• Adventskalender

    Türchen 16 | 16. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Die Hirtin Magdalene, eine Geschichte…

    Andacht zur dritten Advents – Woche 2020


    Die Hirtin Magdalene… Eine Geschichte…

    Vielen Dank an Ute Thalmann


    Andacht zur dritten Advents – Woche 2020

    Schriftwort: Text: Lukas 1, 79

    Darum wird auch der helle Morgenglanz aus der Höhe zu uns kommen, um denen Licht zu bringen, die in der Finsternis und im Schatten des Todes leben, und um unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu lenken.«

    Liebe Schwestern und Brüder,

    Wir haben Sorgen, von denen wir vor einem Jahr noch keine Ahnung hatten. Gut, da gab es schon die erste Infektionswelle in China und Südkorea. Aber wer hätte ahnen können, dass dieser fiese Virus auch uns gefährlich werden könnte? Und nicht nur einmal im Frühjahr, wie wir jetzt erschreckt feststellen müssen? Dass der so penetrant ist, dass er uns unser geliebtes, gewohntes Weihnachten ruiniert? Es ist der Erreger, der die drastischen Maßnahmen auslöst – das müssen wir uns immer wieder sagen, um nicht auf Meinungsmache hereinzufallen.

    Und irgendwie müssen wir mit alldem zurechtkommen, auch in den Familien und gerade zu Weihnachten. Das wird nicht leicht werden. Denn der Geburtstag Jesu ist nun einmal in unserer Kultur das nicht zu toppende Familienfest des Jahres, an dem wohl niemand gern allein bleibt, wenn er nicht unbedingt muss oder eh keine andere Chance hat.

    Wir sind es gewohnt, zu Weihnachten zusammenzukommen, alle, die irgendwie zusammengehören. Sicher, das ist nicht immer spannungsfrei, aber dennoch möchte niemand wirklich darauf verzichten. Man bemüht sich um gute Stimmung und entspanntes Zusammensein.

    Und dieses Jahr müssen wir überlegen, wer mit wem feiert. Da liegt Spannung in der Luft, schon bei dem Gedanken daran, welche Entscheidung zu fällen ist, wie sie gesagt werden kann und wie die Betreffenden darauf reagieren werden. Lässt der äußere Druck uns eher zusammenfinden? Werden wir ein Weihnachten erleben, das uns aufbaut, auch wenn es so anders sein muss, als wir es gewohnt sind? Sind es die vertrauten Gewohnheiten, die Weihnachten zu dem machen, was es ist oder was es nach unseren Vorstellungen sein soll? Dieser Ausnahmetag, genauer dieser eine Abend im Jahr, an dem alles so sein soll, wie es sonst nicht sein kann? Friedlich und harmonisch, zufrieden und entspannt und durchströmt von Wärme und Licht? Kommt das alles durch die Vertrautheit der Gewohnheiten?

    Oder gibt es in diesem Jahr der Krise plötzlich einmal die Chance, die Botschaft von Weihnachten für uns neu zu entdecken? Wenn sie nicht völlig verschüttet ist durch den allgemeinen Trubel und die unzähligen Aktivitäten, die sonst immer den Advent zum blanken Stress werden lassen? Ich denke da an viele, die von einer Weihnachtsfeier zur nächsten hetzen, zwischendurch noch ihre Einkäufe erledigen und das Haus putzen… Die notwendige Ruhe in den nächsten Tagen ist äußerst ungewohnt. Werden wir sie aushalten? Oder öffnet sie vielleicht den Raum für eine außergewöhnliche Erfahrung, Weihnachten viel näher am Ursprung der Botschaft zu erleben?

    Als weniger verstellte Erinnerung, dass Weihnachten das Fest der Menschwerdung Gottes ist, die ganz in der Stille, abseits von jedem Trubel in einer einfachen Schutzhöhle für Weidetiere stattfand, dem Stall bei Bethlehem? Würde uns die Erinnerung daran Kraft und Mut schenken für die schwierige Gegenwart und die ungewisse Zukunft? Würde sie uns den Horizont öffnen für das helle Licht der Liebe Gottes auch in unserer Zeit? Das uns zeigt, dass wir nicht allein sind, sondern dass Gott sich auch uns zuwendet?

    Ich vertraue fest darauf. Lesen und hören Sie das Wort aus dem Lukasevangelium, nicht nur mit den Ohren und dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen und spüren sie dem nach, was es Ihnen in diesem Advent 2020 ganz persönlich sagt:

    Darum wird auch der helle Morgenglanz aus der Höhe zu uns kommen, um denen Licht zu bringen, die in der Finsternis und im Schatten des Todes leben, und um unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu lenken.«

    Möge uns das geschenkt werden. Amen

    Foto: J. Reichmann

    Gedanken zum Bild:

    Auch in dieser Woche findet am Mittwochabend, 16.12., um 18.00 Uhr eine Andacht im Rahmen des „Adventskalenders on tour“ in der mittelalterlichen St. Veits Kapelle in Wernburg statt. Das Gebäude an der Hauptstraße ist von seinen Ausmaßen her eher klein und geduckt, wirkt aber sehr er massiv und wie für die Ewigkeit gebaut. Beim Vorbeifahren sieht man ihm nicht an, welches Kleinod sich vor allem in seinem Innenraum verbirgt. Denn die Menschen des Mittelalters haben für Gott nicht nur eine für für Jahrhunderte haltbare Kapelle gebaut, sondern IHM auch den schönsten Raum im ganzen Dorf gewidmet. Wenn man das Kirchlein betritt, erblickt man die rundum mit Fresken verzierten Wände. Fein gezeichnete Figuren in farbenprächtigen Gewändern mit ausdrucksstarken Gesichtern wurden von künstlerischer Hand in den noch nassen Putz gemalt. Solch aufwendige Kunst gab es in den privaten Häusern und Hütten der Menschen von damals nicht. Es ist ein Geschenk des Himmels, dass diese Pracht im Laufe der vielen Jahrhunderte nicht verloren ging und uns auch heute erfreut. Mehr noch – die Bilder erzählen uns vom Glauben unserer Vorfahren, die viel größere Herausforderungen als wir zu bestehen hatten und gerade deshalb Halt und Hilfe im Vertrauen zu Gott fanden.

