Adventskalender 2021

  • Adventskalender 2021

    Türchen 14 | 14. Dezember 2021



    Wohin mein Weg mich führen mag.

    Der Himmel ist mein Dach.

    Die Sonne kommt mit jedem Tag.

    Die Sterne halten Wach`.

    (Josef von Eichendorf)

    Vor dem Einschlafen (Eine Geschichte von Rolf Krenzer, gefunden im Vorlesebuch Symbole)

    Wenn Christiane abends im Bettliegt und die Gute-Nacht- Geschichte gehört und ihr Abendgebet gesprochen hat, bittet sie immer darum, dass die Tür des Kinderzimmers einen Spalt offen bleibt, so dass sie das kleine Licht im Flur noch sehen kann.

    Die Eltern haben schon oft versucht, Christiane zu überreden, dass die Tür geschlossen werden kann. Dann hat Christiane geweint und geschrien und sich am Ende wieder durchgesetzt. Aber auch die Eltern geben es nicht auf. Sie versuchen immer wieder, die Tür zu schließen. Schließlich ist Christiane jetzt schon groß, dass sie auch hinter der geschlossenen Tür in ihrem Zimmer schlafen kann.

    „Ich habe Angst!“ sagt Christiane, als ihr Vater heute die Tür schließen will. „Wir sind doch nebenan im Wohnzimmer. Da ist es doch gleich, ob die Tür geöffnet oder geschlossen ist!“ meint der Vater. „Eigentlich habe ich auch keine Angst!“ sagt Christiane nach einigem Überlegen. „Es ist nur so schön, wenn ich das Licht im Flur in meinem Bett sehen kann. Dann schließe ich meine Augen zu einem winzigen Spalt. Dann beginnt das Licht zu verschwimmen, so dass es wie ein großer goldener Stern mit vielen hellen Strahlen aussieht. Und das ist schön.“

    Der Vater lächelt. Dann sagt er: „Aber richtige Sterne sind noch schöner, viel, viel schöner. Findest du das nicht auch?“

    „Richtige Sterne stehen am Himmel und nicht in meinem Zimmer!“ sagt Christiane lachend.

    Da geht der Vater zum Fenster und zieht den Vorhang auf. Von ihrem Bett aus kann Christiane mitten in den Sternenhimmel hineinschauen. Sogar den Mond kann sie sehen.

    „Ist das schön!“ sagt Christiane leise. „Darf der Vorhang jetzt abends immer aufbleiben?“

    2ganz bestimmt!“ sagt der Vater. Dann zeigt er Christiane die Sternenbilder, die sich aus besonders stark leuchtenden Sternen zusammensetzen. Den großen Bären und den kleinen Bären und viele andere. Christiane kann sich nicht sattsehen.

    Sie hat ihren Kopf zum Fenster gedreht und schaut und schaut in den Sternenhimmel hinein.

    Sie bemerkt nicht einmal, dass der Vater aus dem Zimmer geht und leise die Tür hinter sich schließt.


    In diesem Türchen:

    Tipp: Sterne anschauen!

    Hilfe die Ankommt – ein Bericht über die Pößnecker Ukraine Hilfe der Kolpingsfamilie!


    Tipp für Große und Kleine:

    Abendliche Sternenbetrachtung

    In diesen Tagen kann man, wenn der Himmel nicht gerade bedeckt ist, viele Sterne am Nachthimmel entdecken. Wer genau wissen will, was er da sieht und wie die einzelnen Sternenbilder heißen, kann mit einem internetfähigen Handy sich eine Sternenapp, die gibt es auch kostenlos im Netz, herunterladen und sich dann als „Sternengucker“ betätigen. Es gibt Neues zu entdecken und zu erkunden!

    Auch ohne Technik kann man den Sternenhimmel auf sich wirken lassen. Dazu ist es wichtig in eine wenig beleuchtete Umgebung zu gehen, um möglichst viele Sterne wahrzunehmen.

    Menschen lange vor uns haben die Sterne betrachtet und über die Weite des Himmels gestaunt. Also viel Spaß dabei!


    Hilfe die ankommt!

    Das Ukraineprojekt der Pößnecker Kolpingfamilie stellt sich vor!

    Die Pößnecker Kolpingfamilie organisiert neben weiteren Projekten bereits seit dem Jahr 2005 ein Hilfsprojekt für die Ukraine.

    Ziel des Projekts ist es die ukrainischen Brüder und Schwestern in der Stadt Sadnjestransk mit Sachmitteln aber auch mit ehrenamtlicher Hilfe direkt vor Ort zu unterstützen. So kommt die Hilfe direkt vor Ort an!

    In den letzten Jahre wurden verschiedene Hilfslieferungen wie zum Beispiel mit medizinischen Produkten organisiert.

    Auch der örtliche Kindergarten wurde unterstützt. Ehrenamtliche Helfer der Pößnecker Kolpingsfamilie und weiterer Kolpingsfamilien haben u.a. bei der Sanierung des örtlichen Kindergartens geholfen. So konnte erfolgreich die Sanierung von Küche, Behandlungsraum und Kindertoiletten durchgeführt und unterstützt werden.

    Es wurden die Fenster gewechselt, das Dach gesichert die Räume saniert. 2011 stand der Kindergarten vor der Schließung. Seit 2011 wurde jedes Jahr ein Projekt ungesetzt. Mitlerweile ist der Kindergarten ein Vorzeigeobjekt.

