• Jahr 2022

    Andacht zum Erntedankfest, 2.10.2022

    Text: Lukas 12,15 (Lehrtext der Herrnhuter Losungen zum Erntedankfest 2022)

    Jesus Christus spricht: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.

    Gedanken zum Text:

    Das letzte Viertel des Jahres beginnt. Die Ernte ist eingebracht und traditionell feiern wir in der evangelischen Kirche das Erntedankfest. Das gegenwärtige Krisenjahr bildet da keine Ausnahme. Aber was gibt es da zu danken? Bleibt einem bei der aktuellen Situation und den vielen Befürchtungen vor der unmittelbaren Zukunft nicht der Dank im Hals stecken? Protest scheint doch viel eher angesagt zu sein, um auf die ernste Lage hinzuweisen und wirkungsvolle Maßnahmen gegen Preistreiberei und Wucher zu fordern, oder? Denn auch diejenigen, die weniger demonstrierfreudig sind, kennen nach meinem Eindruck bald kein anderes Gesprächsthema mehr. Ich werde immer öfter komisch angeguckt, wenn ich einwerfe: Wir sollten in allem Sorgen und Bangen nicht vergessen: Vergleichbar dramatische Not wie in vielen Ländern der Zweidrittelwelt gibt es bei uns nicht. Auch die Menschen in der Landwirtschaft haben ihr Möglichstes getan und trotz des „Dürresommers“ die Ernte eingebracht. Das sind für mich echte Gründe zum Danken. Hören mir die anderen noch zu, fahre ich fort: Ich tue mich auch sehr schwer, in die allgemeine Politikerschelte einzustimmen. Denn die Ursache unserer Krise liegt tiefer, im menschlichen Wesen und wird von Jesus klar benannt, wenn ER sagt: „Seht zu und hütet euch vor aller Habgier!“ Deshalb wurde die Habgier in alten Zeiten zu den „sieben Todsünden“ gezählt, die eine Teilhabe am ewigen Leben grundsätzlich ausschlossen. Da das ewige Leben nur noch ganz wenige interessiert, störte sich auch kaum einer mehr daran, bis sie in diesem Jahr in der beängstigenden „Preisexplosion“ ausuferte. „Wohlstandsverlust“ heißt das Schreckgespenst konkret mit Namen, das die Habgier heraufbeschworen hat und das jetzt sein Unwesen in den Gedanken und Gefühlen vieler Menschen treibt. Wer sich davor schützen will, braucht den hilfreichen Blick und das erlösende Wort von außen. Ein Wort, wie es nur Jesus sagen kann: „Hütet euch vor aller Habgier! Denn das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Wohlstand ab.“ (Neue Genfer Übersetzung zur Stelle) Wirkliches, erfülltes Leben hängt nicht vom Wohlstand ab, sagt Jesus. Ist es nicht so, dass Menschen in anderen Ländern mit viel weniger Wohlstand als bei uns, oft viel herzlicher, aufgeschlossener und solidarischer zusammenleben als wir? Hängt „Leben“ wirklich nur ab vom Wohlstand? Danke, Jesus, dass DU uns die Augen öffnest und die Herzen weitest!

    Foto: Privat (J. Reichmann)

    Gedanken zum Bild:

    Was sehen Sie zuerst auf diesem Bild, liebe Andachtleser? Die dunklen Wolken über der finsteren Landschaft, das ruhige Wasser im Vordergrund oder den blauen Himmel mit den von der Sonne hell angestrahlten kleinen Wölkchen? Warum ich Sie das frage? Ist es nicht so: Es kommt immer ganz darauf an, was ich sehen will, nicht nur bei diesem Bild. Das stimmt sogar im Bezug auf das ganze Leben. Ich kann mich entscheiden, ob ich grundsätzlicher „Schwarzseher“ sein will oder ob mir die feinen Unterschiede wichtig sind oder ob ich trotz der sprichwörtlichen „dunklen Wolken“ am Himmel sehe, dass der größte Teil des Himmels in wunderschönem Blau leuchtet. Zugegeben: „Schwarzsehen“ steckt sehr schnell an, besonders wenn bestimmte Kräfte bewusst Ängste und Befürchtungen anstacheln. Wie kann es da gelingen, trotz der real vorhandenen „schwarzen Wolken“ den blauen Himmel trotzdem nicht aus dem Blick zu verlieren? Dazu braucht es zuallererst Gottvertrauen. Das Vertrauen, dass es keine gottlose Zeit gibt, auch wenn viele Gott aus ganz verschiedenen Gründen einfach „vergessen“ haben. Die Hoffnung ist, dass das Gottvertrauen auch im guten Sinne „ansteckend“ sein kann. Das kann geschehen, wenn uns Christenmenschen anzumerken und durch unser Reden und Handeln zu erleben ist, dass wir in allem Wirrwarr dieser Welt getrost und getröstet unterwegs sind. Denn schließlich hat unser HERR SEIN Versprechen gegeben: „Seid gewiss: ICH bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20, Neue Genfer Übersetzung)