    Gebet:

    Ewiger Gott, Du kommst auf uns zu mit DEINER Liebe darauf hoffen wir im Advent besonders in diesem schwierigen Jahr. Wir danken DIR für die Liebe in unserem Leben, für die Freude, die wir aneinander haben, für die Gemeinschaft im Glauben, die wir erleben dürfen.

    Hilf uns HERR, dankbar zu bleiben und uns zu erinnern, wie viel Grund wir haben zum Danken. Aus dem Dank heraus wollen wir DICH bitten:

    HERR, sei allen Menschen nahe, die voller Erwartung sind in diesen Tagen, den Kindern, den Erwachsenen, die sich auf die Festtage freuen. Lass gelingen, was sie sich erhoffen.

    HERR, wir bitten DICH, sei allen nahe, denen die Sorgen im Genick sitzen, dass sie frei atmen können durch DEINE Hoffnung, die ihr Herz leichter machen kann.

    HERR, lehre uns, einander zu stärken, miteinander die Lasten zu tragen und die Freude des Lebens zu teilen. Hilf uns, damit anzufangen. DU wirst es vollenden.

    Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen

    Beten wir das Vaterunser.

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN

    Vielen Dank an Jörg Reichmann (Pfarrer Pößneck)


  • Adventskalender

    Türchen 15 | 15. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Lesung der Geschichte: Das Licht in Dir!

    Hören Sie ein Adventspreludium von Cornelius Hofmann


    Das Licht in Dir … Eine Geschichte…

    Vielen Dank an Ute Thalmann


    Adventspreludium

    Vielen Dank an Cornelius Hofmann


  • Adventskalender

    Türchen 14 | 14. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    BastelnBastelt eine tolle Adventsüberraschung für Vögel…

    Tiere an der Krippe, eine Geschichte…


    Ein Kranz/ eine Futterglocke für Vögel

    Tiere gehören zur Krippe hinzu – bereits in den ersten „Krippenspielen“, die auf keinen geringeren als Franziskus von Assisi zurückgehen, sollen sogar Tiere „mitgespielt“ haben.

    Tiere brauchen im Winter unsere Hilfe. Damit sie genug Futter haben, können wir z.B. den Vögeln einen eigenen „Adventskranz“ oder eine Futterglocke selbst herstellen.

    Für den Kranz brauchst du:

    1 alten Adventskranzrömer

    Faden / Schere

    Äpfel

    Meisen Knödel oder anderes Vogelfutter

    Nüsse

    alte Obstnetze aus Plastik

    So geht es:

    1. Befestige am Römer vier gleichlange Fäden – diese verbindest du am Ende mit einem Knoten. Daran kannst du den Kranz später am Baum aufhängen.

    2. Fädle kleine Fadenstücke durch die Meisen Knödel und hänge sie an den Römer.

    Die Äpfel kannst du am Stiel aufhängen / mit Faden befestigen

    3. Befülle die Obstnetze mit Nusskernen, binde sie oben zu und hänge diese auch an den Römer.

    4.Zum Schluss kannst du noch kleine grüne Zweige an den Kranz binden.

    5. Hänge nun den Kranz an einen Baum, nicht zu tief, damit die Katzen nicht die Vögel fangen.

    Für die Futterglocke brauchst du:

    1 alten Blumentopf aus Plastik

    Faden/ Schere

    Schweineschmalz (ungesalzen) oder Kokosfett

    Getreidekörner

    Sonnenblumenkerne

    Haferflocken

    Frischhaltefolie oder eine alte Plastiktüte

    So geht es:

    1. Befestige am Blumentopf einen Faden (durch die Löcher am Boden)

    (damit kannst du die Futterglocke später aufhängen)

    1. Erwärme in einem Topf den Schweineschmalz/ das Kokosfett
    2. Füge Getreidekörner, Sonnenblumenkerne, Haferfocken hinzu, dass es eine breiige Masse ergibt (gut umrühren)
    3. Lass diese Masse etwas abkühlen und fülle sie dann mit einem Löffel in den Blumentopf.
    4. Wickle alles vorsichtig in Frischhaltefolie oder lege es in eine Plastiktüte

    Und lass es im Gefrierfach solange auskühlen, bis die Masse fest (aber nicht gefroren!) ist.

    1. Dann hänge deine Futterglocke an einen Baum im Garten.

    Tiere an der Krippe! Eine Geschichte….

    An einem langen Winterabend unterhielten sich ein Ochse und ein Esel darüber, was sie in der Heiligen Nacht im Stall von Bethlehem erlebt hatten.

    „Kannst du dich noch daran erinnern, als dieses Paar, diese Menschen zu uns in den Stall kamen – eine Frau und ein Mann?“ ,fragte der Ochse als er gemütlich das Heu aus der Futterkrippe kaute. „Natürlich“, entgegnete der Esel. „Es war eine ganz besondere Nacht.“ „Ich konnte nicht schlafen, weil das Licht eines Sterns so hell in unseren Stall fiel. Plötzlich hatte die Bäuerin die Stalltür aufgemacht – mitten in der Nacht, da wusste ich gar nicht, was das zu bedeuten hatte. In der Nacht hatten wir ja immer unsere Ruhe, bis auf die Mäusefamilie hinter dem Verschlag, die dann immer hervorkam und sich Körner und Samen vom Heu holten.“ „Auch mir ging es ähnlich“, entgegnete der Ochse, „ich dachte schon, jetzt muss ich wieder auf` s Feld und den Pflug ziehen und nun schon mitten in der Nacht!“