    Durch die Aktivitäten der Kolpingsfamilie wurde auch der Landkreis animiert tätig zu werden, so wurden die Dachrinnen saniert und das Objekt trocken gelegt.


    Hier sehen Sie ein interessantes Video der Pößnecker Kolpingfamilie über das Hilfsprojekt!

    Was ist eigentlich Kolping?

    Unter folgenden Link finden Sie weitere interessante Informationen über Kolping: www.kolping.de . Ein kleiner Tipp vorab: In einem weiteren Türchen werden wir ein weiteres Projekt der Pößnecker Kolpingsfamilie vorstellen… Also lassen Sie sich überraschen!

    Hier ist ein Dankesbotschaft aus der Ukraine:


    Wir sagen Danke…

    Wir danken Lina Heintz für das mitmachen beim Türchen!

    Wir danken der Pößnecker Kolpingsfamilie für das Video und die Vorstellung des Projekts!

    Wir danken Thomas Hubich für die Musik “Jesus ist geboren”

  • Adventskalender 2021

    Türchen 13 | 13. Dezember 2021



    Lucia- Tag (13. Dezember)

    Wenn die Nächte im Norden am Längsten sind, wird in Schweden der Lucia – Tag gefeiert. Er ist das „Fest des Lichtes“, denn er erinnert an die heilige Lucia, die auf das Licht hinweist, was in den dunkelsten Tagen des Jahres aus Bethlehem aufstrahlt. Vor der gregorianischen Kalenderreform (24.Februar 1582 – durch Papst Gregor XIII.), war der 13. Dezember tatsächlich der dunkelste und kürzeste Tag des Jahres.

    Mit einem brennenden Kerzenkranz auf dem Kopf bringt die Tochter der Mutter in Schweden das Frühstück ans Bett. Und zeigt damit auch die länger werdenden Tage an.

    „Nacht stapft mit schwerem Gang um Hof und Garten. Sonn` bleibt jetzt aus, so lang im Schatten wir warten. Da tritt mit Lichterschein ins dunkle Haus herein. Sancta Lucia, Sancta Lucia.“

    Dieser Brauch geht auf die Legende von Lucia von Syrakus (281-310?) zurück, die ihrer Mutter durch eine Wallfahrt und Gebet Heilung brachte. Sie lebte in Sizilien und war Christin. Weil sie in Verfolgungszeiten ihrem Glauben nicht abschwören wollte, wurde sie hingerichtet.

    Anderen Legenden berichten, dass ihr die Augen ausgestochen wurden, deshalb wird sie als Heilige der Augen, der Sehkraft und des Lichtes verehrt.

    In Italien gehen Mädchen als Lucia verkleidet, mit einem Lichtkranz auf dem Kopf und einer Kerze in der Hand zur Heiligen Messe. Sie bringen Licht in die Kirche. In manchen Gegenden bringt nicht der Nikolaus (hier: San Nicola), sondern Lucia kleine Gaben und Geschenke für die Kinder (auf das Fensterbrett), denn es wird erzählt, dass Lucia auch die Armen speiste und verfolgten Christen in die Katakomben Essen brachte.

    In diesen dunklen Tagen

    Bringe du, Herr Jesu Christ,

    Licht in unser Leben.

    Stecke du die Kerzen an

    auf unserm Haupte,

    damit sie leuchten für andere

    und Licht bringen denen,

    die im Dunklen stehen.

    (Quellen: Ökumenisches Heiligenlexikon, Josef Griesbeck- Den Weg des Herrn bereiten, Ach! Das kleine Buch vom großen Staunen)


    Tagesimpuls zum Lucia-Tag:

    Entzünden Sie eine (oder mehrere) Kerzen und löschen Sie andere Lichtquellen.

    Lassen Sie alles still um sich herum werden, schauen Sie ins Licht

    und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.

    Für Kinder:

    Bringt Lichter (in selbstgebastelten Laternen oder Gläsern) in die Nachbarschaft!


    In diesem Türchen:

    Wir basteln ein Sternglas!

    Die Geschichte von der Hl. Lucia! (Siehe oben)


    Wir basteln Sternen- oder Schneegläser

    Sternen- oder Schneegläser kinderleichte Bastelidee!

    In der dunklen Jahreszeit bringen sie Licht in unsere Wohnungen.

    Du brauchst:

    1 sauberes Glas

    Art Potch (Leim und Lasur – auch für Serviettentechnik geeignet)

    oder flüssigen Bastelleim

    Stanzer mit Sternenformen oder größere Streukonfetti (Dekoladen)

    farbiges Seidenpapier

    1 Pinsel

    Faden oder Band

    1 Teelicht

    So geht’s:

    Das Glas mit Art Potch oder Bastelleim bestreichen

    die Sterne oder Konfetti mit dem Pinsel auftragen und überstreichen.

    Nach und nach das ganze Glas mit Konfetti oder Sternen bekleben.

    Trocknen lassen.

    Zuletzt das Band am Glas befestigen und ein Teelicht einsetzen.

    Viel Spaß beim Basteln!


    Das Lied aus dem “Türchen” – in voller Länge anhören!

    “Jesus ist geboren ” von Thomas Hubich – Pößneck


    Wir sagen Danke…

    Wir danken Sara Henfling für das mitmachen beim Türchen!

    Wir danken Thomas Hubich für die Musik “Jesus ist geboren”

  • Adventskalender 2021

    Türchen 12 | 12. Dezember 2021




    In dunkler Zeit sehnen sich Menschen nach Licht- nach Hoffnung – nach Orientierung.

    Im Advent kommt es vor,

    dass dir ein Stern vor die Füße fällt.

    Licht aus der Höhe,

    dass deinen Weg erhellt.

    Im Advent kommt es vor,

    dass ein Stern deinen Blick an den Himmel lenkt.

    Ein Licht- Blick ist da,

    ganz strahlend , ganz nah.

    Mit anderen sind wir dem Licht auf der Spur.


    In diesem Türchen:

    Bastelanleitung Pappteller-Schneemann!

    Unsere kleine Weihnachtsbäckerei!

    Vom Himmel hoch da komm ich her…. – Musikvideo


    Pappteller-Schneemann Bastelanleitung!

    Von Maren Sell!


    Unsere kleine Weihnachtsbäckerei!

    Heute haben wir wieder einmal eine kleine Überraschung aus der Sternsinger Aktion in diesem Jahr.
    Das gesamte Heft zur Sternsingeraktion bekommt Ihr unter: Das Sternsinger-Hilfswerk | Kindermissionswerk “Die Sternsinger”. Die Hefte etc. sind auch bei der Kath. Gemeinde Pößneck erhältlich!


    Vom Himmel hoch da komm ich her……

    Gesungen vom Männerquartett DonViCanto, unter Leitung von Jonas Chudasch.


    Andacht zum 3. Advent, 12. Dezember 2021

    von Pfarrer Reichmann, Pößneck

    Text: 1. Korinther 4, 5

    Wartet, bis der HERR kommt! ER wird alles ans Licht bringen, was im Dunkeln verborgen liegt, und die geheimsten Absichten enthüllen. Dann wird jeder von Gott gelobt werden, wie er es verdient. (Basis – Bibel)

    Gedanken zum Text:

    Advent – der HERR wird kommen! Klar, sagen wir, das Weihnachtsfest kommt und wir werden es feiern. Vielleicht so ähnlich wie im vergangenen Jahr, bescheidener als sonst, aber feiern werden wir! Denn es ist ja der Geburtstag des HERRN. Geburtstag feiern macht Spaß. Aber heißt es nicht im Glaubensbekenntnis: „Von dort wird ER kommen, zu richten…“ Ohne ein Schreckgespenst an die Wand malen zu wollen: Das klingt nicht unbedingt nach Geburtstagsfeier, oder? Eher nach einer Art Schlussabrechnung. Und da können auch verstörende Gedanken aufkommen – denn ehrlich: perfekt ist wohl niemand. Wir sind alles nur Menschen – was nichts entschuldigt, aber alles erklärt. Doch für Paulus ist die Aussicht auf Gottes Gericht eine frohe, eine befreiende Botschaft. Der HERR ist es, der mich richtet – das bedeutet für ihn: das Urteil seiner Mitmenschen in und außerhalb der Gemeinden kann er hören – aber es entscheidet nicht über seinen „Wert“ bei Gott. Paulus vertraut darauf, dass das Gericht, das Jesus Christus halten wird, ein gnädiges Gericht ist mit barmherzigem Urteil aus Gottes Liebe heraus. Menschliche Urteile sehen zumeist anders aus, vor allem die, die wir schnell aus der Hand schütteln. Da bleibt schon mal die Barmherzigkeit auf der Strecke. Aber ehrlich: Richter sind wir doch zu gerne, oder? Da ist ein kleines oder größeres Gefühl von Überlegenheit. Da ist ein Gedanke, zu wissen, was gut und böse ist. Da ist die Meinung, den Durchblick zu haben und das Recht zu besitzen, zu verurteilen. Stopp, sagt Paulus! Der Platz des Richters ist ein für allemal besetzt, denn es gibt nur den einen Richter, den HERR selbst. Stellen wir uns für einen Moment lang eine Gemeinde vor: In dieser Gemeinde haben es die Christenmenschen verlernt, sich gegenseitig zu beurteilen. Sie hören auf, stets vor den anderen glänzen zu wollen. Sie haben kein Bedürfnis mehr, sich gegenüber den anderen zu rechtfertigen. Keiner muss sich mehr ins rechte Licht rücken oder die Ansicht oder den Glaubensweg des anderen zurechtrücken. Sie begegnen sich auf Augenhöhe, offen und ehrlich, gebrauchen ihre Gaben füreinander und miteinander und helfen sich gegenseitig, ihre Schwächen zu tragen. Eine Gemeinde freier, befreiter Menschen – sie wäre schon ein kleiner Vorgeschmack des Reiches Gottes, oder nicht? Von dort wird ER kommen zu richten – Das ist ein Satz der Zukunft, der Hoffnung, des Gottvertrauens.

    Gedanken zum Bild:

    Ein prachtvoller „Weihnachtsstern“ leuchtet weit mit dem lebendigen Rot seiner Blätter in diesen trüben Wochen. Es ist wohl kein Zufall, dass er seinen Namen aus der christlichen Tra

    dition bekommen hat, angelehnt an die Überlieferung der Geburtsgeschichte Jesu im Matthäusevangelium. Da war es der Stern, der alle anderen Sterne überstrahlte, der den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg nach Bethlehem wies. Auch wenn die Forscher bis heute grübeln und verschiedene Erklärungen für diese beeindruckende Himmelserscheinung zu bieten haben – der Stern gehört ganz unbedingt zur traditionellen Weihnachtsgeschichte hinzu. So gesehen ist die leuchtende Pflanze mit seinem Namen viel mehr als eine schöne Dekoration in der Advents- und Winterzeit. Sie kann uns erinnern an das, was die Sterne im Advent, ob nun gebastelt oder im Blumentopf, bedeuten: Der HERR weist uns den Weg, IHN zu finden – auch wenn wir manchmal ähnlich weit von IHM entfernt sein mögen wie es die Weisen aus dem Morgenland am Anfang ihrer Reise waren – oder IHN so fern wähnen in allem, was uns widerfährt.