    Erntedank – Gebet:

    HERR unser Gott, wir haben viele Gründe, DIR zu danken, DU Schöpfer des Lebens. Die Schönheit unserer Welt ist einmalig, von der Weite des Meeres bis zu den Höhen der Berge und die Vielzahl DEINER Geschöpfe übersteigt unsere Vorstellungskraft.

    HERR, unser Gott, wir danken DIR, dass trotz aller Herausforderungen in diesem Jahr im Ganzen gesehen eine gute Ernte eingebracht werden konnte und die Natur sich nach dem ersten Regen wieder so schnell erholen konnte. DU füllst unsere Hände mit Gaben, zu unserer Freude und zum Teilen mit unseren Nächsten.

    HERR, unser Gott, wir danken DIR für die Menschen, die mit uns durch das Leben gehen, die uns begegnen, mit denen wir uns verbunden fühlen. Wir danken DIR für jedes gute, hoffnungsvolle Wort, für das geduldige Zuhören, für jeden Trost und jede Stärkung in diesen aufgeregten und verunsicherten Zeiten.

    HERR, unser Gott, wir danken DIR für die Momente, in denen wir zur Ruhe kommen können. Für die Augenblicke, in denen DU uns Gedanken und Einsichten schenkst, die über unseren Alltag hinausweisen, die uns beleben und befreien durch DEINEN Geist.

    HERR, unser Gott, wir danken DIR von Herzen, dass DU auch in diesem Jahr DEINE schützenden Hände über uns gehalten hast, dass DU uns bewahrt hast vor Katastrophen und wir bitten DICH, bleibe bei uns mit DEINER Liebe und DEINER Hoffnung.

    HERR, unser Gott, für die Kranken bitten wir DICH um DEINE Nähe und für die Sterbenden, dass DU ihnen entgegen gehst auf ihrem letzten Weg. Tröste die Trauernden und lehre uns alle, dass wir unsere Lebenszeit als DEIN wertvolles Geschenk in Ehren halten.

    HERR, unser Gott, befreie uns aus Angst und Resignation mit DEINER Liebe, die uns Hoffnung schenkt auf eine Welt voller Gerechtigkeit und Frieden, damit wir zu träumen wagen von DEINEM Reich, in dem keine Träne mehr geweint werden wird und Schmerz und Leid ein Ende haben.

    Erbarmender Gott, erhöre uns.

    Amen.

  • Jahr 2022

    Vielseitiges Bläserkonzert und Begegnung in Krölpa

    Am vergangen Samstag, 17.09.2022 gastierte der Junge Bläserkreis Mitteldeutschland in der Kirche St. Peter und Paul in Krölpa. Das Ensemble wurde von Mitgliedern des Landesjugendposaunenchores gegründet und gehört zu den überregionalen Gruppen des Posaunenwerkes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die jungen Bläserinnen und Bläser aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt spielen in ganz Mitteldeutschland unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Frank Plewka. Nach Krölpa hatte der Evangelische Kirchengemeindeverband Krölpa-Öpitz geladen und die jungen Künstlerinnen und Künstler folgten gerne der Einladung. Mitgebracht hatten die Musikerinnen und Musiker ein vielseitiges Programm, das mit Werken von Gabrieli bis McCartney aufwartete. So hatten die zahlreichen Gäste sowohl die Gelegenheit zur Besinnung als auch zum Mitswingen. Besonders die dynamischen Fähigkeiten des Blechensembles beeindruckten die Zuhörer, die gleichermaßen die Kraft eines starken Forte als auch die Zartheit eines gefühlvollen Piano erfahren konnten. So ließen die Konzertbesucher den Klangkörper den Abend schließlich auch nicht ohne Zugabe beenden. Im Anschluss an das Konzert hatte die Kirchgemeinde zum geselligen Beisammensein in den Pfarrgarten eingeladen und bei Bratwürsten und regionalem Bier fiel der gemeinsame Austausch zwischen Publikum und Gästen nicht schwer. Gerade die Erfahrungsberichte der jungen Musiker fanden großes Interesse und obwohl die Anfahrtswege der jungen Instrumentalisten nicht immer sehr kurz seien, entlohnten doch die zufriedenen Zuhörer und die vielen regionalen Biere, die man allerorten kennen lerne, wie Gruppenleiter Plewka scherzte. Schließlich ließen sich Gemeindevorstand Müller und Bürgermeister Chudasch es sich nicht nehmen, die auswärtigen Musiker durch den historischen Krölpaer Pfarrhof zu führen. Mit Interesse verfolgten die Gäste die Ausführungen und dankten mit einem Ständchen vom Krölpaer Kirchturm, das sicher auch manchem Krölpaer Freude bereitete, dem die Melodien vom Turm entgegen wehten. Gäste wie Gastgeber waren sich endlich einig, dass dies nicht die letzte Begegnung in Krölpa bleiben solle. Chudasch strich im Bewusstsein der jüngsten Auszeichnung der Krölpaer Kirchgemeinde (OTZ berichtete) am Ende des Abends hervor, dass von offener Begegnung auf dem Krölpaer Kirchberg nicht nur geredet würde, sondern diese auch gelebt werde.

