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    Advent 2020 – still – erwartungsvoll und ganz anders

    Der 1. Advent steht vor der Tür – und er wird ganz anders als üblich. Das traditionelle Adventmärktchen, in diesem Jahr das 14. musste schweren Herzens abgesagt werden, das Konzert mit „Vocalitas Krölpa“ ebenfalls. Von alters her ist die Adventszeit im Grunde eine stille Zeit, früher war sie sogar Fastenzeit. Da wurde bewusst verzichtet. Vom Martinstag an bis zum Weihnachtsfest haben die Menschen keine großen Festessen veranstaltet. Die Martinsgans war wohl der letzte Braten vor dem Fest. Jetzt scheint es ähnlich. Früher – und ich erinnere mich noch an meine Kindheit – hat man in den Familien „Dämmerstunden“ gehalten, da wurden Kerzen entzündet und man hat bei einem Tee Geschichten erzählt oder vorgelesen. Manchmal saßen wir mit den Großeltern zusammen und haben Strümpfe oder anderes gestrickt oder etwas gebastelt, kleine Geschenke für das Weihnachtsfest.

    Ich liebte diese Zeit, denn da hatten auch die Eltern Zeit für uns Kinder. Manchmal haben wir auch ältere Leute im Dorf besucht, ihnen von den selbstgemachten Plätzchen mitgebracht, an solchen Nachmittagen wurde auch miteinander gesungen. Es war eine heimelige Zeit- voller Erwartungen. In den Familien wurde vieles vorbereitet in dieser Zeit, Plätzchen und Stollen wurden gebacken und Päckchen gepackt. Oft gingen wir in diesen Tagen auch im Wald spazieren, wo wir Moos und Wurzeln, aber auch Tannenzapfen und Zweige sammelten. Es war ganz selbstverständlich, dass wir die Adventskränze und Gestecke selbst herstellten. Statt der Weihnachtshits aus dem Radio gab es damals noch Schallplatten mit Weihnachtsliedern.

    Die Adventzeit in diesem Jahr wird ähnlich still werden. Es ist eine Zeit, die wir aber bewusst gestalten können. Anders als die Jahre zuvor, dafür aufmerksamer und achtsamer. Advent (von lat. adventus) heißt Ankunft. Eine erwartungsvolle Zeit in der Gläubige mit der Ankunft Christi eine gerechte Ordnung, das Ende von Krieg und Leid herbeisehnen. Advent lädt mich ein, genau hinzuschauen auf mich und diese Welt, zu warten und zu lauschen, ob sich irgendetwas tut, zu suchen und auf den Weg machen, der Sehnsucht zu folgen und zu staunen, wie sich nicht nur in den Zeichen und Symbolen Himmel und Erde miteinander verbinden.

    Eine gesegnet Adventszeit wünscht

    Ute Thalmann!

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    Eine alte Geschichte…

    In diesen Tagen erinnern sich vor allem Kinder an eine Geschichte von einem Mann, der mit einem Bedürftigen, dem er begegnet ist, geteilt – und ihn so gerettet hat: Sankt Martin. Er hat tatsächlich gelebt. In Ungarn um 316/317 n. Chr. wurde er als Sohn eines römischen Offiziers geboren. In Italien ist er aufgewachsen, dort kam er in Kontakt mit Christen. Er besuchte heimlich Gottesdienste und hörte so vom Leben Jesu. Mit 15 Jahren trat er der kaiserlichen Armee bei und beschritt die Offizierslaufbahn, wie sein Vater. Als Achtzehnjähriger wurde er mit seiner Truppe in das Frankenreich (Gebiet des heutigen Frankreich) versetzt. Der Legende nach begegnet er an einem kalten Wintertag in der Stadt Amiens einem frierenden Bettler mit dem er seinen Mantel teilte. Im Traum begegnete ihm Jesus mit demselben Mantelteil und er vernahm eine Stimme:“ Was du dem geringsten deiner Brüder getan hast, das hast du mir getan!“ Martin beschloss, nicht mehr länger als Soldat zu dienen. Er bat um die Entlassung aus dem Heer. Erst wurde ihm Feigheit unterstellt, da das römische Heer bei Worms gegen die einfallenden Germanen kämpfte. Aber nach einem Waffenstillstand wurde schließlich Martins Bitte gewährt. Sein weiterer Weg führte ihn zu Bischof Hilarius (*315- +367), dessen Schüler er wurde. Martin ließ sich taufen und wurde schon bald zum Priester geweiht. Zuerst wirkte er in seiner Heimat, später folgte er dem Ruf des Bischof Hilarius und erbaute ein Kloster in Ligugè und in Marmoutier. Als der Bischof 367 n.Chr. starb, sahen viele in ihm einen würdigen Nachfolger. Er selbst wollte weiter als Mönch leben und versteckte sich. In einer anderen Legende heißt es, dass Gänse ihn verrieten, als er sich in einem Stall versteckt hielt. 371 wurde Martin zum Bischof von Tours ernannt. Weiterhin aber lebte er in Armut und setzte sich für die Rechte der Bauern ein. Er reiste durchs Land und verbreitete den christlichen Glauben. Nachdem er auf einer solchen Reise erkrankt war, starb er am 8.November 397 mit über achtzig Jahren. Am 11.November 397 wurde er in Tours beigesetzt. Bald schon wurde er in der katholische Kirche heiliggesprochen.