    Gebet:

    Vater im Himmel, wenn wir nur Dunkel sehen, dann lass uns DEIN Licht aufgehen, das uns leuchtet auf dem Weg durch die Zeit. Noch warten Verzagte auf DEINE Hilfe und Friedlose auf DEINE Kraft, Wege zur Versöhnung zu suchen.

    HERR Jesus Christus, wenn wir müde geworden sind und die Kraft zu glauben immer kleiner wird, dann wecke DU in uns neu das Vertrauen in DEINE Liebe. Hilf uns zu Geduld und stärke uns auf dem Weg zu DIR.

    HERR, Heiliger Geist, komm zu uns, die wir uns mit Irrtümern und Missverständnissen gegenseitig plagen, mit bösen und lieblosen Worten verletzen und aneinander schuldig werden. Schenke uns den Mut und die Kraft, aufeinander zuzugehen und vergeben zu können.

    HERR, dreieiniger Gott, wir legen DIR alle Menschen ans Herz, um die wir uns sorgen. Sei bei ihnen und geleite sie auf ihrem Weg. Zum Leiden gib Kraft, zur Freude Bescheidenheit, zur Macht gib Klugheit allen, die Verantwortung tragen in unserem Land und in der Welt. Den Sterbenden sei nahe und leite sie in DEINE Herrlichkeit. Erbarmender Gott, erhöre uns. Amen


    Wir sagen Danke…

    Wir danken Janik Henfling für das mitmachen beim Türchen!

    Wir danken dem Männerquartett DonViCanto für den musikalischen Beitrag (Archivmaterial).

    Wir danken Thomas Hubich für die Musik “Sieh dein König kommt”

    Wir danken der Sternsingeraktion!

    Wir danken Pfarrer Reichmann, Pößneck für die Andacht

    Wir danken Maren Sell für die Bstelidee

  • Adventskalender 2021

    Türchen 11 | 11. Dezember 2021


    Ein Plädoyer für das Spielen

    Seit es Menschen gibt, gibt es auch das Spiel. Im Spiel entdeckt der Mensch seine Fähigkeiten und Möglichkeiten. Er erkundet seine Umwelt und knüpft Beziehungen zu seinen Mitmenschen. Durch Spielen lernt er und entwickelt sich. Kinder lieben Spiele und sie brauchen sie. Es braucht nicht unbedingt viele Spielsachen und Spiele, denn je nach Alter wechseln bei Kindern die Vorlieben. Manchmal reicht ein selbstgebasteltes „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Mühle- Spiel“, um miteinander Spaß zu haben.

    Auch Erwachsene spielen. Wann haben Sie das letzte Mal gespielt? Und was haben Sie miteinander gespielt?

    Die Adventszeit ist eine Einladung, miteinander zu spielen, sich Zeit füreinander zu nehmen. Manche trüben, verregneten Nachmittage so laden zum gemeinsamen Spiel ein. Probieren Sie es aus- entdecken Sie neu Ihre eigene Spielfreude!

    Hier ein paar Anregungen mit unseren Lieblingsspielen:

    Viel Spaß!


    In diesem Türchen:

    Spielemachmittag!

    Alle Jahre wieder…. – Musikvideo


    Macht doch mal einen Spielenachmittag!

    Einfache Spiele zum Ausprobieren:

    Vor und zurück (Bewegungsspiel)

    Mitspieler gehen zur Musik durch den Raum.

    Ein Mitspieler hat eine Glocke. Auf das Glockenzeichen gehen alle Mitspieler z.B. rückwärts — seitwärts— im Hopserlauf — im Stechschritt— … .

    Männchen bauen (Malen)

    Du brauchst:

    1 Blatt Papier für jeden Mitspieler

    Würfel

    Zuerst verabredet ihr, was vom Männchen bei der entsprechenden Augenzahl gemalt wird. (z.B. 1= Kopf/ 2=Bauch/ 3=Arme/ 4= Ohren/ 5= Beine/ 6= Füße)

    Dann wird reihum gewürfelt.

    Wer zuerst sein Männchen fertig gezeichnet hat, hat gewonnen.

    Zusammensetzen (Puzzlen)

    Ein großes Bild (Kalenderbild oder Weihnachtsbild) wird zerschnitten in kleine Teile.

    Jeder Spieler bekommt 3 Teile.

    Dann wird das Bild miteinander zusammengesetzt.

    (Anschließend kann man noch über das Bild miteinander erzählen oder eine Geschichte reihum erfinden.)

    Wer merkt am meisten? (Erkennen)

    10 unterschiedliche kleine Gegenstände (z.B. Dinge, die mit Advent zu tun haben) werden in einem Tuch versteckt. Dieses wird ausgebreitet. Jeder hat Zeit (30 sek. bis max. 1 Min.) sich die Gegenstände anzuschauen. Dann zählt jeder die Gegenstände auf. Wer schafft es, alle zu benennen? Wer hat sich die meisten gemerkt?

    Viel Spaß!