  • Jahr 2022

    Herbsttag

    Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
    Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
    und auf den Fluren lass die Winde los.
    Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;

    Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
    dränge sie zur Vollendung hin, und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein.
    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

    Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
    wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
    und wird in den Alleen hin und  her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    (Rainer Maria Rilke, 21.09.1902, Paris)

    In diesen Tagen spüren wir, wie sich der Herbst einstellt – mancher denkt wehmütig, ein anderer auch dankbar an den Sommer zurück – mit seinen langen hellen Tagen, mit Sonnenschein. Viele Erlebnisse und Erfahrungen säumen vielleicht die vergangenen Wochen-

    Ferienzeit, Urlaubszeit – eine Zeit zum Entdecken und Genießen.

    Anders noch der Dichter R. M. Rilke: für ihn schwingt Abschied mit in diesem Gedicht. Tatsächlich hat er sich 1902 von seiner Frau, der Bildhauerin Clara Westhoff und seiner Tochter Ruth getrennt und ist nach Paris aufgebrochen, um einer künstlerischen Arbeit beim Bildhauer Rodin nachzugehen. Er spürt den Herbstwind, der an die Vergänglichkeit erinnert. Er hat aber auch den Herbst als Zeit der Reife im Blick. Und er bittet Gott, diese zu schenken- nicht nur für die Früchte auf den Feldern und den Wein, auch für das eigene Leben.

    Nach dem Erntedankfest (2.10.22) beginnt eine stille, besinnliche Zeit, mit kürzer werdenden Tagen, die ihren Bogen bis hin zum Totensonntag/ Ewigkeitssonntag (20.11.22) schlägt, in der Gedanken zum Miteinander, zur Hilfe und Unterstützung des Nächsten, zum Sinn des Lebens und der Buße und Umkehr eine Rolle spielen. Menschen gehen zu den Gräbern ihrer Angehörigen und bedenken damit auch ihre eigene Endlichkeit. Rilkes letzte Strophe mag in manchen Ohren ernst klingen, sie ist aber auch eine Einladung, den Herbst als „Einkehrzeit“ zu nutzen, die „Ernte“ des vergehenden Lebensjahres in den Blick zu fassen, achtsam und bedacht zu sein, statt sich treiben zu lassen, wie ein Blatt im Wind.

    Wenn ich Rilke lese, habe ich immer eine ältere Dame vor Augen, die sich im „Herbst ihres Lebens“ zur Aufgabe gemacht hat, viele seiner Gedichte auswendig zu lernen, ihre Gedanken und geistigen Kräfte somit zu schulen, und natürlich auch anderen Menschen Lyrik und wertvolle Erfahrungen und Weisheit nahe zu bringen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.

    Vielleicht kann uns Rilkes Gedicht, obgleich es schon 120 Jahre alt ist in diesen Herbst begleiten und  uns auf seine Weise „lehren“.

