halten und im Umgang mit der Natur an den Auftrag des EWIGEN, die Schöpfung zu bewahren.

    Gedanken zum Bild:

    Noch vor wenigen Jahren sagten mir die obigen Verse aus dem 5. Buch Mose nicht viel. Sicher, ich wusste schon, dass es im Nahen Osten wesentlich seltener regnet und Dürre zu einem existentiellen Problem werden kann. Aber inzwischen lese ich diese Verse ganz neu. Denn auch ich freue mich über den sanften Regen, der in den letzten Tagen gefallen ist. Und es könnte und müsste noch viel mehr sein, wenn der Wassermangel der letzten Jahre nur halbwegs ausgeglichen werden soll. Fakt ist: Das Klima ändert sich tatsächlich und unsere überdrehte Lebensweise des „immer mehr und immer schneller“ beschleunigt den Prozess auf bedenkliche Weise. Dass es auch anders gehen kann, wissen wir eigentlich. Aber wir scheinen als Menschen immer erst aus Krisen und Katastrophen zu lernen. Damals in Babylon ist das den Israeliten mit Gottes Hilfe gelungen. Beten wir darum, dass wir nicht einfach so weitermachen.

    Gebet:

    HERR, Deine Gebote weisen den Weg zu einem guten Miteinander, zu einem friedlichen

    Zusammenleben, zu einem respektvollen Umgang mit all Deinen Geschöpfen und Deiner ganzen Schöpfung.

    Wir bitten Dich, HERR unser Gott, hilf uns und anderen, einander zu achten und aufeinander Rücksicht zu nehmen in unserem Alltag.

    Stehe den Kranken in dieser Krise bei, stärke die Helfenden, entspanne die Ungeduldigen, erleuchte die Verantwortlichen.

    Lass uns dankbar sein für alles, was wir tun können, um uns und anderen Gutes zu tun und unsere Welt vor Schaden zu bewahren.

    Gib uns, HERR, dass wir Deine Wegweisungen mit allen Sinnen erfahren und leben, weitersagen und weitergeben in Worten und Taten.

    Behüte uns HERR und bewahre uns. Lege Deinen Segen auf unser Reden und Handeln und lass zum Segen werden, was wir sagen und tun.

    Amen

    Beten wir das Vaterunser

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN

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    Kindergottesdienst zu Pfingsten!

    (Veröffentlicht von Ute Thalmann ev. Pfarrerin Krölpa und der Gemeindepädagogin – Maren Sell)

    Heute haben wir wiedereinmal einen tollen Kindergottesdienst für Euch!

    Den Gottesdienst findet Ihr hier in den PDF Dokumenten:


    Wieso wir Pfingsten feiern könnt Ihr hier erfahren und erbasteln 🙂




    Dann haben wir für euch eine tolle Bastelanleitung für ein schönes Windrad:

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    Andacht zur Osterwoche

    von Pfarrer Jörg Reichmann Pößneck

    Schriftwort: Lukas 24, 13 – 16

    Am selben Tag gingen zwei von den Jüngern nach Emmaus, einem Dorf, das zwei Stunden von Jerusalem entfernt liegt. Unterwegs sprachen sie miteinander über alles, was in den zurückliegenden Tagen geschehen war; und während sie so miteinander redeten und sich Gedanken machten, trat Jesus selbst zu ihnen und schloss sich ihnen an. Doch es war, als würden ihnen die Augen zugehalten: Sie erkannten ihn nicht.