    Sind die Lichter angezündet……

    Gesungen vom Männerquartett DonViCanto, unter Leitung von Jonas Chudasch.


    Wir sagen Danke…

    Wir danken Maurice Müller für das mitmachen beim Türchen!

    Wir danken dem Männerquartett DonViCanto für den musikalischen Beitrag (Archivmaterial).

    Wir danken Thomas Hubich für die Musik “Joy to the world”

  • Adventskalender 2021

    Türchen 10 | 10. Dezember 2021



    In diesem Türchen:

    Anderen zum Engel werden!

    Nur eine Kerze…

    Das Wichtelspiel!

    Alle Jahre wieder…. – Musikvideo


    Anderen zum Engel werden!

    Gelesen von Ute Thalmann


    Nur eine Kerze…

    Eine tolle kleine Geschichte aus dem Leben mit einem überraschendem Ende!

    Gelesen von Ute Thalmann


    Wichtelspiel – die Spielidee

    Wichtelspiel (eignet sich für Familien mit Kindern, aber auch für Menschen in einer Hausgemeinschaft oder in einer Straße, eine Schulklasse oder einfach Menschen, die „wichteln“ wollen)

    Dafür braucht ihr:

    kleine einfarbige Zettel,

    Stifte,

    Korb

    So geht es:

    Alle, die mitmachen wollen schreiben ihren Namen auf den Zettel, falten ihn zusammen und legen ihn in den Korb. Dann ziehen sie einen Zettel aus dem Korb und haben so einen Namen eines Menschen, den sie „bewichteln“.

    Wichteln bedeutet, dass man seinem Wichtel jeden Tag oder wenn man Lust hat, ein kleines Geschenk zusteckt: z.B. eine Nuss, eine Orange, etwas Selbstgebasteltes, etwas Gekauftes. Wichtig ist, sich dabei nicht erwischen zu lassen, da sonst die Überraschung hin ist. Es ist also wichtig, dass keiner erfährt, wer wen bewichtelt.

    Das Spiel dauert für den Rest der Adventszeit.

    Viel Spaß dabei!


    Alle Jahre wieder…

    (Archivmaterial)

    Gesungen vom Männerquartett DonViCanto, unter Leitung von Jonas Chudasch.


    Wir sagen Danke…

    Wir danken David Borell für das mitmachen beim Türchen!

    Wir danken dem Männerquartett DonViCanto für den musikalischen Beitrag (Archivmaterial).

    Wir danken Thomas Hubich mit neue Töne für die Musik “Ich steh an deiner Krippe”

  • Adventskalender 2021

    Türchen 9 | 9. Dezember 2021


    Engel – gibt`s die?

    Vor 40 Jahren ungefähr war das Wort „Engel“ aus dem Sprachschatz der ehemaligen DDR verbannt, stattdessen gab es „geflügelte Jahresendfiguren“. Die Nähe zu religiösen Themen und der Bibel, die auch von Egeln erzählen, sollte damit unbedingt gemieden werden. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken- es gibt sie als große Figuren zur Dekoration und das nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit. Engel als Kettenanhänger, als Talisman, als Handyschmuck, als Handschmeichler sind aus den verschiedensten Materialien. Essbare Engelsfiguren gehören auch dazu. Das Wort Engel leitet sich aus der griechischen Sprache ab: angelos – Abgesandter, Bote.

    In der katholischen Kirche versteht man unter Engel – ein rein geistiges, körperloses, unsichtbares, unsterbliches Wesen, er ist Vermittler zwischen Gott und Mensch.

    In den biblischen geschichten sagen Engel eine Botschaft von Gott den Menschen weiter (z.B. Engel Gabriel sagt Maria die Geburt eines Kindes an/ die Hirten hören von Engeln die gute Nachricht von der Geburt Jesu).

    Manchmal rutscht uns heraus: „Du bist ein Engel!“ oder „Dich schickt der Engel!“, wenn wir etwas Überraschendes, Gutes erfahren, womit wir nicht gerechnet haben.

    Ja, Menschen können einander zum Engel werden. Hierbei geht es eher um Unterstützung und Hilfe, als um bestimmte Eigenschaften. Wer hat nicht schon das geflügelte Wort „Engel in Weiß“ gehört (gemeint sind Ärzt*innen und Pfleger/ Krankenschwestern).

    Rudolf Otto Wiemer hat seine Auseinandersetzung mit Engeln in Verse gesetzt:

    Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.

    Sie gehen leise, sie müssen nicht schrein,

    oft sind sie alt und hässlich und klein, die Engel.

    Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand, die Engel.

    Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand, oder er wohnt neben dir, Wand an Wand,

    der Engel.

    Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel.

    Dem Kranken hat er das Bett gemacht, denn er hört, wenn du ihn rufst, in der Nacht, der Engel.

    Er steht im Weg und er sagt nein.

    Er steht im Weg und er sagt: Nein,

    der Engel.

    Groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein

    Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,

    die Engel.

    Ute Thalmann


    In diesem Türchen:

    Es ist ein Ros´entsprungen – Musikvideo

    Wir basteln einen Engel aus einem Holzscheid!


    Es ist ein Ros´ entsprungen

    (Archivmaterial)

    Gesungen vom Männerquartett DonViCanto, unter Leitung von Jonas Chudasch.