    Eine behütete – erfüllte stille Zeit wünscht Ihnen allen

    Ute Thalmann

  • Jahr 2022

    Andacht zum 15. Sonntag nach Trinitatis, 25. 9. 2022

    Text: Jesus Sirach 1,10 Monatsspruch Septem-
    ber 2022
    Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.
    Gedanken zum Text:
    Wir leben in einer „Wissensgesellschaft“ und
    im „Informationszeitalter“, so heißt es. Das In-
    ternet macht ́s möglich. Nichts dagegen, aber
    Informationen allein machen noch lange kein
    Wissen. Denn die können „bearbeitet“, „ausge-
    sucht“ oder gar „erfunden“ werden – das Inter-
    net macht ́s möglich. Andererseits wächst der
    „Wissensstand“ der Menschheit tatsächlich in
    rasantem Tempo auf sehr vielen Forschungsge-
    bieten. Nur: Wissen allein scheint nicht zu ge-
    nügen. Wie sonst ist zu erklären, dass die ach
    so gescheiten Menschen nach all den verhee-
    renden Erfahrungen der letzten Jahrhunderte
    immer noch Krieg gegeneinander führen als
    gäbe es kein morgen? Oder dass die zügellos
    habgierigen Spekulanten bei uns im Land im-
    mer noch nicht ihre Kriegs- und Krisen –
    „Übergewinne“ ganz selbstverständlich ent-
    sprechend versteuern müssen? Nein, Wissen al-
    lein genügt nicht. Um aus dieser Krise heraus-
    zukommen, braucht es mehr, braucht es Weis-
    heit. Was für ein schönes, altes Wort! Es ist nur
    leider etwas aus der Mode gekommen, weil die
    Weisheit etwas ganz Besonderes ist. Zum einen
    gibt es weise Menschen im Gegensatz zu klu-
    gen oder schlauen Leuten nur sehr selten und
    zum anderen ist sie ein Gottesgeschenk, das
    man sich weder verdienen noch kaufen kann.
    Kein Wunder also, dass die Weisheit in der Bi-
    bel zu Wort kommt, vor allem in den jüngsten
    Büchern des Ersten Testaments wie den Sprü-
    chen oder dem Prediger Salomos (Kohelet)
    oder Hiob oder Ruth oder eben auch im Buch
    Jesus Sirach. Die Weisheit der Bibel öffnet den
    Blick dafür, wie es gelingen kann, in den
    schwierigen Verhältnissen der Zeit als Glau-
    bende zu leben. Sie sagt ganz konkret und
    praktisch, wie wir ein gelingendes Leben mit-
    einander gestalten und seine Schönheit genie-
    ßen können und auch, wie wir den Tiefschlägen
    des Lebens standhalten können im Vertrauen
    auf Gottes Liebe. Genau deshalb kann der
    Schreiber des Buches Jesus Sirach seine durch
    Erfahrung und Wissen getragene Erkenntnis in
    diesen kurzen Satz zusammenfassen: Gott lie-
    ben, das ist die allerschönste Weisheit. Auch
    wir können uns diese Erkenntnis schenken las-
    sen, wenn wir Gott im tiefsten Herzen vertrau-
    en. Es wird dringend Zeit, dass mehr Weisheit
    von dieser Art in unsere Gesellschaft, unsere
    Zeit und unsere Welt kommt, meinen Sie nicht
    auch?

    Gedanken zum Bild:
    Tautropfen auf Grashalmen im Morgenlicht –
    die Frische der Nacht ist noch zu spüren. Das
    Licht und der Tau verwandeln das „einfache“
    Gras in ein glitzerndes Lob der Schöpfung.
    Diesen Gedanken muss wohl auch der Dichter
    Jürgen Henkys gehabt haben, als er das engli-
    sche Lied „Morning has broken“ ins Deutsche
    übertrug (im evangelischen Gesangbuch Nr.
    455, 2): „Sanft fallen Tropfen, sonnendurch-
    leuchtet. So lag auf erstem Gras erster Tau.
    Dank für die Spuren Gottes im Garten, grünen-
    de Frische, vollkommnes Blau.“Was für eine
    Freude, nach diesem Dürresommer wieder grü-
    ne Wiesen zu sehen – die manchem Garten-
    freund allerdings schon wieder zu schnell und
    zu hoch gewachsen sind. Nun ja, die Vorstel-
    lung von Schönheit ist nun einmal „divers“, um
    ein Modewort zu gebrauchen. Was aber ohne
    Zweifel alle anerkennen müssen, ist die beein-
    druckende Kraft der Natur, durch die in weni-
    gen Tagen nach dem erlösenden Regen alles
    wieder ergrünt und es in diesem Jahr fast einen
    „zweiten Frühling“ so kurz vor dem Herbst
    gibt. Welch ein Hoffnungsbild in diesen eher
    belastenden Tagen! Das kann die Stimmung
    deutlich verbessern und damit auch den Blick
    auf die „Gesamtsituation“. Wer dazu noch ein
    schönes Lied auf den Lippen hat – zum Bei-
    spiel auch das oben genannte „Morgenlicht
    leuchtet“ – tut seiner Seele etwas Gutes. Noch
    besser ist es, nicht nur für sich zu singen, son-
    dern in einer Gemeinschaft, den Menschen zur
    Freude und Gott zur Ehre. Wem die Musikalität
    nicht so gegeben ist, der findet sicher viele an-
    dere Möglichkeiten, seinen Mitmenschen und
    sich selbst Freude zu bereiten – und wenn sie
    nur so kurz aufscheint wie der glitzernde Mor-
    gentau.