    Besinnung:

    Noch ganz unter dem Eindruck der Ereignisse machten sich die beiden auf den Weg – wohl in ihr Heimatdorf. Nur weg aus Jerusalem, wo vor drei Tagen ihr Meister qualvoll am Kreuz zu Tode gefoltert wurde und nun auch noch sein Grab leer war! Auferstanden von den Toten sollte er sein, hatten sie gehört. Das konnten sie nicht glauben. Schmerz und Trauer und Angst vor der Zukunft waren viel zu übermächtig. Da verschwanden sie lieber, diese beiden namenlosen Jünger, stapften mit schweren Schritten über den staubigen Wüstenpfad. Immerhin: sie sprachen miteinander, gingen nicht stumm nebeneinander her. Aber wie das oft in solchen Situationen so ist: Ihre Gedanken drehten sich im Kreis. Immer wieder blieben sie hängen an der Frage: Warum? Warum gerade er? Und warum nicht wenigstens ein Grab als Ort der Trauer? Wieso dieses leere Grab? Sollte der Schmerz nie aufhören? Und sie waren so sehr mit sich selbst beschäftigt mit ihren Erinnerungen und Überlegungen, wie es denn wohl weiter gehen könnte mit ihnen, dass sie diesen Fremden nicht erkannten, der sich ihnen irgendwann angeschlossen hatte. Trauer, Schmerz, Angst und Zukunftssorgen können blind machen. Man sieht nur noch stur auf den Weg gerade aus vor einem, nicht rechts noch links und schon gar nicht nach oben. Und dann war da in ihnen noch eine starke Sehnsucht – nach dem ganz normalen, vertrauten Alltag, in dem sie sich auskannten, mit Menschen, die ihnen vertraut waren – und zu denen wollten sie jetzt zuallererst. Der Fremde läuft mit, so, als wäre er gar nicht da.

    Bildbetrachtung:

    Da läuft einer, denkt man im ersten Moment. Erst auf den zweiten Blick fragt man sich: Täusche ich mich? Das ist doch eine Figur! Und tatsächlich: Diese Figur steht in einer uralten Nabatäersiedlung in der Wüste Negev in Israel. Jeder Besucher stutzt – und sehr viele fotografieren den Wanderer danach. Die künstlerische Idee ist gelungen: Plötzlich nehmen wir unsere Umgebung anders wahr. Eben noch mit uns selbst beschäftigt, mit unseren Gedanken und geprägt von unseren Vorstellungen, bekommen wir einen anderen Blick, weitet sich unser Horizont. Und die größtmögliche Horizonterweiterung ist Ostern. Der Tod ist besiegt, der HERR ist auferstanden. Das begriffen die beiden namenlosen Jünger erst ganz am Ende ihres Weges. Für uns heute ist dieser Weg nicht einfacher geworden. Wollen wir deshalb nach Ostern so schnell in unseren vertrauten Alltag zurück? Dabei wäre es doch gerade in diesem außergewöhnlichen Jahr so wichtig, sich immer wieder in den österlichen Horizont zu stellen!

    Gebet:

    HERR, du gehst unseren Weg mit, ob wir mit uns selbst beschäftigt sind, ob wir zweifeln oder auf der Suche sind nach Dir.

    Darum trauen wir uns, auch unsere Fragen vor Dich zu bringen und unsere Zweifel. Und wir danken Dir, wenn Du uns spüren lässt:

    Du bist der Lebendige für uns. In Dir hat unser Leben und unsere Welt ihr Ziel. Hilf uns, im Horizont Deiner Liebe zu leben – miteinander und füreinander.

    Beten wir das Vaterunser:

    Beten wir das Vaterunser.

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN

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    Andacht zum Karsamstag 11.4.2020

    von Pfarrer Jörg Reichmann Pößneck

    Station 7 – Beisetzung

    Schriftwort: Johannes 19, 40 -42: „Josef aus Arimathäa und Nikodemus nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttags der Juden und weil das Grab in der Nähe lag,setzten sie Jesus dort bei.“