    Wir basteln einen Holzscheit- Engel

    Eine schöne Dekoidee – aber auch als Geschenk geeignet, ist der Holzscheid- Engel.
    Dazu brauchst du:
    1 Holzscheit
    1 Pappmachekugel für den Kopf
    1 Nagel (10cm)
    Pappe für den Flügel
    Gipsbinden zum belegen (Apotheke)
    Filzstift (oder auch Wackelaugen)
    Faden oder Watte für die Haare
    Schere
    Heißklebepistole
    evtl. ein Stück Filz als Schal
    etwas dünne Draht für den Heiligenschein
    Hammer

    Und so geht`s:

    • Den Nagel durch die Pappmachekugel bohren
    • Nagel mit Kugel am Holzscheit einschlagen
    • Flügelumriss auf die Pappe zeichnen und ausschneide

    Gipsbinde in Stücke schneiden – kurz nass machen und um den Kopf, den Nagel und auch um den Pappflügel legen, so dass es eine undurchsichtige Schicht wird.

    -Trocknen lassen

    -Den Flügel an der Rückseite des Holzscheites befestigen (mit Klebepistole)
    -Augen an das trockene Gesicht malen, oder Wackelaugen anbringen (Klebepistole)
    Haare aus Watte oder Faden am Kopf ankleben
    -evtl. einen Schal aus Filz oder Stoffrest zuschneiden um umbinden!

    Viel Spaß!


    Das Lied aus dem “Türchen” – in voller Länge anhören!

    “Joy to the World” von Neue Töne – Pößneck


    Wir sagen Danke…

    Wir danken der Feuerwehr Krölpa, insbesondere dem Kameraden Fabian Zille für das mitmachen beim Türchen!

    Wir danken dem Männerquartett DonViCanto für den musikalischen Beitrag (Archivmaterial).

    Wir danken Thomas Hubich mit neue Töne für die Musik “Joy to the World”

  • Adventskalender 2021

    Türchen 8 | 8. Dezember 2021


    Entdeckungen machen unterwegsSich überraschen lassen – Neues finden


    Der Maler und Künstler Pablo Picasso (1881-1973) schreibt:


    Ich suche nicht – ich finde.

    Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen

    und das Finden-Wollen von bereits Bekanntem.

    Finden, das ist das völlig Neue.

    Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.

    Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer.

    Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,

    die im Ungeborgenen sich geborgen wissen,

    die in der Ungewissheit geführt werden,

    die sich vom Ziel ziehen lassen

    und nicht selbst das Ziel bestimmen.

    (gefunden bei: ankevonplaten.de u. der andere Advent 2014/15)


    Ute Thalmann


    In diesem Türchen:

    Die Geburtsgeschichte…

    Heute haben wir ein Suchsel für Euch!


    Die Geburtsgeschichte!


    Suchsel!


    Wir sagen Danke…

    Wir danken Leah-Sophie Ellmer aus Ranis für das mitmachen beim Video.

  • Adventskalender 2021

    Türchen 7 | 7. Dezember 2021


    Ein Tannenbaum erzählt

    Es war an einem sonnigen Nachmittag im Wald. Die Vögel sangen hier und da in den bemoosten Ästen der Bäume, und ein Fuchs schnürte dem nahen Gesträuch zu. Er schien sehr erschrocken zu sein! – Richtig, dort kam ein Wanderer pfeifend daher geschlendert. Die Tiere wichen zurück, der Waldfrieden war seit langer Zeit wieder gebrochen.

    Der Wanderer ging unbekümmert weiter. Da kam ein anderer Wanderer vorbei. „Wohin soll`s gehen, alter Freund?“ rief er herüber. „Immer der Nase nach!“ rief der andere lachend zurück.

    Am Abend dieses Tages kam unser Freund an eine Lichtung. Ein eilig murmelndes Bächlein floss an einer alten Tanne vorbei. „Ei“, dachte der Wanderer.“ Hier mach ich`s mir gemütlich. Eine bessere Lagerstätte werde ich doch nicht mehr finden.“

    Mit diesen Worten streckte er sich wohlig unter dem Tannenbaum und schlief ein. Plötzlich ächzte es im Baum, als ob ein Mensch stöhnte, und dann hörte man eine feine Stimme: „Ich bin der Geist des Baumes, jedes Jahr kann ich einmal einen Menschen, der den Wald liebt, meine Erlebnisse erzählen.“

    Nach diesen Worten verschwand das Männlein wieder, das zwischen den Wurzeln hervorgeguckt hatte. Und nun begann der Baum von seinen Erlebnissen zu erzählen:

    „Vor vielen Jahren“, begann er, „als ich noch ein kleines Bäumchen war, hatte ich einmal im Winter am Weihnachtsabend ein schönes Erlebnis. Am Abend kam der Förster mit seiner Familie und dem Dackel, der schwanzwedelnd voranlief, auf mich zu und- was denkst du?!- befestigte Kerzen an meinen Zweigen. Dann nahm er ein Zündholz und steckte damit die Kerzen an. Dann kamen zwei Waldarbeiter, die Futterkrippen für die Tiere aufstellten, Heu in die Raufen schütteten, Nüsse auf den Boden streuten, Möhren zu hohen Bergen auftürmten und andere Leckereien. Inzwischen beschnupperte mich der Dackel, bis er zu viel Harzgeruch in die Nase bekam und laut `hatschi!` und noch mal `hatschi!` machte. Als der Förster mit seiner Familie und seinem niesenden Dackel gegangen war und man keinen Laut von ihnen mehr hörte, kamen allmählich alle Tiere des Waldes. Die Rehe, der Hase, der Fuchs, das Eichhörnchen und die Hirsche. Sie waren alle von dem Licht angelockt worden und neugierig herbeigekommen. So hatte mir das Häschen berichtet. Als die Tiere das Futter sahen, hoppelten, sprangen und hüpften sie heran, um sich an dem Weihnachtsessen zu erfreuen. Auf einmal fing es leise an zu schneien. Meine Lichter erloschen und die Tiere zogen sich gestärkt in den Wald zurück. Es wurde ganz still. Für mich aber war dies das schönste Erlebnis.“