    „Na und was dann geschah, das war ja wie ein Wunder!“ schwärmte der Esel. Da wurde noch in derselben Nacht ein Kind geboren – in unserem Stall! Und es lag dann in meiner Futterkrippe! Als ich das erste Mal einen Blick drauf werfen konnte, war ich so berührt von dem kleinen Wesen. Es war so zart!“ „Dass ich die ganze Nacht dann kein Auge zugetan habe, weil danach noch öfter die Stalltüre aufging, war nicht so schlimm, denn so etwas Schönes hatte ich mein Lebtag noch nie gesehen!“, meinte der Ochse. „Als die junge Frau sich niedergelegt hatte, um auszuruhen, brachte der Mann uns frisches Heu und setzte sich an die Krippe zum Kind. Und dann ging ein weiteres Mal die Stalltüre auf in dieser Nacht. Zuerst sah ich nur eine Lampe, und dann traten drei wackere Hirten in den Stall, sie schienen etwas zu suchen.“ Ganz aufgeregt fiel der Esel ein: „Natürlich das Kind! Und da lag es in der Krippe und die Hirten staunten. Ja der eine stellte einen Krug mit Milch ab und ein anderer bedeckte es mit einem kleinen Fell. Sie blieben eine Weile. Und dann wurde erneut die Tür aufgerissen, ich hörte nur das Mähen von Schafen, als ein kleiner Hirtenjunge angelaufen kam. „Ich hab euch gesucht! Mir war ganz Angst. Plötzlich war es ganz hell um mich und jemand sagte: „Steh auf, Jakob, der Heiland ist geboren, in einem Stall in Bethlehem, einen Stern wirst du sehen, der zeigt dir an, wo das Kind ist!“ Er sprach ganz atemlos mit den anderen Hirten und dann entdeckte er das Kind in der Krippe und war so erstaunt, dass er sich hinkniete und es lange schweigend anblickte.“ „Kannst du dich noch an seine leuchtenden Augen erinnern?“, fragte der Ochse. „ Klar, das sieht man doch nicht alle Tage!“, entgegnete der Esel.“ „ Und dann war es mit einem Mal ganz still im Stall, selbst die Mäuse waren stumm vor Staunen.“ „Als der Morgen dämmerte, machten sich auch die Hirten mit dem Jungen auf den Weg. Bald sollte die Bäuerin kommen und uns Futter bringen. Auch der Mann war inzwischen eingeschlafen und ruhte vor der Krippe.“

    „Eine wunderbare Nacht war das damals, eine heilige Nacht, die wir nicht so schnell vergessen werden.“, schwärmte der Ochse. „Selbst die schwatzhaften Mäuse haben sie erlebt und waren ganz verändert.“ „Es muss wohl doch ein besonderes Kind gewesen sein, das da in unserem Stall geboren wurde: der Heiland der Welt eben, auch für uns!“, meinte der Esel und richtete sich stolz auf. (U. Thalmann)

    Vielen Dank an Ute Thalmann


  • Adventskalender

    Türchen 13 | 13. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Heute ist Luciatag, was es mit Lucia auf sich hat erfahrt Ihr hier… Macht Euren Eltern eine Freude!

    3 Bäume an der Krippe! Vorlesegeschichte!


    & den Eltern eine Freude machen!
    Heute ist Luciatag

    Frühstück im Bett (Nur für Kinder!)

    Liebe Kinder,

    am 13. Dezember ist Luciatag, da könnt ihr eure Eltern mit einer ganz besonderen Überraschung erfreuen. Bringt Ihnen am Morgen ein Frühstück ans Bett – das ist ein Brauch aus Schweden. Dort verkleidet sich die älteste Tochter des Hauses als Lichterkönigin und trägt mit einer Krone aus Kerzen das Frühstück zu den Eltern.

    Erinnert wird an die Heilige Lucia (+304 n. Chr.) in Syracus/ Sizilien. Sie hat damals verfolgten Christen Lebensmittel und Wasser in die Höhlen und Gänge der Stadt gebracht und sie so gerettet. Sie trug Kerzen auf dem Haupt, um besser sehen zu können.

    Ihr braucht:

    1 Tablett

    Tassen und Teller, Besteck, Toast oder Brötchen, Butter und was eure Eltern gerne als Belag mögen, Kaffee (wer ihn kochen kann) oder einfach Milch.

    Statt der Kerzenkrone (Brandgefahr): eine Stirnlampe oder Taschenlampe/ Handy

    Und ihr verkleidet euch mit einem weißen Betttuch und einem roten Band als Gürtel.

    Dann bringt ihr euren Eltern die Dinge ins Schlafzimmer – aber klopft vorher an!

    Viel Spass!


    3 Bäume an der Krippe ! Eine spannende Geschichte, gelesen von Ute Thalmann:

    Vielen Dank an Ute Thalmann


  • Adventskalender

    Türchen 12 | 12. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Leckere Ideen für die Weihnachtszeit … Zaubert etwas leckeres für Eure Familie…

    & mitmachen! Eine tolle Idee für einen Besuch im Wald für die ganze Familie!


    Leckereien im Advent!


    & Nachmachen
    Eine Idee für Familien!

    Viele im Blick

    An etwas zum Weihnachtsfest kann ich mich noch vage erinnern. Die Geschichte wird immer noch bei uns zu Hause erzählt. Meine Urgroßmutter lebte vor etlichen Jahren noch und sie führte eine kleine Landwirtschaft. Da gab es Kühe im Stall- sie wurden angespannt, weil sie sich kein Pferd leisten konnte. Schweine wurden gemästet und Hühner und Enten gehalten. Am Heiligen Abend ging meine Urgroßmutter in den Stall und jedes Tier bekam eine extra Portion Futter. Sie hatte viele im Blick, nicht nur die Menschen, die ihr nahe und lieb waren, sondern eben auch die Tiere. Das hat mich als Kind schon beeindruckt. Umso trauriger war sie, als schließlich Anfang der 70-ger Jahre die Kühe aus dem Stall geführt wurden, um sie in einen großen Stall der damaligen LPG unterzubringen.