    Nach mehr als 1600 Jahren ist die Erinnerung an ihn immer noch lebendig. Seine gute Tat ist Mittelpunkt eines vielfältigen Brauchtums.

    In diesem Jahr aber ist leider alles anders, es werden nicht wie sonst Martinsspiele aufgeführt und Martinshörnchen geteilt. Leider gibt es aufgrund der Bestimmungen zur Corona -Pandemie keine Lampionumzüge der Kinder und Familien.

    Dennoch wollen wir uns in diesen Tagen an Sankt Martin und seine Gabe, die Not des anderen zu sehen und zu helfen, erinnern. Das ist in dieser Zeit wichtiger denn je, denn auch in nächster Nähe, in der Nachbarschaft beispielsweise, gibt es Menschen, die unter dem derzeitigen Lockdown leiden. Ein kleines Hoffnungszeichen würde ihnen sicher gut tun.

    Das Kindermissionswerk „Sternsinger“ lädt zur Aktion: LICHT TEILEN ein. Mit einer kleinen selbstgebastelten Laterne oder einem Licht, dass wir anderen an die Tür bringen, wollen wir ein Zeichen der Hoffnung weiterreichen. Ein Zeichen dafür, dass wir aneinander denken und füreinander da sein und uns unterstützen wollen, gerade in Zeiten, in denen Achtsamkeit und Abstand geboten sind.

    Lassen wir also unsere Lichter füreinander leuchten.

    U. Thalmann, Pastorin

    Im Namen der Mitarbeiter der Region Pößneck

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    Kindergottesdienst zu Pfingsten!

    (Veröffentlicht von Ute Thalmann ev. Pfarrerin Krölpa und der Gemeindepädagogin – Maren Sell)

    Heute haben wir wiedereinmal einen tollen Kindergottesdienst für Euch!

    Den Gottesdienst findet Ihr hier in den PDF Dokumenten:


    Wieso wir Pfingsten feiern könnt Ihr hier erfahren und erbasteln 🙂




    Dann haben wir für euch eine tolle Bastelanleitung für ein schönes Windrad:

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    Kindergottesdienst | Chr. Himmelfahrt | 2020

    Hallo Ihr lieben, heute haben wir uns etwas besonderes für Euch ausgedacht. Einen Kindergottesdienst für zu Hause an Himmelfahrt.

    Bitte öffnet die PDF Dokumente für weitere Informationen:

    Dann haben wir noch einen Internet-link zu einer Bastelidee zu Himmelfahrt: https://downloads.kindergottesdienst.net/download/klgg-3-online-material/       ( Zusatzlektion Himmelfahrt Download klicken, Himmelfahrt Ordner öffnen, Himmelfahrt Bild öffnen)


    Dann haben wir noch einen kleinen Lückentext für Euch, viel Spaß dabei:

    Liebe Grüße Ute Thalmann, Pastorin Pößneck

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    Der Weg durch die Karwoche 2020

    Karfreitag:

    Jesus war nach dem gemeinsamen Essen mit seinen Freunden in den Garten Getsemani gegangen. Dort wollte er beten und lud seine Freunde ein, mit ihm zu wachen. Sie aber schliefen ein. Die Angst überkam Jesus und er betete allein und abseits von den anderen. „Herr, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorbeigehen.“ So rang er mit Gott.

    „Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“

    Als sich Jesus erhob, sah er, wie seine Freunde eingeschlafen waren. Das stimmte ihn traurig- und so weckte er sie.

    Es dauerte nicht lang, da erschienen Soldaten mit Judas Iskarioth in der Nähe. Sie wollten Jesus festnehmen. Da sie ihn nicht kannten, hatten sie Judas – einen Freund von Jesus- mit Geld bestochen, dass er ihnen zeige, wer Jesus sei.

    Die Soldaten nahmen Jesus fest. Petrus, ein Freund von Jesus wollte ihn noch verteidigen, aber Jesus nahm sein Schicksal an. So brachten sie Jesus nach Jerusalem, dort sollte er verhört werden.