    Da wachte der Wanderer auch schon auf und erhob sich. Die helle Morgensonne lachte ihm bereits in das Gesicht, und der neue Julitag blitzte von allen Zweigen. Es tat ihm leid, dass er schon gehen musste; denn er hätte gern noch mehr Geschichten gehört. Doch nach einer kleinen Katzenwäsche am Bach und einem bescheidenen Frühstück aus Quellwasser und Waldbeeren machte er sich wieder auf den Weg. Ob er all das nur geträumt hatte vergangene Nacht? (nach einer Geschichte von Stephan Freiwaldau)

    Von Ute Thalmann


    In diesem Türchen:

    Ein Tannenbaum erzählt (siehe oben)

    Vogelfutterstelle selbst gemacht!

    Musikalischer Beitrag


    Basteln Vogelfutterstelle selbst gebastelt!


    Musikalischer Beitrag: Es ist für uns eine Zeit angekommen!

    von Hans, Max und Paul!

    Wir sagen Danke…

    Vielen Dank an Mariella Müller (Video).

    Vielen Dank an Hans, Max und Paul für den musikalischen Beitrag!

  • Adventskalender 2021

    Türchen 6 | 6. Dezember 2021 | Nikolaus


    „Sehe auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“Lk.21,28

    Die zweite Adventwoche lädt uns ein, mit offenen Sinnen unseren Weg durch den Advent weiter zu verfolgen.

    Wer aufblickt, sieht weiter als bis zu seinen eigenen Fußspitzen, bleibt nicht hängen bei eingefahrenen Sichtweisen, sondern kann seinen Blick weiten. Hat Augen und ein Herz auch für andere. Dabei werden neue Entdeckungen nicht ausbleiben und die Hoffnung kann wachsen. Und manches ist anders als es scheint.

    Dazu eine kleine Geschichte:

    Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, sich im Gästezimmer des Hauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf den harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.

    In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel sogar in ihrem Bett schlafen und übernachteten selber im Stall. Bei Sonnenaufgang fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre Kuh, deren Milch ihr einziges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend uns fragte den älteren Engel, wie er habe das geschehen lassen können?

    „Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm“, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte wenig, und du lässt die Kuh sterben.“

    „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen“, sagte der ältere Engel. „Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

    (Urheber unbekannt)

    Ute Thalmann, Pastorin, Krölpa


    In diesem Türchen:

    Brauchtum zum Nikolaustag

    Bastelt einen lustigen Nikolauspinsel


    Brauchtum zum Nikolaustag:

    Nikolaus gab es wirklich! Er kommt um das Jahr 270 n.Chr. als Sohn wohlhabender Eltern in Patara (heutige Türkei) zur Welt. Er erhält eine gute Bildung, lernt Lesen und Schreiben. Seine Eltern starben früh und die Legende erzählt, dass sie ihm ein Vermögen hinterließen, das Nikolaus mit armen und Bedürftigen teilte. Er hatte ein großes Herz. Nikolaus wird Priester und später Bischof von Myra. Wie viele seiner Glaubensgeschwister wird er damals wegen seines christlichen Glaubens verfolgt und eingekerkert, kam aber frei, als Kaiser Konstantin das Christentum als Staatsreligion einführte. Er starb am 6. Dezember 343 in Myra. An seinem Todestag denken Kleine und Große an ihn und überraschen einander oder bereiten anderen eine Freude.

    Am Abend vor dem Nikolaustag stellen Kinder Teller oder geputzte Stiefel vor die Tür, in Nordamerika werden Strümpfe an den offenen Kamin gehängt, die dann „Santa Claus“ in der Nacht, wenn er durch den Schornstein steigt, mit Süßigkeiten füllt. Mit diesem Brauch erinnern sich Menschen an eine Legende, die berichtet, wie Nikolaus einem armen Vater mit drei Töchtern kleine Säckchen mit Gold/ Geld durchs Fenster warf.

    Ganz unterschiedlich stellen sich Menschenvor, wie Sankt Nikolaus unterwegs ist. Im Norden kommt er mit einem Rentierschlitten, anderswo reitet er auf einem Schimmel oder einem Esel. In den Niederlanden wird „Sinterklaas“ als Schutzpatron der Schiffer verehrt, so kommt er mit einem Schiff an. Im Gefolge hat er Knechte in spanischer Tracht, einer davon ist Mohr Piet. In manchen Gegenden kommt er mit einem Ruderkahn über` s Wasser (Tradition in Saalburg oder Brunnen am Vierwaldstättersee (hier mit „Schmutzli“ – seinem Knecht). So gibt es die Tradition, auch „Schiffchen“ aus Papier vor die Tür zu stellen.

    Andernorts gibt es den Brauch, Nikolausumzüge zu veranstalten (z.B. in Gegenden der Schweiz)- mit Glocken, Schellen, Peitschen und mit viel Lärm wird Sankt Nikolaus begleitet.