    Neben den Menschen, die wir an Weihnachten im Blick haben und für die wir Geschenke oder Überraschungen bereiten, können wir auch für Tiere etwas bereiten – und ich denke da speziell an die Tiere im Wald.

    Auch sie freuen sich über einen gut geschmückten Baum. Natürlich mit Futter,

    was sie genießen können:

    Um auch den Tieren im Wald eine Überraschung zu bereiten, brauchst du:

    Äpfel

    Möhren

    Meisen Knödel

    zusätzlich Nüsse und Kastanien

    Bindfaden

    eine Schere

    Binde alle Früchte und die Meisen Knödel an Fäden und versehe sie mit einer Schlafe zum Anhängen.

    Die Nüsse solltest du mit einem Hammer etwas zerkleinern, sie kannst du mit den Kastanien auf einem Moosbett, am Fuß des Baumes als Streufutter auslegen.

    Und dann ab in den Wald. Suche dir einen Baum, an dessen Zweige du die Früchte für die Tiere hängen kannst. Achte darauf, dass die Möhren nicht zu hoch hängen. Sie dienen Hasen und anderen kleinen Tieren als Futter.

    Natürlich kannst du auch Kontakt zum zuständigen Förster aufnehmen.

    (Foto: U. Thalmann, privat)

    Vielen Dank an Ute Thalmann


  • Adventskalender

    Türchen 11 | 11. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Was glauben und feiern andere: Chanukkafest

    Ein Beitrag aus dem Adventskalender on Tour – vom 11. Dezember aus Schmorda


    Was glauben und feiern andere: Chanukkafest

    Chanukka – Das jüdische Lichterfest

    Am 10. Dezember 2020 beginnt mit dem Sonnenuntergang das Chanukkafest. Da der jüdische Kalender ein anderer ist, als unser offzieller, wechselt das Fest jedes Jahr mit seinem Datum. Meist liegt das Fest im Advent, kurz vor unserem Weihnachtsfest. Acht Tage wird gefeiert. Jeden Tag wird eine Kerze an der Chanukkia (8- armiger Leuchter) mehr entzündet. Am letzten Tag des Festes brennen dann alle Kerzen. Unsere jüdischen Glaubensgeschwister erinnern sich an Chanukka an die Wiedereinweihung des jüdischen Tempels im Jahr 164 v. Chr. nach dessen Entheiligung und heidnischer Überfremdung.

    Nach der Überlieferung fand sich nur Öl für den Leuchter für einen Tag im Tempel. Durch ein Wunder hat das Licht jedoch acht Tage gebrannt, bis neues geweihtes Öl hergestellt worden war.

    Meine jüdische Freundin erzählte, acht kleine Geschenke gibt es zum Fest- jeden Tag eines. Im Laufe der Zeit hat das Fest auch etwas vom Brauchtum der (christlichen) Umgebung angenommen: Familien schicken sich Karten, teilen Geschenke, die Familie kommt zusammen und feiert. Es gibt in Öl gebackene Speisen, z.B. Lattkes oder Pfannkuchen (Berliner).

    Vielen Dank an Ute Thalmann


    2. Adventswoche 11. Dezember Schmorda

    Wir sagen euch an, den lieben Advent, sehet die zweite Kerze brennt!
    So nehmet euch eins um das andere an, wie auch der Herr an uns getan.
    Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr.

    Im Advent liebe ich Einfachheit und Festlichkeit, und ich liebe besonders die Adventslieder.

    Sie füllen Räume, Kirchen und Wohnzimmer mit einer unverwechselbaren Stimmung noch dazu, wenn Kerzen angezündet werden. Ich öffne dann mein Herz und lasse Jesus einziehen.

    So höre ich heute das Lied:
    “Tochter Zion, freue dich, jauchze laut Jerusalem!
    Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt der Friedefürst.
    Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
    Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh!
    Sieh! Er kommt demütiglich; reitet auf dem Eselein.
    Tochter Zion, freue dich! Hol ihn jubelnd zu dir ein.
    Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
    Ewig steht dein Friedensthron, du, des ewgen Vaters Kind. “


    In diesem Lied werde ich an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. Jesus wurde damals in Jerusalem freudig begrüßt. So ist das Lied eine Einladung. Begrüßen wir auch heute Jesus in unseren Herzen. Jesus ist ein friedfertiger menschenfreundlicher König. Besondere Milde zeichnet ihn aus und deshalb hat sein Königreich Bestand!! So besingt es das Lied. Und dieses Lied erinnert mich auch an die große Versprechen, die von den Propheten im alten Testament überliefert werden:

    Bei Jesaja 9,Vers 5 lese ich: “Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens keine Ende auf dem Thron Davids und in
    seinem Königreich.” Und bei Sacharja 9,Vers 9 wird angekündigt: “Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalems, jauchze! Siehe, dein König, kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin”. Das sind starke Worte! Das
    Besondere von diesen außerordentlichen Versprechungen ist, es wird ein gerechter König kommen.
    Und genau das ist das Einmalige an Jesus seine Friedfertigkeit und Milde, mit der er uns in unseren Herzen anrühren möchte.
    Die Melodie dieses Liedes stammt von Georg Friedrich Händel, er hat sie ursprünglich für einen Siegesgesang in seinem Oratotium “Judas Maccabaeus” komponiert. Dort geht es um militärische Heldentaten und den historischen Befreiungskampf von Judas Maccabäus gegen die Römer in alter Zeit. Das Oratorium schrieb Händel 1746 für den Herzog von Cumberland nach dessen Sieg über die Schotten. Das Oratorium wurde festlich am 1. März 1747 im Londoner Covent Garden aufgeführt. Es war ein großen Erfolg. Später lernte der fromme Seelsorger und Textdichter Friedrich Heinrich Ranke in Erlangen diese festliche Melodie kennen und schrieb dazu einen neuen sehr berührenden Text: das Lied “Tochter Zion” nämlich. Dieser Text ist einfach, volkstümlich und sehr eingängig. Es besingt die Schlichtheit und Einfachheit von Jesus. Und es wird die Freude und der Jubel über Jesus und sein Kommen betont. Ja seht dort kommt der neue König. Er reitet auf einem Esel und braucht überhaupt keine Herrschaftssymbole, wie große prächtige Pferde. Er ist menschlich und bescheiden. Welch große Sache für uns die einfachen Menschen! Das ist Grund zur Freude und zum Jubel! Und das möchte uns das Lied auch heute schenken eine große innere Freude über Jesus und sein Kommen in unser Welt. Möge uns das Lied nun in unserm Herzem begleiten. Amen.


    Gebet:
    Herr Jesus Christus, danke, dass Du zu den Menschen gekommen bist damals nach Jerusalem.
    Du bist als einfacher Mensch gekommen. Ein Esel war Dir genug. So warst Du mit uns auf Augenhöhe und hast uns Deine Liebe und Aufrichtigkeit gezeigt und Dein ganzes Herz geschenkt.
    Dafür preisen und loben wir Dich in unseren Herzen. Schenke uns Deinen Frieden in dieser Adventszeit. Amen

    Segensgruß aus Irland:
    Mögest Du stets ein Lied auf den Lippen haben und ein fröhliches Wort an deine Freunde.
    So schenke uns Gott ein fröhliches und dankbares Herz.

    Vielen Dank an Ursula Wolff

  • Adventskalender

    Türchen 10 | 10. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Heute basteln wir einen Weihnachtsstern – das haben wir ganz ausführlich für Euch gefilmt 🙂 – Viel Spaß beim Nach-, bzw. Mitbasteln…

    Was bedeutet eigentlich LEBkuchen?! Hier erfahrt Ihr es…


    Wir basteln einen Weihnachtsstern, macht mit!

    Vielen Dank an Lina Heintz


    Über den Lebkuchen!

    Lebkuchen gehören zur Advents- und Weihnachtszeit

    „Leb“ bedeutet Heil- und Arzneimittel- die mit verschiedenen Gewürzen gebackenen kleinen „Kuchen“ wurden in Klöstern verschenkt und dienten Kranken zur Kräftigung.

    Wie der Lebkuchen erfunden wurde

    (Erzählung von Alma Grüßhaber, gefunden in: Treffpunkt Fenster – Den lebendigen Adventskalender feiern und gestalten)

    Man schreibt das Jahr 1135. Der Mönch Adalbert ist Bäcker und Koch im Kloster der Äbtissin Hildegard auf dem Ruppertsberg am Niederrhein. Adalbert verarbeitet alles, was der Klostergarten und die Fischzucht abwirft oder was die Bauern als Pacht an Naturalien bringen. Außerdem ist er ein Erfinder neuer Speisen. Er steht an seinem Stehpult und macht Pläne für die bevorstehende Weihnachtszeit. Manche Gäste werden kommen, vieles ist vorzubereiten. Zu ihm tritt die Äbtissin Hildegard.“ Das Fest der Weihnacht naht“, sagt sie. Adalbert nickt: „Ehrwürdige Mutter, darüber sinne ich gerade nach. Wir werden viele Besucher haben, die zur Heiligen Nacht kommen, um sie mit uns zu feiern.“ „ Backe doch etwas, was die Sinne anregt und die Christfreudebeflügelt“, sagte die Äbtissin und fügte lächeln hinzu: „Du bist erfindungsreich, Adalbert. Unsere Kräutersuppen zu Ostern sind inzwischen in der ganzen Region beliebt. Warum sollen wir nicht für den Heiligen Christtag eine besondere Speise haben?“

    Hildegard verlässt den Raum. Adalbert holt sein altes Kräuterbuch und blättert. Lange sucht er. „Es muss eine Speise sein, die jeder zu sich nehmen kann. Kinder ganz besonders. Also muss es ein Kuchen oder ein süßes Stück sein“, murmelt er. Vom Brotteig steht noch ein Rest auf dem Backofen. Adalbert riecht daran. „Noch brauchbar“, sagt er und holt aus dem Gewürzschrank den Honigtopf. Dabei stößt er an den Sack mit Nüssen, und nimmt gleich eine Handvoll mit. Er befiehlt dem Novizen, der in der Küche arbeitet, die Nüsse zu öffnen und die Kerne zu mahlen. Er nimmt den restlichen Teig und etwas frisches Mehl und gibt alles in den Backtrog.Dann sucht er seine Kräutervorräte durch. „Was beflügelt die Sinne“, überlegt er. Er riecht an den Nelken und beschließt auch diese mahlen zu lassen. Der stangenzimt, unendlich kostbar, weil er aus fernen Ländern kommt, wird auch vermahlen. Auch eine Handvoll Kardamomkörner legt er bei. „Nun habe ich vier Düfte: Honig, weich und samtig, Nelken, würzig und prickelnd, Zimt, edel und aromatisch, Kardamom, dunkel und rund im Geschmack. Es müsste noch etwas Scharfes dazu“, murmelt Adalbert. „Ob ich Pfefferpulver nehmen soll? Ein kleines bisschen vielleicht, denn sonst verdeckt es den Zimtgeschmack. Ich brauche noch einen würzigen Duft Ob ich Ingwer nehmen soll? Ingwer gibt dem Teig die Farbe. Und weil die Mutter Äbtissin die Muskatnuss liebt, werde ich davon auch etwas Pulver beifügen“, beschließt er.

    Geschäftig eilt Adalbert hin und her. Er mengt die Aromen und die Nüsse unter den Teig, gibt etwas Öl dazu und dann füllt er ein Backblech und bestreicht den Teig mit Honigwasser. Vorsichtig drosselt er die Hitze im riesigen Holzbackofen und schiebt das Backblech ein. Bald erfüllt ein Wohlgeruch den ganzen Raum. Die Küchenhelfer fragen: „Was gibt es heute? Den Geruch kennen wir gar nicht.“ Glücklich lächelt Adalbert und wacht über dem Kuchenblech. Bald zieht er den flachen Kuchen aus dem Ofen. „Holt die Mutter Äbtissin. Sie soll als erste davon kosten“, befiehlt er.

    Die Äbtissin betritt die Küche. Auch sie riecht den köstlichen Duft und lässt sich am Küchentisch nieder. Adalbert schneidet ein Stück von dem duftenden Kuchen ab. Hildegard isst bedächtig davon. Adalbert sieht sie erwartungsvoll an. „Das ist ein Lebenskuchen. Du hast ein Christgebäck erfunden, Adalbert“, lobt Hildegard.

    „ Sieben Gewürze hast du genommen- das ist die richtige Zahl. Damit können wir unseren Besuchern sagen: An sieben Tagen hat Gott die Welt vollendet erschaffen. In sieben Tagen erschuf er Himmel und Erde und zeigt an Weihnachten durch seinen Sohn sein Heilshandeln.“

    Und seit dieser Zeit werden „Leb(ens)kuchen“ zur Weihnachtszeit gebacken. Natürlich kennt man inzwischen feine Teige mit Backpulver oder Hirschhornsalz und eleganten Aromen wie Piment und fruchtige Würfel aus Zitronen und Orangenschale. Aber der erste Lebkuchen musste schließlich einmal erfunden werden.

    Vielen Dank an Ute Thalmann

  • Adventskalender

    Türchen 9 | 9. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    & Spielen! Ein sinnliches Ratespiel !
    Eine Anleitung! Adventsdüfte und Gewürze!

    Eine Adventsandacht und ein
    Hinweis auf den Adventskalender on Tour!


    Adventsdüfte und Gewürze (Ein sinnliches Ratespiel)

    Adventsdüfte und Gewürze

    Die sieben Gewürze des Lebkuchens

    (Ein sinnliches Ratespiel)

    Du brauchst:

    8 leere Joghurtbecker

    Butterbrotpapier und Gummiringe

    Aniskörner

    1 Vanillestange

    30 g Nelken

    Einige Stangen Zimt

    Kardamompulver

    Muskatblüte

    Orangeatwürfel oder frische Schalen einer Orange

    Pfeffer

    Und so wird’s gemacht:

    Die Becher jeweils mit einer Zutat befüllen.

    Butterbrotpapier in Kreise schneiden.

    Kleine Löcher in den Butterbrotpapierscheiben stechen.

    Mit Gummiringen das Butterbrotpapier auf den Bechern befestigen.

    Becher aufstellen. Jeder Mitspieler macht eine Riechprobe.

    Dann wird zusammengetragen, welche „Düfte“ erraten wurden.

    Danke an Ute Thalmann


    Adventsandacht

    Andacht zur zweiten Advents – Woche 2020 und „Türchen“ des „Adventskalenders on Tour“ (www.im-glauben-vereint.de) für Mittwoch, den 9. Dezember 2020

    Schriftwort: Lukas 21,28 b (Wochenspruch)

    Christus spricht: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!

    Gedanken zum Schriftwort:

    Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht! Wie klingen diese Worte Jesu in unseren Ohren im Advent des Pandemiejahres? Hören wir sie anders als bisher? Ehrlich: Da dachten wir doch: Klingt ganz nett, aber wovon sollen wir eigentlich erlöst werden? Uns ging´s doch gut. Wir waren uns sicher, dass das im Wesentlichen auch so bleiben würde. Wohlstand gesichert, medizinische Versorgung nahezu perfekt, persönliche Freiheit fast uneingeschränkt auslebbar – das sind unsere Erfahrungen, die inzwischen zu Ansprüchen geworden sind. Die dunklen Worte Jesu vom Ende der Zeit, die mit SEINER Aufforderung enden, die Köpfe zu heben, waren sehr weit weg von unserer Lebenserfahrung.

    Die Entwicklung in diesem Jahr belehrt uns auf drastische Art eines besseren. Die lieb gewordenen Gewohnheiten sind plötzlich gefährliche Risiken für die eigene Gesundheit und die der anderen. Die Pandemie ist notwendigerweise Thema Nummer eins, beherrscht Gedanken und bedrückt die Gefühlslage. Fragen brechen auf: Wie geht es weiter? Was wird noch kommen? Und wird das Leben mal wieder so werden, wie wir es kannten, wenn das Schlimmste irgendwann vorbei ist? Alles Fragen ohne Antworten, Einfallstore für tiefgreifende Ängste und wildeste Spekulationen, weil wir Menschen nun einmal nicht wirklich in die Zukunft schauen können. Immer, wenn wir es versuchen, liegen wir daneben. Die Älteren unter uns erinnern sich bestimmt an die eigene Schulzeit, in der sie die marxistische Theorie von der „gesetzmäßigen Entwicklung“ der Gesellschaft hin zum Kommunismus lernen durften. Der Kommunismus sollte eine Art zukünftiges Paradies auf Erden sein. Und was ist die Wirklichkeit? Der Kommunismus hatte überhaupt keine Zukunft, weil jedes menschengemachte Paradies immer nur für wenige existiert – und nur so lange, bis sich die erheben, zu deren Lasten es errichtet wurde. Der einzige, der sicher sagen kann, was in der Zukunft wirklich geschehen wird, ist der HERR selbst. Und der sagt: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht! Das macht Mut und schenkt Kraft für die Gegenwart mit ihren Herausforderungen und Beschwernissen und hilft uns, die Spuren der Erlösung auch schon heute zu entdecken.

    Dazu hilft zum Beispiel auch die kleine tägliche Besinnung mit Hilfe des „Adventskalenders on Tour“ in unserer Region, die am Mittwoch, dem 9.12. in der kleinen St. Veits Kapelle in Wernburg stattfindet.

    Gedanken zum Bild:

    Die inzwischen liebevoll restaurierte Kapelle St. Veit (lateinisch St. Vitus) liegt direkt an der Durchgangsstraße in Wernburg. Das Gebäude selbst stammt aus dem Mittelalter, aus der Zeit, als der Heilige Vitus oder Veit in der Frömmigkeit des Volkes sehr beliebt war. Da auch Kaiser Otto I. ihn verehrte, wurde er zum Reichsheiligen der Nation. Für viele hundert Kirchen wurde er zum Schutzpatron bestimmt. Die berühmteste davon dürfte der Veitsdom in Prag sein. Aber auch Kapellen wie die in Wernburg tragen seinen Namen. Denn die Legende des Heiligen Vitus erzählt, dass er schon als Kind Wunder tat und bis ins Erwachsenenalter alle Anschläge auf sein Leben durch Wunder überlebte. So wurde er zum Schutzheiligen der Kinder, aber auch der Kranken und half zu guten Ernten und allgemeinen Gedeihen. Kein Wunder also, dass sich die Menschen im unsicheren und beschwerlichen Leben des Mittelalters seines Beistandes vergewissern wollten. Für uns heute ist die Kapelle ein Zeugnis ihres Glaubens, dass menschliches Leben nicht ohne Gottes Beistand gelingen kann. Ob es dazu die Vermittlung eines Heiligen wie St. Veit braucht, mag Ansichtssache sein. Als Vorbild für einen unbeirrten Weg im Glauben trotz heftigster Bedrohungen und Einschüchterungen zählt er über alle Zeiten hinweg. Auch das zeigt für mich die kleine Kapelle mit seinem Namen am Straßenrand in Wernburg. Sie steht wie ein Fels in der Brandung der Gleichgültigkeit unserer Tage.

    Gebet:

    Ewiger Gott, Du kommst auf uns zu – so hast Du es uns verheißen. Wir hören DEINE Worte Deiner Zukunft mit uns.

    Hilf uns HERR, dass DEINE Worte uns stark machen und zeigen, dass unser Leben mehr ist als unsere Erfahrungen, dass DEINE Welt weiter ist als unser Horizont.

    HERR, hilf, dass wir die Angst vor der Zukunft verlieren, denn sie gehört allein DIR. Und DU sagst: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!

    HERR, wir bitten DICH um Geduld und Vertrauen in DEINE Liebe, die für Gerechtigkeit sorgen wird am Ende der Zeit.

    HERR, lehre uns, einander zu stärken, miteinander die Lasten zu tragen und die Freude des Lebens zu teilen. Hilf uns, damit anzufangen. DU wirst es vollenden.

    Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen

    Beten wir das Vaterunser.

    Vater unser im Himmel

    geheiligt werde Dein Name

    Dein Reich komme

    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

    Unser tägliches Brot gib uns heute

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

    Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

    in Ewigkeit

    Amen

    Es segne uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

    AMEN

    Vielen Dank an Pfarrer Jörg Reichmann / Pößneck

  • Adventskalender

    Türchen 8 | 8. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Stille im Advent …
    Ein Gedicht ….

    Wie Ochs und Esel zur Grippe kamen…
    Eine Geschichte…


    Stille im Advent:

    Stille im Advent

    Der Romantiker entdeckt gerade in der Stille und Einsamkeit – unter dem Sternenhimmel – dass diese Zeit eine gnadenreiche ist.

    Josef von Eichendorf (10.03.1788- 26.11.1857)

    Weihnachten

    Markt und Straßen stehn verlassen
    Still erleuchtet jedes Haus
    Sinnend geh ich durch die Gassen,
    alles sieht so festlich aus.

    An den Fenstern haben Frauen
    Buntes Spielzeug fromm geschmückt
    Tausend Kinder stehn und schauen
    Sind so wunderstill beglückt.

    Und ich wandre aus den Mauern
    Bis hinaus ins weite Feld
    Hehres Glänzen, heilges Schauen
    Wie so weit und still die Welt!

    Sterne hoch die Kreise schlingen
    Aus des Schnees Einsamkeit
    Steigt´s wie wunderbares Singen
    O du gnadenreiche Zeit!

    Hans Baumann

    Leuchte uns Stern
    Einmal stand ein Stern über einem Stalle
    Lange ist das her, und wir alle alle
    Alle bitten wir: Leuchte uns Stern!

    Leuchte, wenn auch nur aus weiter Fern.
    Ist der helle Stern auch für uns verschwunden
    Alle hoffen wir, dass in dunklen Stunden
    Wenn von irgendwo kommt ein Licht
    Eine Stimme spricht: Fürchtet euch nicht!

    Danke an Ute Thalmann


    Wie Ochs und Esel an die Krippe kamen…


    Wir sagen euch an, den lieben Advent, sehet die zweite Kerze brennt!
    So nehmet euch eins um das andere an, wie auch der Herr an uns getan.
    Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr.
    In der Adventszeit freuen wir uns auf Weihnachten, aber es ist noch nicht Weihnachten, mit all dem Glitzer und Schmuck! Das ist die Zeit des Wartens und für mich die Zeit der Einfachhheit, ich schaue auf die Hirten und ich schaue auf die Schafe und auf Ochs und Esel.