    Besinnung zum Text: Wie der Evangelist Johannes die Beisetzung Jesu beschreibt, hört sich das alles wohl geordnet und traditionsgerecht an. Dabei war das alles ein kleines Wunder. Denn zum einen muss es wohl eine Sondererlaubnis der Römer gegeben haben, den Leichnam Jesu so kurz nach dem Tod vom Kreuz abnehmen zu dürfen. Um sicher zu gehen, dass Jesus wirklich tot war, kam der Befehl, ihn mit der Lanze zusätzlich zu erstechen. In der Regel verwesten die Toten als Abschreckung für die Lebenden am Kreuz und wurden erst abgenommen, wenn die nächste Kreuzigung anstand. Und zum anderen musste alles sehr schnell gehen: Jesus verstarb um die neunte Stunde, also gegen 15 Uhr nach unserer Zeit. Ab 18.00 Uhr begann der Shabbat des Passahfestes, kein Jude durfte dann einen Toten bestatten. Nicht viel Zeit für die Freunde Jesu. Die Kreuzabnahme, bei der sie mit Sicherheit keine Unterstützung durch die Römer bekamen, der Transport des Leichnams zum Grab, schnell die Leinenbinden – das war mit Sicherheit nur eine behelfsmäßige Beisetzung. Mehr ging nicht. Erst am dritten Tag würde alles mit der rituellen Salbung seine Ordnung finden können. Menschen finden erst Ruhe, wenn sie ihre Toten so begraben haben, dass es für sie in Ordnung ist.

    Womit wir in der Gegenwart sind.

    Collage: Privat – J. Reichmann

    Bildbetrachtung:

    Trauer braucht einen Ort, sonst frisst sie sich fest im Herzen, schwelt wie eine offene Wunde, die nicht heilen kann. Das steht außer Zweifel und doch verändert sich die Bestattungskultur. Gräber haben eine „Laufzeit“, und die finanziellen Möglichkeiten und der Wille der Angehörigen entscheidet allein, welchen Ort die Trauer finden kann. Gut ist, dass auch jetzt in der Corona – Krise Trauerfeiern möglich sind, auch wenn die Angehörigen zum eigenen Schutz vor dem Virus mit einer Minimalvariante einverstanden sein müssen. Aber auf unbestimmte Zeit keinen wirklichen Abschied und keinen Ort der Trauer zu haben, ist eine schwere seelische Belastung. Wie viele Menschen wissen bis heute nicht, wo das Grab ihrer Angehörigen ist, die im Krieg umgekommen sind. Wie viele Menschen wissen nicht, wo sie ihre Verstorbenen bestatten sollen, weil sie weit weg aus ihrer Heimat fliehen mussten. Die Trauer braucht einen Ort, sonst dreht sie sich im Kreis und raubt den Hinterbliebenen die Kraft.

    Bedenken wir vor Gott, wie wir mit den Abschieden in unserem Leben leben gelernt haben oder leben lernen möchten.

    Gebet:

    Lasst uns beten für unsere Verstorbenen, derer wir in Liebe gedenken.

    Lasst uns beten für alle, die sich um Gräber kümmern und sie pflegen.

    Lasst uns beten für alle, deren letzte Ruhestätte nicht bekannt ist oder die namenlos in Massengräbern verscharrt wurden.

    Lasst uns beten für uns – um die Gnade einer würdigen Grabstätte. Herr, erbarme dich!

    Zum Ende der Karwoche beten wir:

    Herr Jesus Christus, was du für uns erduldet hast, übersteigt unsere schlimmsten Vorstellungen.

    Dein Leidensweg zeigt uns, dass wir auch heute oft unmenschlich miteinander umgehen und schuldig werden an unseren Mitmenschen.

    Herr, wir alle leben aus deiner Gnade. Dafür danken wir Dir und biiten Dich:

    Hilf uns, dass wir uns als Brüder und Schwestern erkennen und miteinander und füreinander das Leben gestalten, das Du uns schenkst .

    Darum bitten wir dich, unseren geschundenen Bruder und auferstandenen Herrn, Jesus Christus, in der Gemeinschaft des Vaters und des Heiligen Geistes.

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN