• Adventskalender

    Türchen 6 – Nikolaustag! | 6. Dezember 2020



    In diesem Türchen:

    Wir wünschen allen einen gesegneten Nikolaustag!

    … Lina hat Für Euch einen Nikolaus gebastelt – ladet Euch die Anleitung und den Bastelbogen herunter, der Nikolaus begleitet Euch dann ganz Bestimmt durch die Weihnachtszeit!

    Die Nikolauslegende Die Geschichte von St. Nikolaus und den drei goldenen Kugeln

    Hier erfahrt Ihr was der Hl. Nikolaus mit Friedebach zu tun hat! Wusstet Ihr, dass die Kirche in Friedebach dem Hl. Nikolaus geweiht ist…? Hier erfahrt Ihr mehr darüber, welche Spuren Nikolaus in unserer Gegend hinterlassen hat…



    Nikolausbastelei!

    Viel Spaß :-)!

    Vielen Dank an Lina Heintz!



    Nikolauslegende:
    Die Geschichte von St. Nikolaus und den drei goldenen Kugeln


    Vor vielen Jahren, es war in der Stadt Myra, lebte der junge Mann Nikolaus. Er war zu dieser Zeit noch kein Bischof, aber seine Mitmenschen und der Glaube an Gott waren ihm schon zu dieser Zeit sehr wichtig gewesen.

    Eines Abends spazierte Nikolaus durch die Straßen von Myra. Da kam er an einem Haus vorbei, aus dem er traurige Stimmen vernahm. Es war das Haus eines armen Mannes. Er lebte hier mit seinen drei Töchtern. Schon lange versuchte er eine feste Arbeit zu finden, doch es wollte einfach nicht
    gelingen.

    Der Familie fehlte es an so Vielem. Oft wusste der Vater gar nicht, wie er seine Töchter und sich ernähren sollte. Daher war er oft sehr traurig und verzweifelt.

    Doch an diesem Abend bereitete dem armen Mann noch etwas anderes Sorgen. Seine Töchter waren groß geworden. Andere in ihrem Alter waren schon verheiratet. Und da war es nicht verwunderlich, dass nun auch seine Töchter gern heiraten wollten. Doch wie sollte das gehen? Zum Heiraten brauchte man Geld – und das hatten sie nicht. Alles Bitten der Töchter half nichts. Sie hatten einfach kein Geld für eine Hochzeit. Reichte es doch so schon kaum, um etwas zu Essen zu kaufen. Was sollte nur aus seinen Töchter werden?

    Nikolaus wurde sehr traurig als er dies hörte und so beschloss er, der Familie zu helfen. Nikolaus hatte von seinen Eltern viel Geld geerbt. Er hatte damit genug, um auch Anderen etwas abzugeben.

    Aber es sollte niemand erfahren, dass er es gewesen war, der der Familie geholfen hatte.

    Und so schlich sich Nikolaus mitten in der Nacht nochmal zum Haus des armen Mannes und seiner Töchter. Heimlich und möglichst leise warf er eine kleine Goldkugel durch das offene Fenster ins Zimmer der Mädchen. Als die Familie am nächsten Morgen das Gold fand, war sie voller Freude.
    Nun hatten sie genügend Geld. Jetzt konnte endlich die älteste Tochter heiraten.

    Einige Nächte später warf Nikolaus heimlich eine zweite Goldkugel in das Zimmer der Mädchen.

    Damit konnte nun auch die mittlere Tochter des armen Mannes heiraten und eine eigene Familie gründen.

    Der Vater und seine Töchter freuten sich sehr über die überraschenden Geschenke. Gleichzeitig wurde der Vater aber auch immer neugieriger. „Woher kommen nur die Goldkugeln?
    Wer beschenkt uns immer heimlich in der Nach?”, fragte er sich immer wieder. Schließlich legte er sich eines Nachts auf die Lauer, um herauszufinden, wer ihnen half.

    Als Nikolaus zum Haus kam und die dritte Kugel durch das offene Fenster warf, rannte der Vater so schnell er konnte vor das Haus und entdeckte Nikolaus. Nun wusste er, wer ihnen immer geholfen hatte. Er dankte Nikolaus von ganzem Herzen und versprach ihm, niemanden etwas zu verraten.
    Nikolaus hatte die Familie gerettet. Nun konnten alle drei Töchter heiraten. Und der Vater? Er war unendlich froh und dankbar.

    Vielen Dank an Maren Sell!


    Spuren des Hl. Nikolaus in unserer Gegend!
    St. Nikolaus (*283 – +348)

    Kirchen und Kapellen an Wegen oder auch an Brücken oder einer Furt durch den Fluss waren früher meist dem Heiligen Nikolaus geweiht, weil er der Schutzpatron der Kaufleute und Seefahrer, aber auch der Kinder, Schüler und Bäcker u.a. war.

    In der Gemeinde Krölpa gibt es Kirchen, die früher dem Nikolaus geweiht waren, z.B. in Herschdorf und auch in Friedebach.

    Nikolaus, geboren in Patara (heutige Türkei), war der Überlieferung nach von seinem Onkel mit 19 Jahren zum Priester geweiht worden. Da seine Eltern an der Pest starben, erbte Nikolaus ihr Vermögen und verteilte es an Arme. So bewahrte er, nach einer Legende, in der Nachbarschaft drei junge Frauen davor, dass ihr Vater sie zur Prostitution hergeben musste. Nach dem Tod seines Onkels wurde er zum Bischof von Myra geweiht. Andere Legenden erzählen, wie er in Seenot geratene Matrosen errettete oder einer großen Hungersnot in Myra abhalf. Nikolaus galt als Helfer in vielen Schwierigkeiten. Der alte Brauch, dass Nikolaus die Kinder befragt, ob sie auch brav und fromm gewesen seien, erinnert an das biblische Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Mt. 25,14-23). Der Nikolaustag (6. Dezember) – nicht Weihnachten- war ursprünglich der Tag der großen Bescherung mit Geschenken. In einigen Ländern (z.B. in den Niederlanden) hat sich dieser Brauch bis heute erhalten. In Strümpfen, Schiffchen (aus Papier) oder auch Stiefeln oder Schuhen wurden die Gaben in der Nacht zum 6. Dezember versteckt. Martin Luther lehnte wohl diesen Brauch als „kyndisch Ding“ ab (Predigt zum 6.12.1527). Daraufhin wurde die Bescherung in vielen Ländern auf Weihnachten verlegt.

    Das traditionelle Gebäck am Nikolaustag ist Spekulatius. (Früher hat man den Hl. Nikolaus als Spekulator= den in geistliche Betrachtung Versunkenen genannt). Heute verschenkt man Lebkuchen mit einem Nikolausbild aus Papier.

    (Innenansicht: Kirche Friedebach – Foto: U. Thalmann, Privat)

    Falls der Nikolaus vorbeikommen sollte, ist es gut, einen Spruch aufsagen zu können, wie z.B. diesen:

    Lieber, heiliger Nikolaus,

    komm doch auch in unser Haus!

    Bring uns, was wir hätten gern.

    Äpfel, Nüss und Mandelkern.

    Leg in Schuh` und Teller rein

    Lauter Dinge, die uns freun.

    U. Thalmann

    (Quellen: Ökumenisches Heiligenlexikon/ B. Cratzius/ U. Harper – St. Nikolaus, Reime, Lieder und Geschichten)

    vermutl. Nikolausdarstellung Kirche Herschdorf, Foto: U. Thalmann, priv.)

    Vielen Dank an Ute Thalmann

  • Adventskalender

    Türchen 5 | 5. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Morgen ist Nikolaustag …

    … und deshalb haben wir eine Idee zum Nikolausfrühstück! – Lasst es Euch schmecken – oder liebe Kinder: Überrascht Mama und Papa 🙂

    Dann haben wir ein kleines Orgelvideo “Wir sagen euch an, den lieben Advent”, gespielt von Cornelius Hofmann!





    Eine tolle Idee zum Nikolausfrühstück…

    Vielen Dank an Maren Sell!


    Cornelius Hofmann spielt uns in diesem Orgelvideo “Wir sagen euch an, den lieben Advent”. Viel Spaß beim Zuhören und Genießen!

    Vielen Dank an Cornelius Hofmann!


  • Adventskalender

    Türchen 4 | 4. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Wir wünschen allen einen gesegneten Barbaratag!

    Wie ein Wunder:
    Zu Weihnachten blühende Kirschzweige, so geht es!


    Impuls zum Advent und zum Barbaratag: Geschichte und Gebete zum Barbaratag!


    Zu Weihnachten einen blühenden “Barbarastrauch im Fenster: So gehts”

    So einfach geht es:

    Ihr sucht einen Kirschbaum…

    Dann schneidet Ihr einen Zweig ab und stellt diesen in warmes Wasser.

    Achtet darauf, dass er immer genug Wasser hat.

    An Weihnachten erlebt Ihr dann ein kleines Wunder, Ihr werdet sehen 🙂


    Über die Hl. Barbara…

    Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet die erste Kerze brennt!
    Wir sagen euch an eine heilige Zeit. Machet dem Herrn den Weg bereit.
    Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr! Schon ist nahe der Herr.

    Das ist eine sehr schöne Einladung, die uns dieses Lied erzählt.
    Wir feiern Advent in unseren Häusern und Wohnungen. Wir stellen Zweige hin und zünden Kerzen an. Und so bereiten wir uns auf den 2020. Geburtstag von Jesus Christus vor.

    Heute denken wir auch an den Mut der Heiligen Barbara. Davon zeugt ein kleines Gedicht:

    Geh in den Garten am Barbaratag.
    Geh zum kahlen Kirschbaum und sag:
    “Kurz ist der Tag und grau ist die Zeit,
    der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
    Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
    Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
    Baum ein Zweig, gibst du mir von dir!
    Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
    Und er wird blühen in leuchtender Pracht
    mitten im Winter in der Heiligen Nacht.”

    Ein sehr schöner Brauch ist es heute Zweige zu schneiden, sie kurz ins Tiefkühlfach zu legen und dann in die Wärme zu stellen. Sie werden zu Weihnachten blühen!!

    All das geht auf die Geschichte der heiligen Barbara zurück:

    Sie lebte in der Zeit der Christenverfolgungen in Nikomedia in der heutigen Türkei um 300. Und sie hörte von Jesus und seiner Liebe zu den Menschen und ließ sich taufen. Dafür wurde sie aber verstoßen, sogar von ihrem Vater. Er fürchtete sich vor dem römischen Kaiser und wollte
    sie gleich verheiraten. Aber Barbara wollte das nicht und nur für Jesus leben. Sie vertraute Gott.

    So sagte sie: “Kein Mensch ist des anderen Eigentum. Und wenn selbst der Tod mein Schicksal ist, so töte mich.” Da beschloß der Vater, seine eigene Tochter an den Kaiser zu veraten. Und dazu ließ er sie in einen Turm sperren. Als Barbara weggeführt wurde war aber schon Winter. Aber auf dem Weg zum Gefängnisturm streifte sie einen kahlen Kirschbaum. Und an ihrem Ärmel blieb ein kleines Zweiglein hängen. Das nahm sie mit ins Gefängnis und stellte es in ein Wasserglas.

    Nach einer Zeit erblühte der Zweig, obwohl es tiefster Winter war. Da sagte Barbara: “Zweiglein, ich dachte, du wärest tot. Aber nun blühst du wie im Sommer. So wird es auch mit den Menschen und mir geschehen: Wenn sie sterben, werden sie verwandelt zu neuem blühendem Leben!”
    Später wurde Barbara hingerichtet. Aber ihre Aufrichtigkeit beeindruckt die Menschen bis heute.



    Gebet.
    Herr ich danke dir für den Glaubensmut der frühen Christenheit
    besonders für die Heilige Barbara und ihren starken Gauben!
    Ihr Glaube ist so lebendig, lass mich auch so lebendig sein.
    Ihre Hoffnung ist sehr gegenwärtig, schenke auch mir neue Hoffnung.
    Ihre Liebe ist so herzlich, lass auch mich so herzlich sein.
    So schenke auch mir Glaube, Hoffnung und Liebe für andere Menschen.
    So segne uns Gott der Vater und Jesus Christus der Sohn und die starke heilige Geistkraft. Amen.

  • Adventskalender

    Türchen 3 | 3. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Wir backen einen Bratapfel

    Wir basteln eine tolle Schwimmkerze

    Geschichte Zu etwas nütze sein…





    Wir backen einen Bratapfel! Viel Spaß beim nachmachen!


    Eine Bastelidee: Schwimmkerzen aus Walnussschalen

    Eine Bastelidee:

    Schwimmkerzen aus Walnussschalen

    Du brauchst:
    einen Baumwollfaden oder Docht
    Walnussschalen ausgehöhlt
    Wachsreste /Kerzenstummel

    eine kleine alte Blechdose/ Topf mit Wasser

    1. Erhitze die Wachsreste im Wasserbad (gute eignet sich eine alte Konservendose, die du ins Wasserbad stellst, das erhitzt wird)
    2. Nimm einen Baumwollfaden (Schulgarn) und tauche ihn in das flüssige Wachs – das wird der spätere Kerzendocht.
    3. Halte den Kerzendocht senkrecht in die Nussschale und gieße das flüssige Wachs (Achtung: heiß!) vorsichtig in die Nussschale, bis es voll ist. Lass die Kerze vollständig austrocknen.
    4. Nun kannst du eine Glasschüssel mit Wasser füllen und deine Schwimmkerzen vorsichtig hineinlegen und entzünden. Viel Spass!

    Geschichte: Zu etwas nütze sein

    Zu etwas nütze sein

    Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er nicht ausreichte, so wie er war.“ Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „für einen Pullover zu kurz“. Um an andere anzuknüpfen, habe ich zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht. Dafür bin ich viel zu blass und farblos. Ja, wenn ich ein glitzernder Goldfaden wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren. Aber so? Es reicht nicht! Zu nichts bin ich nütze. Ein Versager! Niemand braucht mich. Niemand mag mich und ich mich selbst am wenigsten.“ So sprach der kleine Baumwollfaden zu sich, legte eine traurige Musik auf und fühlte sich sehr allein in seinem Selbstmitleid.

    Da klopfte ein Klümpchen Wachs an und sagte:“ Lass dich doch nicht so hängen, kleiner Baumwollfaden. Ich habe eine Idee: Wir beide tun uns zusammen! Für eine große Kerze bist du als Docht zu kurz und ich habe dafür auch nicht genug Wachs; aber für ein Teelicht reicht es allemal. Wir beide zusammen werden eine kleine Kerze, die wärmt und es ein bisschen heller macht. Schließlich ist es besser, nur ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.“

    Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich und sagte sich: “Dann bin ich also doch zu etwas nütze.“

    Und wer weiß, vielleicht gibt es auf der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden, die sich mit einem Klümpchen Wachs zusammentun.

    ( gefunden bei: Willi Hoffsümmer – 77 Herzfenster / Geschichten, die gut tun)

  • Adventskalender

    Türchen 1 | 1. Dezember 2020


    In diesem Türchen:

    Eine Geschichte über die Entstehung des Adventskalenders

    Eine Rätselgeschichte…


    Für Erwachsene & Kinder

    Was sich wohl hinter der ersten Tür befindet?

    Als Kinder haben wir darüber nachgedacht und uns so eine eigene Vorstellung gemacht. Schokolade war es damals nicht – eher ein Bild. Manchmal haben wir auch unserer Neugier abgeholfen und den Kalender einfach rumgedreht und gegen das Licht gehalten. Da konnte man schon mehr wahrnehmen. Das geht leider mit diesem Kalender nicht so ganz gut. Auch die Tür des „Adventkalender on tour“, die sich heute hoffentlich um 18 Uhr in Krölpa mit Zustimmung des Gesundheitsamtes öffnen darf, zeigt im Moment ganz und gar nicht, was sich hinter ihr verbirgt.

    Eine kleine Rätselgeschichte möchte ich Ihnen mitgeben:

    Zu einem Kloster kam einmal ein Bauer. Er war sehr dankbar, dass er eine gute Ernte gehabt hatte und dass er im Kloster immer einen fand, der ihm zugehört hatte, wenn er sich einmal wieder ums Auskommen sorgte. Er nahm also die schönste Weintraube, die er geschnitten hatte mit zur Klosterpforte. Er klopfte und ihm wurde aufgemacht. Der Mönch, der an der Pforte saß, fragte den Bauern nach seinem Anliegen. Der Bauer erzählte voller Freude von seiner guten Ernte und sagte dann- der Pförtner hätte ihm immer die Tür geöffnet, er möchte ihm aus Dankbarkeit die Traube schenken. Der Pförtner staunte nicht schlecht, als er die herrliche Traube auf seinem Tisch liegen sah. Nein, essen kann ich sie nicht – sie ist viel zu schön. Außerdem weiß ich von einem Bruder, der krank liegt, sie wird ihm helfen, wieder gesund zu werden. Also brachte der Pförtner die Traube zu dem Kranken. Wie freute er sich in seiner Krankenstube, dass der Pförtner zu ihm kam! Sie sprachen lange miteinander und der Kranke spürte, wie seine Kräfte zunahmen. Ob das mit der Traube zusammenhing? fragte er sich insgeheim. Er schaute sie sich lange an und plötzlich hatte er eine Idee. Der Bruder Abt hat immer viel zu tun, er braucht seine Kräfte- und außerdem denkt er immer an alle Brüder. Ihm will ich die Traube bringen lassen, er soll sie essen, damit er uns noch lange erhalten bleibt. Kurze Zeit später klopfte es an der Kammer des Abtes- ein Bruder reichte ihm die Traube. Erstaunt blickte er sie an. Nein, essen kann ich diese schöne Traube nicht, aber ich weiß einen, der würde sich über diese Traube freuen, zudem würde sie ihn sättigen. Wie oft kam er schon hierher und klagte seine Not, dass nichts gewachsen war, dass er hungern musste….ihm will ich die Traube schenken. So wanderte die Traube über den Pförtner wieder zum Bauern- mit einem kleinen Brief: Wir wünschen dir von Herzen solch eine Ernte und wenn sie magerer ausgefallen sein sollte, dann nimm diese Traube und nähre dich daran.

    Welche besondere Tür wurde immer wieder geöffnet, auch wenn die Weintraube beständig weiter gegeben wurde?

    Was (natürlich außer der Weintraube) kann so viele Türen öffnen?

    Mit dieser Tür und ihrem Öffner können auch Sie die erstaunlichsten Erfahrungen machen!


    Für Erwachsene & Kinder

    Was wohl diesmal hinter dem Türchen steckt?

    Süßes oder Lego, Parfüm oder Spaßartikel, Tee oder Räucherkerzchen, Bildchen oder eine kleine Geschichte, oder vielleicht doch Selbstgemachtes… der Vielfalt an Adventskalendern sind keine Grenzen gesetzt. Wer die Wahl hat, hat die Qual! Welchen nehme ich – und für wen? „Wir überraschen uns mit gemeinsamen Unternehmungen, alle selbst ausgedacht- das was im Alltag immer zu kurz kommt!“ sagte ein junges Pärchen: ein Spiel, eine Geschichte hören, eine Runde Tanzen, warum nicht auch im Wohnzimmer, ein Candle-Light- Dinner daheim, eine Wanderung, gemeinsam einen Film schauen, etwas basteln… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Woher kommt eigentlich der Brauch mit dem Adventskalender? Einer, der die Zeit des Wartens auf Weihnachten für seine „Schützlinge“ besonders gestalten wollte, war Johann Hinrich Wichern. Als Leiter eines Waisenhaues („Rauhes Haus“) in Hamburg hatte er 1838 die Idee 20 kleine rote Kerzen und vier große weiße Kerzen auf ein Rad zu stecken – bei den täglichen Zusammenkünften und Andachten wurde immer eine weitere Kerze entzündet und Adventlieder gesungen.

    In manchen Familien war es Brauch 24 Kreidestriche an die Tür zu malen- für die Adventsonntage jeweils ein langer Strich, die weggewischt werden konnten. Andere hängten 24 Bilder mit weihnachtlichen Motiven auf. Eine Mutter nähte 24 selbstgebackene Plätzchen (Wibele) auf eine große Pappe, davon durfte jeden Tag eines genascht werden. In Mode waren vor allem in nördlichen Gegenden Adventsbäumchen aus selbstgebastelten Holzgestellen. Tag für Tag wurden kleine Fahnen, Sterne mit Bibelversen oder anderes angebracht. Andere entzündeten Kerzen, auf denen die 24 Tage bis zum Weihnachtsfest markiert waren. In katholischen Häusern durften die Kinder jeden Tag einen Strohhalm mehr in die Krippe legen, damit das Jesuskind schön weich liegt. Daneben gab es auch Weihnachtsuhren. Auf einer Scheibe waren 12 oder 24 Abschnitte markiert. Mit einem Zeiger, wurde der jeweilige Tag angezeigt. Den ersten gedruckten Adventskalender veröffentlichte die evangelische Buchhandlung Friedrich Trümpler in Hamburg 1902.

    Er hatte die Form einer Weihnachtsuhr. 1903 folgte der Münchner Verleger Gerhard Lang mit dem Kalender „Im Landes des Christkinds“. 24 Bilder zum Ausschneiden und Aufkleben sollten das Warten verkürzen. Es gab sogar Adventskalender in Blindenschrift. Im Nationalsozialismus versuchte man den Adventskalender aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Nach Beginn des 2. Weltkrieges wurde das Papier kontingiert und der Adventskalender wurde verboten. Statt dessen wurde der Kalender „Vorweihnachten“ angeboten, der nationalsozialistische Lieder und Bastelanleitung für hölzernen Weihnachtsbaumschmuck (Runen/ Sonnenräder) enthielt.

    Auf Anleitung sollte ein Weihnachtsgärtlein gebaut werden, welches die Krippe ersetzen sollte. Damit sollte der christlich- religiöse Bezug zugunsten der vermeintlich germanischen Wurzeln zurückgedrängt werden. Aus dem Christkind wurde das Lichtkind. Nach dem Krieg lebte die Adventkalendertradition neu auf, bereits 1958 erschien der erste Schokoladenadventskalender. Er ist nebenSpielzeug – und Fotokalendern der beliebteste. In letzter Zeit gestalten immer mehr Menschen ihre ganz persönlichen Kalender. Für alle gemeinsam gilt: sie wollen Freude bereiten, auf das Besondere im Advent hinweisen und die Vorfreude auf Weihnachten steigern – und das bei allen- bei Groß und bei Klein. Lassen Sie sich also überraschen, was wohl diesmal „hinter dem Türchen“ steckt! Am 1. Dezember ist es soweit: Türchen öffnen!

    Ute Thalmann

  • Adventskalender

    Türen öffnen!

    Stellen Sie sich mal vor, in der Dämmerung eines Abends läutet es an Ihrer Haustür. Draußen steht ein junger Mann in etwas vergammelter Kleidung mit seiner Freundin, die offensichtlich schwanger ist. Neben den beiden steht ein alter Rucksack. Sie suchen ein Nachtquartier. Was würden Sie tun? Im Obdachlosenasyl oder im Übergangswohnheim anrufen? Die Couch im Wohnzimmer zurecht machen? Den Bürgermeister fragen? Schlafsack und Isomatte für die Scheune mitgeben? Und das alles in Zeiten der Corona- Pandemie… Plötzlich treffen sich mehr als zwei Haushalte… .

    Wir möchten Türen füreinander öffnen, statt abzuschotten oder Türen vor der Nase zu zuwerfen. Auch wenn aufgrund der aktuellen Situation vieles nicht so einfach und auch möglich ist – wir denken an manche Konzerte und kleine Dinge zum Advent, die ausfallen müssen – wagen wir unser Türen offen zu halten – damit meine ich nicht nur Türen an den Kirchen oder Gemeindehäusern, sondern vor allem die „Türen unserer Herzen“. Achtsam und aufmerksam miteinander umgehen, kann ich üben, sicher wird es mir nicht immer gelingen, aber ein Versuch ist es wert. Und die Adventszeit – ja auch die Geschichte von Maria und Josef erinnern mich daran- aufeinander zu hören und erspüren, was der andere braucht, was ihm gut tut, was verbindet und hilfreich ist. Wer wünscht sich das nicht in einer Notlage?

    Was wäre, wenn es mir selbst so ginge und alle Türen sich vor mir schließen würden? So hoffen wir auch für Sie, dass Sie da und dort eine Tür auch in unserem Adventskalender finden, die sich Ihnen öffnet und heilsames, erfreuliches und bemerkenswertes mit sich bringt.

    Eine behütete Zeit und bleiben Sie gesund und uns gewogen!