    Die Freunde liefen in Angst und Schrecken auseinander. Petrus war den Soldaten heimlich gefolgt und wollte wissen, was nun mit Jesus weiter geschehen sollte. Als er sich im hof des Palastes am Feuer wärmte wurde er von den Umstehenden angesprochen, ob er nicht auch zu den Anhängern dieses Jesus gehörte. Immer wieder lehnte Petrus das ab. „Nein, ich kennen diesen Jesus nicht!“ – beschwichtigte er. Bald darauf krähte der Hahn. Da erinnerte sich Petrus an das Gespräch mit Jesus, wie er ihm gesagt hatte, dass noch ehe der Hahn kräht, er dreimal leugnen würde, ihn zu kennen.

    Betroffen ging Petrus davon. Die anderen Freunde hielten sich in Jerusalem versteckt.

    Unterdessen graute der Morgen und Jesus war verhört worden. Nachdem der Hohe Rat ihn befragt hatte, lies man Jesus zum Statthalter Pontius Pilatus bringen. Auch er sollte ihn befragen. Sein Urteil lautete eindeutig: „Ich finde keine Schuld an ihm.“ Er übergab Jesus den Soldaten, die ihn verspotteten, schlugen und ihm eine Dornenkrone aufsetzen. Jesus duldete das alles ohne ein Wort.

    Da es üblich war, vor einem Fest Gefangene zu amnestieren, schlug auch Pilatus das dem Volk, das sich versammelt hatte, vor. Barabas oder Jesus könnten freigelassen werden.

    Das Volk entschied sich für ersteren. Jesus wurde bald darauf nach Golgotha, zur Hinrichtungsstätte gebracht. Einzelne seiner Freundinnen und Freunde folgten ihm.

    Die Soldaten kreuzigten ihn, teilten seine Kleider unter sich auf. Am Kreuz befestigten sie ein Schild mit der Aufschrift : Jesus von Nazareth, König der Juden.

    Am Nachmittag verdunkelte sich der Himmel. Jesus starb am Kreuz.

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    Osterkerze gestalten:

    Du brauchst:

    1 Haushaltkerze  
    1/4 Wachsblatte schwarz
    ein Streifen gelbe Wachblatte
    goldene oder andersfarbige Streifen für  Alpha und Omega
    (1. und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets)  

    1. Auf die Kerze legst du schmale Streifen der schwarzen Wachsblatte als Kreuz: Jesus ist am Kreuz gestorben und hat den Tod (Kreuz= Tod) überwunden – drücke sie vorsichtig an

    2. Aus der gelben Wachsblatte schneidest du schmale Streifen (6 Stück- je Seite 3) und legst sie als Strahlen an die Oberseite des Kreuzes ( Das Kreuz strahlt oder die Sonnenstrahlen brechen hinter dem Kreuz durch- Ostermorgen) – und drückst sie vorsichtig an

    3. Jetzt kannst du aus den goldenen oder andersfarbigen dünnen Streifen ein Alpha und ein Omega formen und am Fuss des Kreuzes anbringen (vorsichtig andrücken)   Deine Osterkerze kannst du in einen Kerzenständer stellen und am Ostersonntag anzünden (bitte nicht unbeaufsichtigt brennen lassen!). Du kannst aber auch mehrere Kerzen basteln und sie an Ostern deinen Nachbarn verschenken und ihnen so ein frohes Osterfest wünschen. Kerzen sind Zeichen der Hoffnung.

    Das Osterlicht zeigt uns, dass das Leben stärker ist- als der Tod, denn Jesus ist auferstanden (Botschaft von Ostern). Diese Hoffnung gilt auch uns in dieser Zeit!

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    Durch die Karwoche

    Nachdem Jesus und seine Freunde in Jerusalem angekommen waren, besuchen sie auch den Tempel. Im Vorhof des Tempels hatten Händler ihre Tische aufgestellt und warteten auf Kundschaft, die von ihnen Tiere zum Opfern oder auch andere Dinge erwerben wollten.

    Als Jesus sie sah, wurde er zornig. Der Tempel ist ein Ort des Gebets und kein Verkaufsraum, an dem Geschäfte gemacht werden dürfen. Das versuchte er den anwesenden Händlern deutlich zu machen. Von manchen soll er wohl auch ihre Verkaufstische umgeworfen haben.

    Natürlich konnte das nicht ohne Nachspiel bleiben. Die Händler beschwerten sich bei der entsprechenden Tempelbehörde. Die Wogen der Empörung schlugen hoch. Auch dem Hohen Rat, der obersten jüdischen, religiösen Vertretung wurde das zugetragen. Sie berieten, wie sie Jesus von Nazareth dafür bestrafen konnten, denn sie wollten keine Veränderungen im Tempel.