    Auch ist mitunter Nikolaus mit „Knecht Rupprecht“ (als wilde Gestalt dargestellt) unterwegs. Allerdings darf letzterer, als der „Böse“, nicht in die Häuser hinein, denn Nikolaus hat Macht über ihn. Nur das „Gute“- d.h. Nikolaus als Schutzpatron der Kinder (der sie beschenkt und segnet) hat Eintritt.

    Früher hat Nikolaus die Kinder „geprüft“, sie wurden abgefragt, ob sie „artig“ waren oder auch fleißig gelernt hatten. Aus den Legenden um seine Person lässt sich aber eher seine Güte und sein Herz für Bedürftige erkennen, als die Strenge einer Autoritätsperson.

    Die Gaben, die er bringt, sind meist Dinge aus seinem Heimatland (Früchte wie Mandarinen, Datteln, Feigen, verschiedene Nüsse, Lebkuchen mit feinen Gewürzen, rote Äpfel) und eine Nikolausfigur aus Schokolade.

    von Ute Thalmann


    Basteln Lustiger Nikolauspinsel!


    Wir sagen Danke…

    Vielen Dank an Jonas Chudasch, für das mitmachen beim Video.

    Vielen Dank an Maren Sell für die Bastelidee.

    Vielen Dank an die kath. Gemeinde Pößneck für die Bereitstellung Nikolauskostüm.

  • Adventskalender 2021

    Türchen 5 | 5. Dezember 2021 | 2. Advent



    Gedanken zur 2. Adventswoche

    Wort zum Sonntag: 2. Advent: 5.12.21


    Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk. 21,28)

    Wer den Kopf hebt, kann weiter sehen, als nur auf seine eigenen Füße.
    Probieren Sie es doch einfach mal aus.
    Stehen sie aufrecht- heben Sie Ihren Kopf – atmen Sie tief ein und aus!

    Spüren Sie in sich hinein, was sich damit verändert.

    Wer den Kopf hebt, blickt nach vorn. Nimmt vielleicht ein Ziel in den Blick- sieht den Horizont neu.
    Das hat nichts mit Hochnäsigkeit und Überheblichkeit zu tun, die über andere hinwegsieht.

    Der Advent ist die Zeit der Erwartung: Eine Erwartung, die unsere Haltung, unseren Blick und unser Leben verändert.
    Nachrichten halten manchen auch in dieser Adventszeit in Atem. Steigende Zahlen, neue Mutationen des Virus, Herausforderungen am Arbeitsplatz und im Alltag, banges Fragen, was wird noch kommen? Wie wird es in diesem Jahr mit dem Weihnachtsfest werden? Werden wir uns in den Familien treffen können oder wird es so werden, wie im vergangenen Jahr? Gedanken kreisen, der Zweifel zehrt an den Kräften. Kaum eine Spur Hoffnung… .

    Dahinein kommt ein Wort, was Menschen vor 2000 Jahren zuerst galt. Menschen, die in der Gefahr standen, an den Zuständen in ihrem Land zu verzweifeln, ihre Hoffnung und ihren Glauben aufzugeben. Anders als heute gaben Verfolgung, Krieg, Leid, auch Katastrophen und Zerstörung des Tempels Anlass dazu. Heute ist es vielleicht die Vielfalt an Stimmen und die Schwierigkeit, sich in dieser ungewissen Situation zu orientieren. Wem soll ich trauen? Was kann ich noch glauben? Was ist jetzt dran? Was kann ich tun?

    Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

    Hilfe, Orientierung- ja Erlösung- aus der momentan schwierigen Situation kommt nicht allein aus uns selbst. Als Christen erwarten wir im Advent den, der sie gebracht hat und immer neu bringt: Jesus Christus. Mit ihm kam und kommt: Erlösung- Lösung meiner Fragen und Zweifel, einer leidvollen oder auch vertrackten Lage, Hoffnung dort, wo Menschen am Aufgeben sind, Mut und Kraft, Neues zu wagen. Denn ganz nahe ist er denen, die angewiesen sind, den Bedürftigen, den Schwachen-bekommt er doch als hilfloses kleines Kind, dass in einem Stall geboren wird- Hand und Fuß und ein Gesicht.

    Darauf kann ich im Advent zugehen, dazu braucht es mein eigenes Mittun, zu dem ich eingeladen werde mit dem Spruch der kommenden Adventwoche:

    Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk.21,28)
    Denn, wer den Kopf hebt, kann weiter sehen, als auf das, was vor seinen Füßen liegt. Wer den Kopf hebt, blickt automatisch nach vorn und sieht damit den Horizont neu – auch den eigenen. Wer den Kopf hebt, spürt neu seine Würde. Fängt damit nicht schon Erlösung an?

    Eine mit Hoffnung erfüllte 2. Adventwoche wünscht Ihnen

    Ute Thalmann, Pastorin, Krölpa


    In diesem Türchen:

    Eine kinderleichte Bastelidee aus der KITA „Zwergenland“, Krölpa

    Die Tannen der heiligen Aurelia!


    Basteln Kinderleichte Bastelidee!


    Die Tannen der heiligen Aurelia!


    Gelesen von: Katrin Pflügner,Pössneck


    Wir sagen Danke…

    Vielen Dank an Dorit Dietrich und Marion Beutel von der kath. Kirche Pößneck, für die Grüße

    Vielen Dank an Katrin Pflügner für die Lesung der Geschichte

    Vielen Dank an die Kindertagesstätte Zwergenland in Krölpa für die Bastelidee