    Sie stehen für mich für diese Einfachheit, Gradlinigkeit für Geduld und Herzlichkeit. Das sind auch die Tugenden unseres Herrn und Meisters Jesus Christus. Und das erfreut mein Herz!

    Wie Ochs und Esel an die Krippe kamen

    (nach einer Geschichte von Karl Heinrich Waggerl)
    Josef und Maria waren auf dem Weg nach Bethlehem. Da rief ein Engel die Tiere heimlich zusammen, er wollte einige aussuchen, damit sie im Stall der heiligen Familie zur Hand gehen.

    Zuallererst meldete sich natürlich der Löwe, er brüllte selbstbewusst: “Nur ein König ist würdig dem Herrn der Welt zu dienen und ich werde jeden zerreißen, der dem Jesuskind zu nahe kommt!”
    Da sagte der Engel: “Das geht nicht, du bist sehr grimmig!”
    Das war die Chance für den Fuchs. Er sah unschuldig drein und sagte: “Ich habe Beziehungen, und ich beschaffe für das Kind den leckersten Honig, den es gibt.” Da überlegte der Engel ganz kurz und er sagte: “Du bist raffiniert, das gefällt mir überhaupt nicht!”
    Dann stand da plötzlich ein Pfau da und schlug sein Gefieder zu einem prächtigen Rad. Er versprach: “Ich will den einfachen Schafstall mit meinen herrlichen Federn schmücken, damit aus ihm ein Thronsaal wird.” Du bist ja ein selbstverliebtes Tier, stellte da der Engel fest. Das geht nicht. Und dann kamen noch viele andere Tiere. Sie zeigten ihre Künste und gaben kräftig an, so wie der Löwe. Doch der Engel war immer noch auf der Suche nach dem Richtigen. Er sah sich um und suchte weiter. Und dann sah er, wie draußen auf dem Feld Ochs und Esel dem Bauern dienten.

    Er fragte sie frei heraus: “Was habt ihr denn zu bieten?” Da schaute der Esel traurig aus und sagte:

    “Wir lernten nichts, nur Geduld und Demut!” Und dann wurde er ganz still, denn er erinnerte sich an die vielen Prügelhiebe, die er immer wieder einstecken mußte. Und der Ochse sagte noch ganz leise: “Wir können überhaupt nicht viel, könnten wir vielleicht mit unseren Schwänzen
    die Fliegen vertreiben, die das Kind immer beim Schlafen stören! Da freute sich der Engel sehr und sagte: “Dann seid Ihr aber hier bestimmt richtig!”
    Einfachheit und Ehrlichkeit sind Geschenke, die auch wir vor Jesus an der Krippe ablegen können.

    Wir brauchen uns nicht zu verstellen und mit unseren Stärken prahlen. Schauen wir auf die Hirten und auf die Schafe und Ochs und Esel. Und lassen wir uns von ihrer Zufriedenheit anstecken und berühren. Das ist außerdem entlastend für uns in dieser hektischen unruhigen Zeit jetzt in 2020!

    Wir müssen uns vor Jesus nicht beweisen. Er schenkt uns seine Liebe ohne alle Vorbedingungen.
    Und das dürfen wir auch weitersagen. Jesus kommt zu uns so wie wir sind.
    Lassen wir so das schöne Lied in unseren Herzen schwingen:

    Kommet ihr Hirten, ihr Männer und Fraun, kommet das liebliche Kindlein zu schaun, Christus der Herr ist heute geboren, den Gott zum Heiland euch hat erkoren. Fürchtet euch nicht!


    Lasset uns sehen in Bethlehems Stall, was uns verheißen der himmliche Schall, was wir dort finden lasset uns künden, lasset uns preisen in frommen Weisen. Halleluja!


    Wahrlich, die Engel verkündigen heut Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud, Nun soll es werden Frieden auf Erden, den Menschen allen ein Wohlgefallen. Ehre sei Gott!

    Gebet: Herr Jesus wir kommen zu Dir mit allen Sorgen und Lasten des Lebens, wie die Tiere, einfach wie wir sind. Schenke uns Liebe und Zufriedenheit.

    So segne uns Jesus der uns seine Liebe schenkt. Das ist genug. Amen

  • Adventskalender

    Türchen 7 | 7. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Viele kleine Sterne der Liebe!
    Eine alte Legende erzählt….

    Still, Still, Still Weihnachtslied, interpretiert von Thomas Hubich


    Viele kleine Sterne:
    Die vielen kleinen Sterne der Liebe

    (gefunden in Willi Hoffsümmer (Hg.)- 77 Herzfenster)

    Eine alte Legende erzählt: Als die Weisen Bethlehem verließen, da blickten sie auf der Anhöhe vor der Stadt nochmals zurück. Sie sahen ein wunderbares Schauspiel: Der Stern, der sie zur Krippe geführt hatte, zersprang in tausend und abertausend kleine Sterne, die sich über die ganze Erde verteilten. Die Weisen wussten nicht, was das zu bedeuten hatte.

    Auf ihrem Weg kamen sie an eine Wegkreuzung und fragten einen Fremden, welche Richtung sie einschlagen sollten. Der gab ihnen freundlich Auskunft. Über seinen Kopf sahen sie ein Sternchen leuchten. Als sie am Abend in der Herberge waren und vom Herbergswirt aufmerksam bedient wurden, leuchtete auch über dessen Kopf ein Sternchen.

    Jetzt begriffen sie das Schauspiel, das sie auf der Anhöhe über Bethlehem erlebt hatten: Überall, wo ein Wort der Liebe gesagt, wo eine Tat der Liebe getan wird, da leuchtet der Stern von Bethlehem, ein kleiner Stern der Liebe… .

    Vielen Dank an Ute Thalmann


    Still, still, still…

    Interpretiert von Thomas Hubich. Gesungen von Mitgliedern von “Neue Töne”…

    Vielen Dank für das Lied von Thomas Hubich